Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Marion Hammerl, Präsidentin des Global Nature Fund, gewinnt den renommierten internationalen Umweltpreis „Trophée de femmes"

10.03.2008
Marion Hammerl, Präsidentin des Global Nature Fund, gewinnt in Paris den renommierten internationalen Umweltpreis „Trophée de femmes“ der Yves Rocher Stiftung.

In Paris erhielt Marion Hammerl vergangenen Freitag den internationalen Umweltpreis für ihren weltweiten Einsatz zum Schutz von Seen und Feuchtgebieten. Drei Wochen zuvor war sie bereits mit dem nationalen Umweltpreis der Fondation Yves Rocher in Stuttgart ausgezeichnet worden.

Dass Frauen besonders sensibel gegenüber der fortschreitender Umwelt­verschmutzung und Naturzerstörung sind, sich oft ehrenamtlich engagieren und zahlreiche, wertvolle Initiativen in Gang bringen, ist bekannt. Die Umweltstiftung des Kosmetikherstellers Yves Rocher würdigt dieses Engagement von Frauen und hat in 2002 den Umweltpreis "Trophée de femmes" ins Leben gerufen, der mittlerweile in neun europäischen Ländern sowie Russland und Kanada verliehen wird.

Bereits vor drei Wochen erhielt Marion Hammerl für ihre Verdienste um das internationale Netzwerk Living Lakes den Umweltpreis der Fondation Yves Rocher für Deutschland. In der deutschen Jury sitzen die Zeitschriften natur+kosmos und "FÜR SIE", die den Preis auch als Medienpartner unterstützen. Vergangenen Freitag trafen sich nun die Gewinnerinnen aus elf Ländern im ehrwürdigen Institut de France in Paris zur Internationalen Auslobung des "Trophée de Femmes". Eine international besetzte Jury wählte aus den elf Preisträgerinnen die Gewinnerin aus. Keine leichte Aufgabe, wie Jaques Rocher, Präsident der Fondation Yves Rocher, betonte.

... mehr zu:
»Feuchtgebiet »Umweltpreis

Sechs der Frauen haben Projekte im Bereich der praktischen Umweltbildung ins Leben gerufen, wie Margarita aus St. Petersburg, die mitten in der Stadt einen ökologischen Erlebnisraum für umliegende Wohnsiedlungen geschaffen hat. Jenny und Anna aus Schweden - beide um die zwanzig Jahre alt - sind alarmiert über den Rückgang der Wälder im Norden Schwedens. Sie gründeten eine Internet-Stiftung zum Schutz der Primärwälder in Schweden und haben bisher über sechs Millionen Schwedische Kronen für Wiederaufforstung gesammelt. Helene, französisch stämmige Peruanerin, engagiert sich seit zehn Jahren für die Wiederaufforstung im peruanischen Amazonasgebiet Alto Mayo. Julia aus Zürich hat die Initiative Klima-Committment ins Leben gerufen, wo Bürger und vor allem die Schulen Tipps zum Energiesparen erhalten.

Den internationalen Yves Rocher Stiftungspreis "Trophée de femmes" erhielt Marion Hammerl für das Projekt Living Lakes. Die Jury würdigte damit ihren ehrenamtlichen Einsatz für den Seen- und Wasserschutz auf der globalen Ebene und in konkreten Projekten vor Ort. Neben dem Klimawandel gehört der Schutz unseres knapper werdenden Wassers und damit der Schutz von Seen- und Feuchtgebieten zu den größten Herausforderungen der Menschheit, denn weniger als 0,01% des Wassers auf der Erde sind als Oberflächensüßwasser frei verfügbar. Der restliche Wasseranteil auf unserem blauen Planeten ist entweder Salzwasser, in Polkappen gefroren oder Grundwasser tieferer Bodenschichten. Untersuchungen der Vereinten Nationen zeigen, dass bereits heute 1,7 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben und 2,5 Milliarden nicht über sanitäre Hygieneeinrichtungen wie Toiletten verfügen.

Mit dem vor zehn Jahren vom Global Nature Fund gegründeten Netzwerk Living Lakes haben Umweltschutzorganisationen die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen, gemeinsame Projekte zu starten und sich gegenseitig zu unterstützen. Marion Hammerl übernahm 2002 die Präsidentschaft des Global Nature Fund, einer internationalen Stiftung mit Sitz am Bodensee, die das Netzwerk koordiniert. Inzwischen sind 45 Seen und Feuchtgebiete, vertreten durch weltweit 55 Umwelt- und Naturschutzorganisationen Mitglied im Netzwerk. Marion Hammerl kennt sie alle persönlich und freut sich darüber, dass sich ein richtiges Familiengefühl entwickelt hat. Sie betont, dass es zwar relativ einfach ist ein Netzwerk einzurichten, aber ungleich schwieriger, die Partnerschaft mit Leben, sprich mit konkreten Aktivitäten, zu füllen. "Es ist toll mit so vielen engagierten Menschen zu arbeiten, die alle ein gemeinsames Ziel haben. Das Gefühl, nicht alleine zu sein und Gleichgesinnte auf der ganzen Welt zu haben, ist besonders wichtig, wenn es wieder mal schwierig wird und die negative Entwicklung einen zu überrennen droht", sagte Marion vor dem internationalen Kommittee der Fondation Yves Rocher.

Im September dieses Jahres treffen sich die Netzwerk-Mitglieder zur 12. internationalen Living Lakes Konferenz am Trasimeno See in Italien, um über die kulturellen Werte von Seen zu diskutieren und wie diese dazu beitragen können, Seen zu schützen. Außerdem wird das 10-jährige Bestehen von Living Lakes gefeiert.


Weitere Informationen:
Global Nature Fund,
Fritz–Reichle-Ring 4, 78315 Radolfzell, Germany,
Geschäftsführer Udo Gattenlöhner
Tel.: +49 (0) 77 32 - 99 95 - 0, Fax: +49 (0) 77 32 - 99 95 - 88;
E-Mail: gattenloehner@globalnature.org

Udo Gattenlöhner | Global Nature Fund
Weitere Informationen:
http://www.globalnature.org

Weitere Berichte zu: Feuchtgebiet Umweltpreis

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe
22.09.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Millionen für die Krebsforschung
20.09.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie