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Gründungsprojekt der Alzheimer-Forschung gefördert

05.06.2008
Förderung mit rund 370.000 Euro

Das an der Freien Universität angesiedelte Gründungsvorhaben "Diagnostik der Alzheimer-Krankheit" hat sich bei der Ausschreibung des Programms "EXIST-Forschungstransfer" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie durchgesetzt. Es wird über 18 Monate mit rund 370.000 Euro gefördert.

Das Projekt der Freien Universität Berlin ist eine Initiative von Professor Dr. Gerd Multhaup, Inhaber der Professur für neurodegenerative Erkrankungen am Institut für Chemie und Biochemie. Die am Projekt beteiligten Forscher haben Moleküle identifiziert, die sich für eine Frühdiagnostik der Alzheimer-Krankheit eignen. Mit den nun zur Verfügung stehenden Mitteln kann ein zertifiziertes In-vitro-Diagnostikum zur Frühdiagnose der Alzheimer-Krankheit entwickelt werden.

Mit der Ausgründung wird die Geschäftsidee in einer zweiten Stufe fortgesetzt. Die Anwendung der Forschungsergebnisse in einer neuen Diagnostik für die Alzheimer-Krankheit ist mit der Entwicklung und Vermarktung eines neuen Ansatzes zur Identifikation von Wirkstoffen verbunden. Hierfür wird ein weiterer Zuschuss des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie nach der Gründung in Höhe von 150.000 Euro verwendet.

Zu den Gründungsmitgliedern des Projekts gehören Dr. Hans-Markus Wenzel und Dr. Oliver Eikenberg. Wenzel verfügt neben jahrelanger Industrie-Erfahrung über kaufmännisches Praxiswissen. Eikenberg hat Expertise auf dem Gebiet der Entwicklung von In-vitro-Diagnostika. Die wissenschaftliche Seite wird von Professor Dr. Gerd Multhaup und Dr. Lisa-Marie Münter getragen. Multhaup ist seit mehr als 20 Jahren in der angewandten Alzheimer-Forschung tätig. Multhaup und Münter erkannten frühzeitig den Nutzen ihrer wissenschaftlichen Ergebnisse für die Diagnostik und haben sich diese vor einer Veröffentlichung in Fachzeitschriften schützen lassen. Die Ausgründung wird unterstützt durch profund - Die Gründungsförderung der Freien Universität Berlin.

"EXIST-Forschungstransfer" wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie erstmals vergeben und dient der Förderung herausragender Initiativen, die auf anwendungsorientierter Forschung an Hochschulen basieren und die in der Gründungsphase mit aufwendigen und risikoreichen Entwicklungsarbeiten verbunden sind.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen gern:
Dr. Hans-Markus Wenzel, Fachbereich Biologie, Chemie, Pharmazie,
Telefon: 030 / 838-53476, E-Mail: markus.wenzel@fu-berlin.de

Kerrin Zielke | idw
Weitere Informationen:
http://www.fu-berlin.de

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