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Hochtechnologie ist weiblich

23.01.2008
Weitere Amelia-Earhart-Fellowship-Awards für Stuttgarter Luft- und Raumfahrtingenieurinnen

Der ZONTA CLUB Stuttgart zeichnet auch in diesem Jahr drei Doktorandinnen aus dem Bereich der Luft- und Raumfahrttechnik der Universität Stuttgart aus. Am Freitag, den 1. Februar 2008 wird Zonta International, ein weltweiter Zusammenschluss berufstätiger Frauen, mit jeweils 10.000 USD dotierte Amelia-Earhart-Fellowship Awards an die Ingenieurinnen Diane Lauffer, Sabine Klinkner und Birgit Lenz übergeben. Die jährlich weltweit vergebenen Awards sollen die Forschungsarbeit junger Wissenschaftlerinnen der Luft- und Raumfahrttechnik sowie verwandter Gebiete unterstützen und sie motivieren.

Der Förderpreis ist nach der Luftfahrtpionierin Amelia Earhart benannt, die 1932 als erste Frau im Alleinflug den Atlantik überquerte. Er wird jedes Jahr weltweit an 35 junge Wissenschaftlerinnen aus dem Bereich der Luft- und Raumfahrttechnik verliehen und soll die Frauen ermutigen, ihren eigenen Weg zu gehen und ihre beruflichen Interessen und Fähigkeiten auch und gerade in von Männern dominierten Berufszweigen einzubringen. Erste Preisträgerin des Zonta Clubs Stuttgart war im Jahr 1979 die frühere Stuttgarter Professorin und jetzige Präsidentin der Universität Hamburg, Monika Auweter-Kurtz. Seitdem gingen 22 Auszeichnungen an Forscherinnen der Uni Stuttgart.

Die Preisverleihung findet im Hotel Royal, Sophienstraße 35, um 19.00 Uhr statt. Den Festvortrag hält die Gleichstellungsbeauftragte der Universität Stuttgart, Dr. Karin Thöne. Die Preise überreicht Luisella Realini (Lugano) von Zonta International.

Innovative Technologien aus Stuttgart

Mit ihrer Forschung treiben die drei Nachwuchswissenschaftlerinnen zukunftsträchtige Entwicklungen in der Luft- und Raumfahrttechnik voran. Die 31jährige Diane Lauffer erhält den Amelia-Earhart-Preis bereits zum zweiten Mal. Die frühere Mitarbeiterin des Insituts für Thermodynamik der Luft- und Raumfahrt der Universität Stuttgart, die inzwischen in der Industrie tätig ist. beschäftigt sich mit der Energiegewinnung aus Gasturbinen und widmet sich in ihrer Dissertation der hierfür erforderlichen Kühlung von Brennkammerbauteilen. Ihre Kollegin Sabine Klinkner (32) beteiligt sich am Institut für Raumfahrtsysteme der Universität Stuttgart an der Entwicklung eines Präzisionsgetriebes für ein spezielles Kleinfahrzeug, den sogenannten Rover Nanokhod, der für die Erkundung von planetaren Oberflächen eingesetzt wird. Die 26jährige Birgit Lenz arbeitet seit 2005 im Rahmen des Graduiertenkollegs am Institut für Aerodynamik und Gasdynamik. Sie untersucht die aero- und thermodynamische Auslegung eines Scramjet-Antriebs für zukünftige Raumtransportsysteme. Hierbei handelt es sich um ein neuartiges Überschall-Triebwerk, das im Gegensatz zu herkömmlichen Raketenantrieben den zur Verbrennung notwendigen Sauerstoff aus der Umgebungsluft bezieht und somit wesentliche Mengen an Treibstoffgewicht einspart.

Unterstützung für Frauen in Beruf und Gesellschaft

Zonta International, 1919 in Buffalo (New York) gegründet, zählt rund 35.000 Mitglieder in 71 Ländern. Der Name Zonta ist der Sprache der Sioux Indianer entlehnt und bedeutet ehrenhaft handeln, vertrauenswürdig und integer sein. Die Gründerinnen wählten ihn als Anspruch an das eigene Handeln. Die wichtigsten Ziele sind die Verbesserung der gesetzlichen, politischen, wirtschaftlichen und beruflichen Position der Frau und die Förderung des gegenseitigen Verstehens. Hilfeleistungen erfolgen im Rahmen internationaler, nationaler und örtlicher Projekte durch persönlichen und materiellen Einsatz. Seit 1945 ist Zonta International als NGO bei den Vereinten Nationen vertreten und hat beratenden Status bei ECOSOC, UNESCO, UNICEF, UNIFEM, ILO und dem Europarat.

Ursula Zitzler | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-stuttgart.de/

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