Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ein bisschen wie der Oskar

26.03.2008
Nachwuchswissenschaftler des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik erhält BioMed Central-Forschungspreis 2007

Der britische Verlag BioMed Central hat am 19. März 2008 die besten wissenschaftlichen Arbeiten ausgezeichnet, die 2007 in seinen Zeitschriften veröffentlicht wurden. Den Preis für die beste biologische Arbeit erhielt Dr. Markus Ralser, Gruppenleiter am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin.

"Ich war nahe am Herzinfarkt, als sie den Brief öffneten", berichtet Ralser. "Die Verleihung der BioMed Central Research Awards hatte einen ähnlichen Ablauf wie eine Oskar-Verleihung. Nach einer Auswahlphase erstellte eine Jury eine Shortlist der drei besten Arbeiten, die 2007 in einer der Zeitschriften von BioMed Central publiziert wurden. Die Autoren wurden alle zur Preisverleihung nach London eingeladen, aber bis zum Öffnen des Umschlages wußte niemand von uns, wer wirklich gewonnen hatte."

Ralser wurde für seine Arbeit "Dynamic rerouting of the carbohydrate flux is key to counteracting oxidative stress" ausgezeichnet, die im Dezember 2007 im Journal of Biology erschienen ist. Gemeinsam mit Kollegen aus Berlin, Amsterdam und Salzburg beschreibt er darin einen molekularen Schalter, über den Zellen ihren Stoffwechsel umstellen können, um besser auf oxidativen Stress reagieren zu können.

... mehr zu:
»BioMed

Die beteiligten Wissenschaftler hoffen, dass ihre Erkenntnisse zur Entwicklung neuer Therapien gegen Erkrankungen wie Malaria, Alzheimer, Parkinson oder Krebs beitragen können. Neben dem Preis für biologische Forschung wurden zwei weitere Preise für medizinische Arbeiten vergeben. Die Preisträger erhielten eine Ehrenauszeichnung sowie ein Preisgeld von jeweils 5.000 $.

BioMed Central ist ein wissenschaftlicher Verlag in Großbritannien, der insgesamt 185 Open-Access-Fachzeitschriften publiziert. Dies bedeutet, dass alle seine Zeitschriften bzw. die darin veröfffentlichten Artikel für jeden kostenfrei und öffentlich im Internet zugänglich sind. Anfallende Kosten werden durch Gebühren gedeckt, welche die publizierenden Autoren selbst tragen. Die Veröffentlichungen werden jedoch einer ebenso strengen Qualitätskontrolle (Peer review) unterzogen, wie dies bei traditionellen Verlegern der Fall ist. Ziel von Open Access ist die allgemeine Verbreitung und Maximierung wissenschaftlichen Wissens.

Die prämierte Arbeit:
Ralser M, Wamelink MM, Kowald A, Gerisch B, Heeren G, Struys EA, Klipp E, Jakobs C, Breitenbach M, Lehrach H, Krobitsch S. Dynamic rerouting of the carbohydrate flux is key to counteracting oxidative stress. J Biol. 2007 Dec 21; 6(4): 10.

http://jbiol.com/content/6/4/10

Kontakt:
Dr. Patricia Marquardt
Max-Planck-Institut für molekulare Genetik
Ihnestr. 63-73
14195 Berlin
Tel.: +49 30 8413-1716
Fax: +49 30 8413-1671
E-Mail: patricia.marquardt@molgen.mpg.de

Dr. Patricia Marquardt | Max-Planck-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://open-access.net/
http://www.biomedcentral.com/researchawards/

Weitere Berichte zu: BioMed

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Gesundes Altern: Neues EU-Projekt zur menschlichen Leber
23.08.2017 | Universität Bielefeld

nachricht Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich
23.08.2017 | PFH Private Hochschule Göttingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Spot auf die Maschinerie des Lebens

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die Sonne: Motor des Erdklimas

23.08.2017 | Physik Astronomie

Entfesselte Magnetkraft

23.08.2017 | Physik Astronomie