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Landesregierung startet Stipendienprogramm mit 3,1 Millionen Euro

11.03.2008
Pinkwart: Stipendien erleichtern begabten ausländischen Bewerbern Hochschulzugang und Studienerfolg

Die Landesregierung verbessert die Förderung ausländischer Studierender. Das Kabinett hat am heutigen Dienstag beschlossen, ein Stipendienprogramm aufzulegen: "Wir erleichtern begabten ausländischen Studierenden das Studium in Nordrhein-Westfalen und schaffen die besten Grundlagen für einen erfolgreichen Abschluss", sagte Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart. Dafür stellt die Landesregierung 3,1 Millionen Euro jährlich bereit. Die ersten Stipendien werden die Hochschulen im kommenden Jahr vergeben.

Die Stipendien richten sich an zwei Zielgruppen: zum einen an Studierende aus Schwellen- und Entwicklungsländern. Diese Stipendien gelten für ein komplettes Studium, kürzere Studienaufenthalte von zwei Monaten bis zu einem Jahr oder auch für Kombinationen aus Hochschul- und Praktikumssemestern. Hierfür stehen rund 2,5 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung, womit rund 200 Studierende gefördert werden können.

Die zweite Zielgruppe sind begabte junge Menschen aus Staaten, in denen keine direkte schulische Qualifikation zu deutschen Hochschulen erworben werden kann. Rund 100 Stipendien unterstützen jedes Jahr diese Studienbewerber, die notwendige Prüfung für eine Hochschulzugangsberechtigung abzulegen und sich darauf vorzubereiten. Dafür stehen rund 500.000 Euro zur Verfügung. Die Hochschule, die das Stipendium vergibt, muss zugleich einen Studienplatz garantieren.

Beide Programmbereiche wird das Innovationsministerium in Kürze ausschreiben. Die Hochschulen können sich mit eigenen Konzepten bewerben, über die anschließend in einem wettbewerblichen Verfahren jeweils Fachjurys entscheiden. Die Stipendien werden dann von den Hochschulen vergeben und verwaltet. Die Mittel werden frei durch die Entscheidung der Landesregierung aus dem vergangenen September, die sieben staatlichen Studienkollegs bis Ende 2010 auslaufen zu lassen. Diese Entscheidung stützt sich auf Empfehlungen des Landesrechnungshofs und der Kultusministerkonferenz.

André Zimmermann | idw
Weitere Informationen:
http://www.innovation.nrw.de

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