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Theodor-Frerichs-Preis geht an Frankfurter Kardiologin

28.05.2008
Dr. Birgit Aßmus erhält die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihre Studie zu regenerativen Therapien bei Herzinfarkt und Herzschwäche.

Dr. Birgit Aßmus, Kardiologin an der Medizinischen Klinik III des Frankfurter Universitätsklinikums, ist mit dem Theodor-Frerichs-Preis ausgezeichnet worden.

Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wurde von der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin für die beste klinisch-experimentelle Arbeit verliehen und ist die höchste Auszeichnung der Gesellschaft. Die Oberärztin

Dr. Birgit Aßmus erhielt den Preis auf dem 114. Internistenkongress in Wiesbaden für ihre Arbeit zur regenerativen Therapie bei Herzinfarkt und Herzschwäche.

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In klinischen Studien konnte die Kardiologin erstmalig nachweisen, dass die Pumpfunktion des Herzens bei Patienten mit einem akuten Herzinfarkt durch die Injektion von Vorläuferzellen aus dem Knochenmark in die betroffenen Blutgefäße regeneriert werden kann. Durch die Injektion können im Herzmuskel neue Gefäße gebildet werden, was zu einer stärkeren Durchblutung des geschädigten Gewebes und zur Erholung des Herzens führt.

Diese Methode ermöglicht ein besseres Überleben der mit Zellen behandelten Patienten über einen Zeitraum von zwei Jahren nach dem akuten Infarkt. Auch Patienten, die mindestens drei Monate zuvor einen Herzinfarkt erlitten haben, profitieren von der Infusion der Knochenmark-Vorläuferzellen. Bei ihnen sind die Effekte jedoch deutlich geringer ausgeprägt, da die Narbenbildung weitgehend abgeschlossen ist.

Bislang wird Herzinsuffizienz als Folge eines Herzinfarktes mit etablierten medikamentösen und technischen Therapieoptionen behandelt, die auf eine Entlastung des Herzens und einen Erhalt der bestehenden Pumpfunktion zielen. Bei Versagen dieser Therapiestrategie bleibt für zahlreiche Patienten nur die Option einer Herztransplantation. Die von Dr. Aßmus belegten Erkenntnisse zur Zelltherapie bei Herzinfarkt und Herzschwäche könnten für diese Patienten neue Behandlungsmöglichkeiten eröffnen. Der Nutzen für die Patienten soll Ende des Jahres in einer groß angelegte Mortalitätsstudie mit 1.200 Patienten mit akutem Herzinfarkt bewiesen werden.

Die Auszeichnung ist nach Friedrich Theodor von Frerichs benannt, der 1882 der erste Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin war.

Ricarda Wessinghage | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-frankfurt.de
http://www.kgu.de
http://www.kardiologie-uni-frankfurt.de

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