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Schader-Preis 2008 an Klaus von Beyme

11.01.2008
Der Heidelberger Politikwissenschaftler Klaus von Beyme erhält den Schader-Preis 2008. Mit dem Schader-Preis zeichnet die Darmstädter Schader-Stiftung Gesellschaftswissenschaftler aus, die durch ihre wissenschaftliche Arbeit und ihr öffentliches Wirken wichtige Beiträge für die Lösung gesellschaftlicher Probleme geleistet haben.
Der Preis ist eine der bedeutendsten Auszeichnungen für Gesellschaftswissenschaftler in Deutschland und wird am 8. Mai 2008 in einem Festakt in Darmstadt verliehen.

Mit Prof. Dr. Klaus von Beyme würdigt die Schader-Stiftung einen der renommiertesten deutschen Politikwissenschaftler, der weit über sein eigenes Fach hinaus wirkt. Klaus von Beyme bearbeitete in seinen zahlreichen Büchern ein breites Spektrum von politischen Problemen moderner Gegenwartsgesellschaften. Im Mittelpunkt seines Interesses standen die Funktionsbedingungen und Entwicklungsprobleme parlamentarischer Demokratien.

In den letzten Jahren erschienen von im hierzu unter anderem die Bücher: "Der Gesetzgeber: Der Bundestag im Wandel" (1997), "Die parlamentarische Demokratie" (1999), "Parteien im Wandel" (2000) und "Die politische Klasse im Parteienstaat" (1993). In diesen Arbeiten verbindet Klaus von Beyme präzise Zeitdiagnose, theoretischer Reflexion und praktische Relevanz auf vorbildliche Weise.

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Klaus von Beyme ist aber auch einer der ganz wenigen deutschen Politikwissenschaftler, die sich intensiv mit Fragen des Städtebaus und der Städteplanung, der Architektur und der Kunst beschäftigt haben. In den vergangenen zwanzig Jahren veröffentlichte er hierzu mehrere Bücher, die inzwischen als Standardwerke zur jeweiligen Thematik gelten: "Der Wiederaufbau. Architektur und Städtebaupolitik in den beiden Staaten" (1987), "Hauptstadtsuche" (1991), "Die Kunst der Macht und die Gegenmacht der Kunst" (1998) und "Das Zeitalter der Avantgarde. Kunst und Gesellschaft 1905-1955" (2005).

Klaus von Beyme war bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1999 fünfundzwanzig Jahre lang Lehrstuhlinhaber für Politikwissenschaft an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Außerdem hatte er Professuren an den Universitäten Tübingen und Frankfurt, sowie Gastprofessuren an den Universitäten Stanford, Melbourne und Paris. Er war unter anderem Vorsitzender der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft und Präsident der International Political Science Association, sowie Mitglied des Vorstandes der "Kommission für die Erforschung des sozialen und politischen Wandels in den neuen Bundesländern".

Der Schader-Preis wird jährlich von der Schader-Stiftung verliehen und ist mit 15.000 EUR dotiert. Preisgericht ist das Kuratorium der Stiftung. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem Franz-Xaver Kaufmann (2007), Gesine Schwan (2006), Ulrich Beck (2005), Bernd Raffelhüschen (2004), Hartmut Häußermann und Walter Siebel (2003), Fritz W. Scharpf (2002), Peter Graf Kielmansegg (2001), Meinhard Miegel (2000) und Renate Mayntz (1999).

Die Darmstädter Schader-Stiftung fördert die Gesellschaftswissenschaften und deren Dialog mit der Praxis.

Peter Lonitz | idw
Weitere Informationen:
http://www.schader-stiftung.de

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