Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gesundheitsregionen der Zukunft

05.06.2008
Bundesforschungsministerium prämiert Konzept von Universität Hohenheim und Wirtschaftsförderung Region Stuttgart. Projekt gegen gesundheitsgefährdende Fettleibigkeit soll Gesundheitsförderung und Stärkung der Wirtschaftskraft vereinen.

Die Region Stuttgart gehört beim Bundeswettbewerb "Gesundheitsregionen der Zukunft" zu den Siegern der ersten Runde. Ein gemeinsamer Konzeptantrag der Universität Hohenheim und der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) und der wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung für die Endrunde ausgewählt.

Die 20 erfolgreichen Regionen erhalten zunächst bis zu 100.000 Euro, um einen detaillierten Antrag auszuarbeiten. Im nächsten Jahr qualifizieren sich höchstens fünf Regionen endgültig als Gesundheitsregionen, für die das Programm 40 Millionen Euro zur Verfügung stellt.

Bei dem Bundeswettbewerb tritt die Region Stuttgart mit einem flächendeckenden Programm gegen gesundheitsgefährdendes Übergewicht (Adipositas) an, das neben der Vorbeugung auch die Therapie umfasst. Im Mittelpunkt stehen die Themen bedarfsgerechte ausgewogene Ernährung und ausreichende Bewegung.

Geplant sind unter anderem eine Gesundheitsvorsorgekarte, die persönliche Risiken aufzeichnet und die modellhafte Entwicklung eines regionalen Gesundheitsparks, in dem verschiedenste Gesundheitsdienstleister niedergelassen sind. Auch die betriebliche Gesundheitsvorsorge soll in das Konzept integriert werden.

Ein geeignetes Marketing für die nötige Breitenwirkung ist ebenfalls vorgesehen. Dazu streben die regionalen Partner aus Forschung, Versorgungseinrichtungen, Kostenträgern und Betrieben einen engen Zusammenschluss von regionalen Partnern an. Mit Hilfe von Telematik soll die Vernetzung der Gesundheitsbranche verbessert werden.

Ebenfalls eine Runde weiter ist ein Anwenderzentrum für Regenerative Medizin in der Region Neckar-Alb, den die BioRegio Stern Management GmbH gestellt hat. Sie wird von den Regionen Stuttgart und Neckar-Alb gemeinsam getragen. Zudem haben es mit Ortenau/Kinzigtal, Ulm und Rhein-Neckar drei weitere Regionen aus Baden-Württemberg in die Endrunde geschafft.

Hintergrund: Gesundheitsregionen der Zukunft

Die Gesundheitswirtschaft ist die größte Wirtschaftsbranche in Deutschland. Jährlich werden rund 240 Milliarden Euro für Gesundheit ausgegeben. Das Innovationspotenzial der Branche ist enorm. Um neue, zukunftsfähige Versorgungsstrukturen aufzubauen und Forschung, Entwicklung und Verwertung von innovativem Wissen in Deutschland intensiver zu verknüpfen hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung den Wettbewerb Gesundheitsregionen der Zukunft ins Leben gerufen.

Die 20 ausgewählten Gesundheitsregionen sollen zur Stärkung der Gesundheitswirtschaft in Deutschland beitragen. Internationale Erfahrungen zeigen, dass Innovationen im Gesundheitswesen immer dann entstehen, wenn alle Akteure entlang der Wertschöpfungskette regional eng zusammenarbeiten. Und wenn medizinische Innovationen schneller verbreitet und effizienter eingesetzt werden, verbessert das nicht nur die Gesundheitsversorgung der Patientinnen und Patienten, sondern trägt auch dazu bei, die Kosten im Gesundheitswesen einzudämmen. Insgesamt hatten 85 Antragsteller Konzepte eingereicht.

Ansprechperson:
Prof. Dr. Stephan Bischoff
Institut für Ernährungsmedizin
Tel.: 0711 459-24100
E-Mail: Bischoff.stephan@uni-hohenheim.de

Florian Klebs | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-hohenheim.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Rudolf-Virchow-Preis 2017 – wegweisende Forschung zu einer seltenen Form des Hodgkin-Lymphoms
23.06.2017 | Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V.

nachricht Repairon erhält Finanzierung für die Entwicklung künstlicher Herzmuskelgewebe
23.06.2017 | Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften