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Deutsche Erfinder denken nachhaltig - Preisverleihung der Quelle InnovationsStiftung

16.04.2008
Was haben ein handbetriebener Quirl, essbarer Kleber und Geschirr aus Beton gemeinsam? All diese Erfindungen und weitere erhielten in der Berliner Kalkscheune den Innovationspreis 2008 der Quelle InnovationsStiftung, der in diesem Jahr unter dem Motto "Nachhaltigkeit" stand.

Nadine Meisel wurde für "Quirlix" und "6pack-cooler" ausgezeichnet. Isabel Wagner erhielt den Innovationspreis für drei Klebeprodukte aus nachwachsenden Rohstoffen. Alexa Lixfeld bekam einen Anerkennungspreis für ihre Beton-Rezeptur "Creacrete". Erstmals vergab die Stiftung auch einen Sonderpreis für funktionelle Mode.

Gewonnen hat Julia Spelten, die eine Kollektion mit integrierten Solarzellen entworfen hat. Susanne Wilmking und Jeffrey Dalton belegten mit einer multifunktionalen Kapuzenjacke den zweiten Platz. Den dritten Platz belegte Susanne Meyer-Götz mit einem neuartigen Kopfschmuck. Sabine Christiansen moderierte die Preisverleihung.

"Das Thema Nachhaltigkeit ist heute kaum mehr wegzudenken. Die Verwendung nachwachsender Rohstoffe, der Verzicht auf umweltschädliche Inhaltsstoffe sowie der Einsatz alternativer En-ergiequellen werden immer wichtiger. Diesen Trend haben deutsche Erfinder längst erkannt", so Marc Sommer, Vorstand der Arcandor AG und Vorsitzender des Stiftungsrats der Quelle Innovations-Stiftung.
Die Nutzung alternativer Energiequellen liegt auch Maria Hamprecht
(32) aus Odenthal am Herzen. Sie überzeugte den Stiftungsrat mit der Entwicklung ihrer "Solarleuchte sw°", die abends das Licht abgibt, das sie tagsüber speichert.
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Isabel Wagner (24) aus Lübeck wurde für die Entwicklung von drei essbaren Klebern aus nachwachsenden Rohstoffen wie Milchreis oder Schokolade prämiert. Auch Nadine Meisel (30) aus Grafenau erfand umweltfreundliche Produkte: sie erhielt den Innovationspreis für ihren handbetriebenen, batterielosen Quirlstab "Quirlix" und den "6pack-cooler", der Getränke ohne Strom und Batterien kühlt. Alexa Lixfeld (36) aus Hamburg erhielt einen Anerkennungspreis für ihre neuartige Beton-Rezeptur "Creacrete", mit der filigrane Produkte wie zum Beispiel Küchengeschirr hergestellt werden können.

Der Wettbewerb für funktionelle Mode, der unter Modedesign-Studenten und Jungdesignern ausgeschrieben wurde, soll jungen Kreativen die Möglichkeit geben, ihr schöpferisches Potential unter Beweis zu stellen. Den ersten Platz belegte Julia Spelten (26) aus Hamburg. Ihre Kollektion "JJ Soleil" ist mit großen, integrierten Solarzellen versehen. Mithilfe der gespeicherten Sonnenenergie können Handy, Laptop oder MP3-Player betrieben werden.

Susanne Wilmking (44) aus Berg und Jeffrey Dalton (47) aus Ventura, Kalifornien, gewannen mit ihrem "Hip Slung Hoodie", einer Kapuzenjacke, die auch als modisches Accessoire um die Hüften getragen werden kann, den zweiten Platz. Auf Platz drei befindet sich Susanne Meyer-Götz (31) aus Berlin. Ihre innovative Kopfbedeckung CHAPEAU kann auf mindestens zehn unterschiedliche Arten getragen werden.

Marc Sommer über den Sonderpreis: "Mode sollte nicht nur schön, sondern auch praktisch sein und dem Träger einen zusätzlichen Nutzen bieten", erklärt Marc Sommer, Vorsitzender des Stiftungsrats und Vorstand der Arcandor AG. "Bei der Auswahl der Gewinner ging es uns vor allem um die Funktionalität der Kleidungsstücke und den Einsatz neuer, innovativer Materialien."

Über die Quelle InnovationsInitiative

Ziel der Quelle InnovationsInitiative, die seit 2004 besteht, ist es, Einzelerfinder zu fördern, die Erfindermentalität zu stärken und damit Verantwortung für den Standort Deutschland zu übernehmen. Die Quelle InnovationsStiftung prämiert einmal im Jahr besonders gelungene, alltagstaugliche Erfindungen mit Preisen, die mit bis zu 20.000 Euro dotiert sind. Die InnovationsPartner GmbH berät private Erfinder. Das Institut für Warenprüfung (IfW) testet die Erfindungen und unterstützt deren Weiterentwicklung. Seit der Gründung gingen bei der Initiative über 4.100 Anmeldungen ein, 811 Erfinder erhielten Hilfestellung von der Initiative. 35 Erfinder wurden vom Stiftungsrat für ihre Ideen ausgezeichnet.

Manuela Proske | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.quelle.com

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