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Helmholtz fördert fünf neue Ausgründungen

29.04.2008
Die Helmholtz-Gemeinschaft hat fünf Ausgründungsideen ausgewählt, die nun durch den Impuls- und Vernetzungsfonds gefördert werden.

"Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die ein Unternehmen gründen, verfügen meist über sehr gute Fachkenntnisse, aber oft nicht über ausreichendes Marketingwissen", erklärt Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. "Hier setzt die Förderung an, denn mit den bewilligten Mitteln aus dem Helmholtz-Enterprise-Programm ist es möglich, in der Ausgründungsphase zusätzliches Personal zu finanzieren, zum Beispiel Berater und Marketingfachleute."

Die Hälfte der Fördersumme von insgesamt 200.000 Euro über zwei Jahre kommt dabei aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds, den die Helmholtz-Gemeinschaft mit Mitteln aus dem Pakt für Forschung und Entwicklung der Bundesregierung eingerichtet hat, um schnell und unbürokratisch wünschenswerte Entwicklungen und Vorhaben zu fördern. Die andere Hälfte wird von den beteiligten Helmholtz-Zentren getragen. Gefördert werden:

SurgeAssist - Prof. Dr. Hans-Peter Meinzer, Matthias Baumhauer, Dr. Ivo Wolf, Deutsches Krebsforschungszentrum: SurgeAssist ist ein computergestütztes Navigationssystem für Weichgewebeoperationen (z.B. Nierenkarzinome). Bisher können Navigationssysteme in der klinischen Routine nur bei Eingriffen an starren Strukturen wie etwa der Hüfte eingesetzt werden. SurgeAssist kompensiert in Echtzeit die Organverschiebung während der Operation und ermöglicht so weltweit erstmals den breiten Einsatz der Navigation an Weichgewebe.

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PEPperPRINT - Dr. Volker Stadler, Dr. Ralf Bischoff, Deutsches Krebsforschungszentrum: Bei der Suche nach neuen medizinischen Wirkstoffen finden Peptidarrays breite Anwendung. Die Ausgründer haben auf Basis eines Laserdruckers ein Druckverfahren entwickelt, mit dem sich hochkomplexe Peptidarrays schneller, preiswerter und mit besseren Eigenschaften herstellen lassen.

AngioPep - Dr. Alexandra Matzke, Dr. Véronique Orian-Rousseau, Prof. Dr. Helmut Ponta, Forschungszentrum Karlsruhe: Die Molekularbiologen nutzen Erkenntnisse aus der Krebsforschung, um spezifische Peptide zu entwickeln, die die Bildung neuer Blutgefäße unterdrücken. Beispielsweise könnte dadurch die Metastasenbildung von Tumoren beeinflusst werden. Die Ausgründung AngioPep soll sich als Partner forschender Pharmaunternehmen etablieren.

IMOLA - Prof. Dr. Volker Saile, Dr. Timo Mappes, Prof. Dr. Uli Lemmer, Dr. Jürgen Mohr, Forschungszentrum Karlsruhe: Optoelektronische Spitzentechnologie aus dem Labor wird zu marktfähigen Produkten weiterentwickelt: Beispiele sind ein organischer Festkörperlaser mit durchstimmbarer Frequenz und neuartige Analyse-Chips, die Optik und Fluidik integrieren. Damit werden kostengünstigere Mess-Systeme möglich.

Bauchemie - Prof. Dr. Andreas Gerdes und Matthias Schwotzer, Forschungszentrum Karlsruhe: Die Ausgründer entwickeln auf der Basis von Nano- und Mikrostrukturen neue Bauchemieprodukte mit maßgeschneiderten Eigenschaften, zum Beispiel einen wasserabweisenden Fassadenputz. Diese Produkte sind vielseitiger, umweltfreundlicher und kostengünstiger als bisherige Lösungen und können auch bei der Sanierung älterer Bauwerke eingesetzt werden.

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, Verkehr und Weltraum. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit 26.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,35 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

Ansprechpartner für die Medien:

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Dr. Antonia Rötger
Pressereferentin
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antonia.roetger@helmholtz.de

Thomas Gazlig | Helmholtz-Gemeinschaft
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