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Spitzenmedizin in Europa für Kinder und Jugendliche mit Krebs

02.04.2008
Wien koordiniert EU-Projekt "Forschen heilt Krebs" und erhält Auszeichnung

Die St. Anna Kinderkrebsforschung wird heute von der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) bei der Ehrung der "Austrian Champions in European Research" im Austria Center Vienna ausgezeichnet. Die Auszeichnung gilt allen österreichischen Koordinatoren, die bis jetzt im Siebten EU-Rahmenprogramm ihre Projekte erfolgreich gestartet haben.

Univ.-Prof. Helmut Gadner, Leiter der St. Anna Kinderkrebsforschung und ärztlicher Direktor des St. Anna Kinderspitals, koordiniert von Wien aus das Projekt "Forschen heilt Krebs". Dem Team gehören die in Bonn ansässige Deutsche Kinderkrebsstiftung, das St. Anna Kinderspital und die Otto Pammer Filmproduktion an. Gemeinsam soll mit der Förderung von 618.000 Euro durch das Siebte EU-Rahmenprogramm (RP7) die Erfolgsgeschichte der Kinder-Krebs-Heilkunde und -Forschung vermittelt werden.

Erfolgsgeschichte pädiatrische Onkologie
Bis zum März 2010 kommen vielfältige Maßnahmen zum Einsatz, wie ein eigenes Web-Portal, Fachtagungen, besondere Sport-Events mit ehemaligen Kinder-Krebspatienten und eine TV-Dokumentation. Komplexe Aspekte der Kinder-Krebs-Forschung sollen verständlich kommuniziert werden. Das Ziel besteht darin, Nicht-Betroffene zu informieren und sensibilisieren. Betroffene sollen die Aktionen als Signale der Hoffnung verstehen, die Mut machen.

Eine der größten Errungenschaften der medizinischen Forschung ist es, dass heute mehr als 75% der krebskranken Kinder und Jugendlichen geheilt werden können. Der Schlüssel zum Erfolg sind verbesserte Therapieoptionen, die internationale Vernetzung der Kinder-Krebs-Zentren und rasante Fortschritte in der Labor- und klinischen Forschung.

Rund 250 Kinder und Jugendliche erkranken in Österreich jährlich an Krebs. In Deutschland verzeichnet man pro Jahr etwa 2.000 neu diagnostizierte Fälle. Weltweit sind rund 250.000 Heranwachsende unter 15 Jahren betroffen. Am häufigsten erkranken die jungen Patienten an Leukämien (Blutkrebs), gefolgt von Hirntumoren sowie Lymphknotenkrebs.

Kontinuierliche Verbesserung durch kontinuierliche Finanzierung
"Wir können heute, je nach Erkrankung, etwa drei Viertel jener Kinder, die noch vor dreißig Jahren als unheilbar galten, langfristig heilen. Nur durch kontinuierliche intensive Forschung, sowohl im Labor als auch direkt am Patienten, werden wir in der Lage sein, noch mehr Kindern nachhaltig zu helfen, für die es leider derzeit noch keine Heilung gibt", so Univ.-Prof. Helmut Gadner. Stetige Verbesserungen für die jungen Patienten bedingen ein Verständnis in der Bevölkerung für den wachsenden Bedarf an Geldmitteln. Transparent gestaltete Wissenschafts-Kommunikation soll den Zusammenhang zwischen Forschung, steigenden Heilungschancen und deren Finanzierung näherbringen.
Zurück ins Leben nach der Krankheit
Die erforderliche Für- und Nachsorge der Betroffenen zu thematisieren, ist ebenso Projekt-Agenda. "Beim Wiedereinstieg in die Schule, bei der Arbeitssuche, im sozialen Miteinander werden die ehemaligen Patienten auf ihrem Weg zurück ins Leben oft blockiert und weiterhin wie Kranke behandelt", berichtet Jens Kort, Geschäftsführer der Deutschen Kinderkrebsstiftung. Der primäre Grund für die Ausgrenzung: man bezweifelt ihre physische und psychische Leistungsfähigkeit. "Wenn es uns gelingt, Verständnis dafür zu wecken, wie die notwendige nachhaltige Nachsorge gewährleistet, aber auch wie die soziale Reintegration der ehemaligen Patienten als in vielen Fällen geheilte und nunmehr gesunde Menschen verbessert werden kann, haben wir einen weiteren wichtigen Meilenstein gesetzt", so Univ.-Doz. Michael Dworzak, Oberarzt am St. Anna Kinderspital und Kinder-Krebsforscher.
Medien-Rückfragehinweis:
Sandra Brezina-Krivda
Öffentlichkeitsarbeit für "Forschen heilt Krebs"
St. Anna Kinderkrebsforschung
Kinderspitalgasse 6, 1090 Wien
Tel.nr.: +431/ 404-70-4450
Fax: +431/404-70-64450
Email: sandra.brezina-krivda@ccri.at

Sandra Brezina | St. Anna Kinderkrebsforschung
Weitere Informationen:
http://www.ccri.at/forschenheiltkrebs

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