Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Technologie halbiert Energieverbrauch in der Metallindustrie

21.04.2008
Schavan überreicht HERMES AWARD auf der Hannover Messe

Mit Hilfe einer neuartigen Technologie kann die Metallindustrie ihren Stromverbrauch bei der Metallformung nahezu halbieren. Für die Entwicklung eines hocheffizienten Induktionsheizers wurden die Firmen Zenergy Power GmbH aus Rheinbach und Bültmann GmbH aus Neuenrade in Nordrhein-Westfalen mit dem HERMES AWARD 2008 ausgezeichnet.

"Die Gewinner haben einen wegweisenden Beitrag für die Steigerung der Energieeffizienz in der industriellen Metallverarbeitung geleistet", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Sonntag bei der Preisverleihung zum Auftakt der Hannover Messe. "Mit der Hightech-Strategie für den Klimaschutz hat die Bundesregierung die Förderung nachhaltiger Energietechnologien in das Zentrum ihrer Innovationspolitik gerückt. Das Thema Energieeinsparung hat auch die Gewinner des HERMES AWARD herausgefordert".

Die Metallindustrie gehört zu den Branchen mit dem höchsten Stromverbrauch. Beim Härten, Schmieden oder Strangpressen muss das Metall erhitzt werden. Das Heizen durch Induktion ist hier ein altbekanntes Verfahren. Konventionelle Induktionsheizer mit Kupferspulen und Wechselstrom haben jedoch aufgrund hoher elektrischer Verluste einen Wirkungsgrad von weniger als 50 Prozent und sind damit wahre Energiefresser. Der von der Zenergy Power GmbH und der Bültmann GmbH entwickelte Induktionsheizer verbraucht gegenüber der bisherigen Heiztechnik nur halb soviel Strom. Die Entwickler haben dafür den Effekt der Hochtemperatur-Supraleitung mit intelligenten Prozess-Innovationen bekannter Verfahren gepaart und erreichen so Wirkungsgrade von mehr als 80 Prozent.

... mehr zu:
»Metallindustrie

"Das Ergebnis ist eine wegweisende Technologie mit hohem Wert für Wirtschaft und Gesellschaft. Das Sieger-Projekt beweist einmal mehr: Gerade an den Schnittstellen von Schlüsseltechnologien entstehen die herausragenden Innovationen", unterstrich Ministerin Schavan in Hannover.

Mit 100.000 Euro gehört der HERMES AWARD zu den international höchstdotierten Technologiepreisen. Er wird in diesem Jahr zum fünften Mal verliehen. Im Rahmen der Hannover Messe prämiert er Innovationen für hohe technische Qualität, Erkenntnisfortschritt und Wirtschaftlichkeit. Bundesforschungsministerin Schavan hat die Schirmherrschaft für diesen Preis übernommen.

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/

Weitere Berichte zu: Metallindustrie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht „Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges
26.06.2017 | Kompetenzzentrum - Das virtuelle Fahrzeug Forschungsgesellschaft mbH

nachricht Hochschule Karlsruhe: mit speichenlosem Fahrrad Kreativwettbewerb gewonnen
26.06.2017 | Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie

Digitalanzeige mit Touchscreen WAY-AX & WAY-DX von WayCon

27.06.2017 | Energie und Elektrotechnik

Der Krümmung einen Schritt voraus

27.06.2017 | Informationstechnologie