Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mehr als 100 Kilometer mit der Energie eines Schnapsglases voll Sprit

16.05.2008
Studententeam "Fortis Saxonia" der TU Chemnitz geht mit seinem weiterentwickelten Ökomobil "Sax 3" beim Shell Eco-marathon 2008 an den Start

Am 22. Mai 2008 wird es für 30 Studierende der TU Chemnitz auf der Rennstrecke im französischen Nogaro ernst. Beim diesjährigen Shell Eco-marathon wird sich zeigen, ob sich die Arbeit der vergangenen Monate gelohnt hat - das Team "Fortis Saxonia" möchte mit seinem Ökomobil "Sax 3" sein gutes Ergebnis aus dem Vorjahr nochmals verbessern.

2007 waren die Chemnitzer - damals mit ihrem "Sax 2" - im Rennen um das sparsamste Fahrzeug der Welt auf dem fünften Platz gelandet. Mit der Energie von einem Schnapsglas voll Sprit fuhr das Auto etwa 100 Kilometer weit - vom 22. bis zum 24. Mai soll das Nachfolgermodell "Sax 3" noch mehr herausholen.

Die äußerliche Form des Fahrzeugs ist dabei die gleiche geblieben, an der futuristischen Karosserie strömt die Luft mit einem sehr geringen Widerstand entlang. Einen neuen Anstrich hat das Mobil erhalten und auch in seinem Inneren hat sich einiges getan. Angetrieben wird das Fahrzeug wie in den Vorjahren von einem Elektromotor, der seine Energie aus einer Brennstoffzelle erhält.

... mehr zu:
»Ökomobil

Als Kraftstoff nutzt das System Wasserstoff. Das Brennstoffzellensystem wurde inzwischen weiterentwickelt. Es arbeitet nun mit mehr Zellen und bietet dadurch einen höheren Wirkungsgrad. Außerdem verträgt das neue System eine höhere Betriebstemperatur und eine geringere Luftfeuchtigkeit. Auch beim Antrieb gibt es Neuerungen, die einzelnen Module sind jetzt über einen so genannten Feldbus miteinander verknüpft. Dadurch konnte ein Datenlogger integriert werden, also ein Messgerät, das physikalische Daten wie die Temperatur über einen längeren Zeitraum erfassen kann.

"Dadurch wurde der Antrieb wieder etwas effizienter und auch leichter", so Teammitglied Patrick Jajko. Eine deutliche Gewichtsreduzierung erreichten die Chemnitzer im Chassis und in den Scheiben, sodass das 3,07 Meter lange Fahrzeug jetzt insgesamt nur noch rund 35 Kilogramm wiegt - zehn weniger als im Vorjahr.

Außerdem hat "Sax 3" eine neue ergonomische Bedienungsoberfläche bekommen, mit der nicht nur die Steuerung, sondern auch die Diagnose des Systems möglich ist. Die gewonnenen Daten werden per Bluetooth auf einen Computer übertragen, wo die Nachwuchsingenieure sie jederzeit im Blick haben. Gelenkt wird das Ökomobil mit einer speziellen Hinterradlenkung, die die im "Ecocar" liegende Fahrerin mit einem Joystick bedient. Mit Knöpfen und Hebeln wird beschleunigt und gebremst. "Sax 3" erreicht maximal 45 Kilometer pro Stunde.

Stichwort: Shell Eco-marathon

Der Shell Eco-marathon wurde 1985 ins Leben gerufen und ist eines der ungewöhnlichsten Rennen der Welt. Geschwindigkeit ist beim Shell Eco- marathon zweitrangig. Das Team, das mit umgerechnet einem Liter Super-Benzin am weitesten kommt, gewinnt. Es gewinnt nicht das schnellste Fahrzeug, sondern das sparsamste. Dabei ist es jedem Team überlassen, wie es sein Fahrzeug antreibt: Benzin, Diesel, Flüssiggas oder alternative Energien wie Wasserstoff, Bio-Kraftstoffe und Solar - alles ist erlaubt. Seit 2005 geht auch "Fortis Saxonia" jährlich an den Start. Im Jahr 2006 legte "Sax 1" umgerechnet 1.742 Kilometern zurück und erreichte damit Platz 12. "Sax 2" schaffte 2007 eine Strecke von

2.552 Kilometer und landete auf dem fünften Rang unter 262 teilnehmenden Teams.

Weitere Informationen zum Projekt und zum Fahrzeug:
http://www.fortis-saxonia.de
Weitere Informationen zum Shell Eco-marathon 2008:
http://www.shell.com/eco-marathon
Anfragen an das Team "Fortis Saxonia" beantwortet Patrick Jajko, Telefon 0160 8077836, E-Mail pr@fortis-saxonia.de.

Mario Steinebach | Technische Universität Chemnitz
Weitere Informationen:
http://www.fortis-saxonia.de
http://www.shell.com/eco-marathon
http://www.tu-chemnitz.de/tu/presse/bilder

Weitere Berichte zu: Ökomobil

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Sechs innovative Projekte sind im Rennen um den begehrten European Health Award 2017
17.08.2017 | European Health Forum Gastein

nachricht ERC-Grants: Fünf neue Projekte an der LMU
11.08.2017 | Ludwig-Maximilians-Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie