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Ernst-Jung-Preis für Medizin 2008 geht an den Kölner Nephrologen Prof. Dr. med. Thomas Benzing

07.01.2008
Aus der Begründung der Jung-Stiftung zur Preisverleihung: "Das Auftreten eines Eiweißverlustes über die Nieren ist nicht nur mit einem Funktionsverlust dieser Organe verbunden, sondern führt bei erkrankten Patienten zu einer deutlich gesteigerten Sterblichkeit.

Erkenntnisse der letzten zehn Jahre haben gezeigt, dass eine besondere Zellpopulation im glomerulären Filter, die s. g. Podozyten, eine wichtige Rolle bei der normalen Funktion und bei der Entstehung der Proteinurie* haben. Der Nephrologe** Thomas Benzing hat sich mit den molekularen Mechanismen der Integrität der Filtrationsbarriere und den Fehlfunktionen einiger Moleküle und der damit auftretenden Proteinurie befaßt.

Er hat gezeigt, dass die Interaktion bestimmter Proteine erforderlich ist, damit Nieren normal funktionieren bzw. er hat deren Rolle bei der Entstehung der Proteinurie charakterisiert. Thomas Benzing hat damit einen wesentlichen Beitrag für das Verständnis der Funktion des glomerulären Filters und die Entstehung der Proteinurie geleistet und die Basis für zukünftige Therapiekonzepte entwickelt."

Prof. Dr. med. Thomas Benzing, Direktor der Klinik IV für Innere Medizin der Uniklinik Köln, teilt sich den mit 300.000 Euro dotierten Preis zu gleichen Teilen mit dem Freiburger Nephrologen Prof. Dr. med. Gerd Walz und Prof. Dr. rer. nat. Thomas Tuschl von der Rockefeller University, New York.
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»Nephrologe »Niere »Nierenerkrankung

Benzing und Walz untersuchen seit Jahren molekular-genetische Grundlagen von Nierenerkrankungen. Der neue genetische Ansatz des Kölner Nierenspezialisten Professor Benzing und seines Teams bringt heute bahnbrechende Erkenntnisse darüber, wie der Nierenfilter und seine 1 Million Nierenkörperchen (die Glomeruli) funktionieren.

Der Ernst-Jung-Preis für Medizin ist einer der renommiertesten Medizinpreise Deutschlands, auf der Liste der Preisträger stehen auch Nobelpreisträger. Erst einmal ging der Preis nach Köln, der Biochemiker Prof. Stoffel von der Uniklinik erhielt ihn 1990. Mit den Professoren Benzing und Walz erhielten zum ersten Mal Nephrologen den Ernst-Jung-Preis.

Am 9. Januar finden Pressekonferenz und Festakt zur Preisverleihung in Hamburg statt.

* Unter einer Proteinurie (Eiweißharnen) versteht man das Vorhandensein von mehr als 150 mg Eiweiß in einem Liter Harn, ein schwerwiegendes Zeichen für eine Nierenerkrankung.

** Die Nephrologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit der Diagnostik und der nichtchirurgischen Therapie von Nierenerkrankungen befasst.

Für Rückfragen:
Prof. Dr. med. Thomas Benzing
Tel.: 0221 478 4483
Email: thomas.benzing@uk-koeln.de
Sina Vogt
Leiterin Stabsstelle Kommunikation
Uniklinik Köln
Tel.: 0221 478 5548
Email: pressestelle@uk-koeln.de
Zur Pressekonferenz und Preisverleihung: Ernst-Jung-Stiftung
Tel.: 040 880 80 51
Jung-stiftung@t-online.de

Sina Vogt | idw
Weitere Informationen:
http://www.jung-stiftung.de

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