Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kurzumtriebsplantagen: Förderung europäischer Forschungsprojekte

04.01.2008
FNR und europäische Partner starten gemeinsamen Aufruf

Im Rahmen des ERA-NET Bioenergy fördert die FNR deutsche Forschungseinrichtungen und Unternehmen bei länderübergreifenden Projekten zum Thema Kurzumtriebsplantagen (KUP). Bis zum 1. April 2008 können Anträge eingereicht werden.

Der Rohstoff Holz spielt traditionell die wichtigste Rolle bei der Nutzung von Biomasse als Energieträger. Die steigende Nachfrage und möglicherweise daraus folgenden Angebotsengpässe bieten jedoch Anlass, Alternativen zur Verwendung von Waldrestholz und anderen bekannten Potentialen zu erschließen.

Kurzumtriebsplantagen könnten künftig eine solche Rohstoffquelle darstellen. Ihr Anbau ist jedoch in vielen europäischen Ländern noch überwiegend auf nichtkommerzielle Bereiche beschränkt. Es besteht noch F&E-Bedarf z.B. hinsichtlich besonders leistungsfähiger Klone oder einer tragfähigen Logistikkette.

Der aktuelle Aufruf konzentriert sich auf drei Themenfelder: die Züchtung geeigneten Pflanzenmaterials, die Verbesserung der Wertschöpfungskette und die Berücksichtigung von Umweltaspekten. Bis zum 1. April können deutsche Forschungseinrichtungen und Unternehmen entsprechende Projektanträge bei der FNR einreichen. In jedem Projekt müssen Einrichtungen aus mindestens zwei der an dem Aufruf beteiligten Länder (Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Schweden) kooperieren.

Im Unterschied zu vorangegangenen ERA-NET Bioenergy Aufrufen können sich jedoch zusätzlich auch Partner aus anderen Länder beteiligen, sofern sie sich selbst um Förderung bemühen. Alle Anträge werden durch eine internationale Jury bewertet. Ausschlaggebend für die Entscheidung sind die jeweiligen nationalen Förderkriterien; für deutsche Teilprojekte gilt das Förderprogramm "Nachwachsende Rohstoffe" der FNR.

Die Projekte mit einer Laufzeit bis zu 36 Monaten starten voraussichtlich ab Juli 2008.

Details zum Antrags- und Bewilligungsverfahren gehen aus der Bekanntmachung hervor, die unter www.eranetbioenergy.net, abgerufen werden kann. Potenzielle Projektnehmer werden gebeten, die aktuellen Anforderungen der FNR an Projektskizzen zu berücksichtigen. Ansprechpartner ist Karen Görner (k.goerner@fnr.de).

Das Netzwerk ERA-NET Bioenergy - Mitglieder sind Projektträger und Ministerien aus Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich und Schweden - koordiniert seit 2005 die Bioenergieforschung im europäischen Raum.

Karen Görner

Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) e.V. fördert im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) Forschung, Entwicklung und Markteinführung zu nachwachsenden Rohstoffen. 66 Mitglieder aus Bundes- und Landesministerien und Interessensverbänden geben die Schwerpunkte der Arbeit vor. Umgesetzt werden sie von mittlerweile 53 FNR-Mitarbeitern im mecklenburgischen Gülzow.

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)
Hofplatz 1
18276 Gülzow
Tel.: 03843/69 30-0
Telefax: 03843/69 30-102
e-Mail: info@fnr.de
V.i.S.d.P.: Dr.-Ing. Andreas Schütte
Nr. 563 vom 4. Januar 2008

Dr. Torsten Gabriel | idw
Weitere Informationen:
http://www.fnr.de

Weitere Berichte zu: ERA-NET FNR Kurzumtriebsplantage Rohstoff

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)
26.05.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Neues Helmholtz-Institut in Würzburg erforscht Infektionen auf genetischer Ebene
24.05.2017 | Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Latest News

How herpesviruses win the footrace against the immune system

26.05.2017 | Life Sciences

Water forms 'spine of hydration' around DNA, group finds

26.05.2017 | Life Sciences

First Juno science results supported by University of Leicester's Jupiter 'forecast'

26.05.2017 | Physics and Astronomy