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Bedeutend für die Katalyseforschung

27.07.2011
Münsterscher Chemiker Prof. Dr. Frank Glorius erhält Auszeichnung in Schanghai / "OMCOS-Award" würdigt Forschungsergebnisse im Bereich Organometallchemie

Prof. Dr. Frank Glorius vom Organisch-Chemischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster erhält eine internationale Auszeichnung, den "OMCOS-Award". Damit werden seine herausragenden Forschungsergebnisse im Bereich Organometallchemie gewürdigt.

Organometallverbindungen zeichnen sich durch Bindungen zwischen Kohlenstoff und Metallen aus. Sie sind zum Beispiel für die Katalyseforschung und die Synthesechemie von zentraler Bedeutung, spielen also eine wichtige Rolle bei der Herstellung von chemischen Verbindungen. Frank Glorius nimmt die mit 5000 US-Dollar dotierte Auszeichnung am Mittwoch, 27. Juli, bei der OMCOS-Tagung in Schanghai (China) entgegen.

OMCOS ("IUPAC international Symposium on Organometallic Chemistry Directed Towards Organic Synthesis") ist ein Symposium, das von der Internationalen Union für reine und angewandte Chemie (IUPAC) alle zwei Jahre an wechselnden Orten weltweit veranstaltet wird. Es bringt regelmäßig mehr als 1000 internationale Chemiker aus Hochschule und Industrie zusammen, die ihre neuesten Ergebnisse im Bereich der Organometallchemie präsentieren und diskutieren.

Die Arbeitsgruppe von Frank Glorius beschäftigt sich mit der Entwicklung neuer Katalysemethoden. Ziel ist es, wertvolle Produkte ressourcenschonend und effizient auf neuen Synthesewegen herzustellen, beispielsweise für die pharmazeutische Industrie und die Pflanzenschutzindustrie. Katalyse ermöglicht dabei die Aktivierung und Nutzung von reaktionsträgen Molekülen, die ansonsten in chemischen Reaktionen kaum verwertbar sind. Insbesondere setzen Chemiker dieses Verfahren zur Aktivierung von Kohlenstoff-Wasserstoff-Bindungen ein.

Frank Glorius begann nach einem Postdoktorat an der Harvard-Universität, USA, seine Karriere als unabhängiger Forscher am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr, gefolgt von einer Professur an der Universität Marburg ab 2004. Seit 2007 forscht und lehrt der 38-jährige Wissenschaftler als Lehrstuhlinhaber an der Universität Münster. Frank Glorius hat neben anderen Auszeichnungen bereits im Jahr 2006 den renommierten Alfried-Krupp-Förderpreis für junge Hochschullehrer erhalten. 2010 wurde er mit einer prestigeträchtigen europäischen Förderung ausgezeichnet, dem "ERC Starting Grant".

Dr. Christina Heimken | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-muenster.de/

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