Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

1,7 Millionen EUR für Forschung an Viren und Bakterien

19.02.2008
BMBF fördert am UKM fünf Projekte in zwei bundesweiten Zoonose Forschungsnetzwerken

Viele gefährliche Infektionskrankheiten werden vom Tier auf den Menschen übertragen. Zu diesen als Zoonosen bezeichneten Erkrankungen gehören beispielsweise die durch Viren hervorgerufene Grippe und bakterielle Infektionen wie die Salmonellose.

Die Fragen, warum und wie ein Erreger vom Tier auf den Menschen überspringt und dort Krankheiten auslöst, sind noch weitgehend ungeklärt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert daher seit kurzem eine Reihe von bundesweiten Forschungsnetzwerken, die sich mit den Anpassungsvorgängen der Erreger befassen. Neue Erkenntnisse sind von zentraler Bedeutung, um künftig zoonotisch übertragene Krankheitserreger zu bekämpfen.

Die Infektionsforschung in Münster profitiert umfangreich von dieser Förderung: Annähernd 10 Prozent der insgesamt vom BMBF zur Verfügung gestellten Fördergelder gehen an Forschungsinstitute des Universitätsklinikum Münster. In einem Netzwerk zur Erforschung lebensmittelbedingter zoonotischer Infektionen durch Bakterien werden in Münster drei Projekte gefördert (Projektleiter: Prof. Dr. Helge Karch, Dr. Alexander Mellmann, Institut für Hygiene, und Prof. Dr. Dag Harmsen, Poliklinik für Parodontologie).

... mehr zu:
»BMBF »Virus

Ein weiteres Netzwerk zur Erforschung von Influenza-Viren, den Erregern der Virusgrippe, wird von Münster aus geleitet. Prof. Dr. Stephan Ludwig, der erst vor drei Jahren das Institut für Molekulare Virologie übernommen und die Influenza-Forschung in Münster etabliert hat, ist Koordinator des Netzwerks mit dem Namen „FluResearchNet“. Gemeinsam mit Prof. Dr. Johannes Roth, Leiter des neu eingerichteten Instituts für Immunologie wird Ludwig zwei Teilprojekte in diesem Netzwerk leiten.

„Die Koordination dieses ersten bundesweiten Influenza Forschungsnetzwerks am UKM bringt Münster in eine Vorreiterrolle im Kampf gegen diese Krankheitserreger und macht uns auch im Ausland sichtbar“, so Ludwig. Im Juni 2008 wird erstmals eine internationale Konferenz mit hochrangigen Virologen zum Thema Influenza in Münster stattfinden.

Die jüngste BMBF Förderung bedeutet, zusammen mit dem im vergangenen Jahr eingerichteten DFG Graduiertenkolleg 1409 „Pathogene und Oberflächen“ und dem BMBF Netzwerk „SkinStaph“, für die Infektionsforschung in Deutschland eine weitere Stärkung des Standortes Münster.

Simone Hoffmann | Universitätsklinikum Münster (UK
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-muenster.de/

Weitere Berichte zu: BMBF Virus

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Deutscher Mobilitätspreis geht an Projekt des KIT
29.06.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Umfangreiche Fördermaßnahmen für Forschung an Chromatin, Nebenniere und Krebstherapie
28.06.2017 | Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Designte Proteine gegen Muskelschwund

29.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Benzin und Chemikalien aus Pflanzenresten

29.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Hochleitfähige Folien ermöglichen großflächige OLED-Beleuchtung

29.06.2017 | Energie und Elektrotechnik