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Bauhaus-Universität gewinnt Schinkel-Wettbewerb

14.03.2008
Ein Architekturstudent und ein Absolvent der Fakultät Bauingenieurwesen entwickelten preisgekröntes Tragwerk

Der renommierte Schinkelpreis im Fachgebiet Konstruktiver Ingenieurbau ging gestern an Andreas Krauß (25), Architekturstudent im 9. Fachsemester der Bauhaus-Universität Weimar sowie an Thomas Pahn (28), der 2006 sein Studium an der Fakultät Bauingenieurwesen der Bauhaus-Universität absolvierte und nun an der Uni Hannover promoviert.

Der Preis des 153. Schinkel-Wettbewerbs des Architekten- und Ingenieur-Vereins (AIV) zu Berlin ist mit 3.000 Euro dotiert. Die Jury vergab außerdem zwei weitere Schinkelpreise und zwei Sonderpreise an Teilnehmer der TU-Dresden, der Universität Kassel, der HafenCity Hamburg und Absolventen der BTU Cottbus.

Der Schinkel-Wettbewerb widmete sich in diesem Jahr der zweitgrößten Stadt des Landes Brandenburg, Cottbus. Die Teilnehmer waren aufgefordert, neue Wohnbaukonzepte für zentrumsnahe Angebotsflächen zu erarbeiten. Das Ziel war die Erstellung eines einheitlichen Rahmenkonzeptes, das strategische Ansätze für die Entwicklungsmöglichkeiten der Cottbuser Innenstadt und ihre Verbindung mit den umliegenden Stadtteilen aufzeigen sollte. Im Fachgebiet Bauingenieurwesen war die Aufgabe die Wiederherstellung der Leichhardt-Brücke als wichtige Verbindung der Cottbusser Altstadt zum Branitzer Park.

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Der Entwurf der Weimarer Teilnehmer zeigt ein "stützenfreies, elegant geschwungenes und schlankes Tragwerk, das die Spree überquert", heißt es in der Jury-Begründung. Das Tragwerk mit einer Stützweite von 53 m ist eine Stahlkonstruktion bestehend aus einem leicht überhöhten Gehwegdeck und einem asymmetrisch angeordneten Rohrbogen. Zusätzlich wurde ein Beleuchtungskonzept erarbeitet, um die Brückenkonstruktion auch nachts zu einem deutlich sichtbaren Bezugspunkt werden zu lassen.

Die Ausstellung mit allen 115 Arbeiten des diesjährigen Schinkel-Wettbewerbes wurde gestern Nachmittag im Foyer der Architekturfakultät der TU Berlin am Ernst-Reuter-Platz eröffnet. Die Schinkelpreisträger beantworteten vor Ort Fragen zu ihren Entwürfen. Die Schinkelpreise selbst wurden am Abend im Potsdamer Nikolaisaal im Rahmen des Schinkelfestes feierlich an die Wettbewerbsgewinner verliehen. Bis zum 28. März 2008, Mo. - Fr. von 13 -18 Uhr, können die prämierten Arbeiten besichtigt werden.

Der Schinkel-Wettbewerb des AIV zu Berlin ist der größte Förderwettbewerb für junge Architekten und Ingenieure im deutschsprachigen Raum. Die Teilnehmer dürfen nicht älter als 35 Jahre sein. Der Ideenwettbewerb wird in den Fachgebieten Architektur, Städtebau, Landschaftsarchitektur, Verkehrswesen und Bauingenieurwesen ausgeschrieben. Um neue Kooperationsmöglichkeiten zu eröffnen, werden fachübergreifend Kunst, Innovation und Kooperation als gleich gestellte Fachsparten hervorgehoben. Weisen die eingereichten Arbeiten eine hohe Qualität auf, können in jeder der acht Fachsparten Schinkelpreise in Höhe von 3.000 Euro vergeben werden.

Der Schinkelwettbewerb wurde erstmalig 1855 mit staatlicher Förderung ausgeschrieben. Namhafte Schinkelpreisträger waren unter anderen Alfred Messel (entwarf später das Pergamon-Museum), Ludwig Hoffmann (Architekt der Krankenhäuser in Berlin-Buch), Prof. J.P. Schmidt-Thomsen (ehemaliger Präsident der Berliner Architektenkammer) und Christoph Mäckler (Architekt des Lindencorsos in Berlin).

Kontakt
Amélie Berthaud
Bauhaus-Universität Weimar
Universitätskommunikation
E-Mail: presse@uni-weimar.de
Tel: 0 36 43/58 11 71
Fax: 0 36 43/58 11 72

Claudia Weinreich | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-weimar.de

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