Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil hat die besten Gründerteams prämiert

29.07.2010
Sieger und Ergebnisse des Münchener Business Plan Wettbewerbs 2010

Mit der Prämierung der drei besten Gründerteams fand das Wettbewerbsjahr 2010 des Münchener Business Plan Wettbewerbs am 28. Juli den feierlichen Abschluss. Der MBPW 2010 war mit insgesamt 253 Teilnehmer-Teams und über 2.300 Veranstaltungs-Besuchern einer der erfolgreichsten Jahrgänge.

In der finalen Stufe 3 des MBPW 2010 reichten 57 Teams ihre vollständigen Businesspläne ein. Fast 90 Prozent entwickelten technologiebasierte Konzepte, in den Branchen Chemie/Biologie/Life Science, Elektronik, Maschinenbau sowie Information und Kommunikation. Neun Teams wurden in der abschließenden Stufe 3 nominiert.

Die Prämierungsfeier mit rund 400 Gästen richtete der MBPW gemeinsam mit der LfA Förderbank Bayern aus. Wirtschaftsminister Martin Zeil betonte: "Der Münchener Business Plan Wettbewerb ist für uns die zentrale Institution für die Unterstützung von Technologie-Gründungen in Südbayern. Er soll Start-ups in Zukunft noch intensiver, professioneller und zielgerichteter bei ihren Schritten zur Marktreife begleiten."

Gerd Rometsch, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der LfA Förderbank Bayern, zeigte sich erfreut über das hohe Technologie-Potenzial der Teilnehmer: „Bei den drei Siegern, aber auch vielen weiteren Teams wird deutlich, wie innovativ die südbayerischen Gründer sind. Mit einem fundierten Businessplan und einer durchdachten Finanzplanung wurden im Laufe des MBPW aus den Ideen Unternehmen mit großen Marktchancen.“

Die drei Siegerteams kommen aus den Branchen Maschinenbau und Chemie/Biologie/Life Science.

Die MWM Maschinenwerk Misselhorn GmbH auf Platz 1 widmet sich der umweltfreundlichen Stromerzeugung aus Wärmeenergie. Mit einer völlig neuen Antriebseinheit ist es erstmals möglich, Abwärme aus Industrieprozessen und geothermischen Anlagen auch auf niedrigem Temperaturniveau zur Energieerzeugung zu nutzen. Hinter dem jungen Unternehmen steckt eine innovative Familiengeschichte: im Team sind zwei Generationen der Familie Misselhorn vertreten, Geschäftsführer ist der Neffe des Erfinders.

Die Geschäftsidee von dynamic biosensors auf Platz 2 entstand aus einer mehrjährigen Forschungskooperation zwischen der TU München und Fujitsu laboratories ltd in Japan. Die dabei entwickelte Messmethode verbessert die Möglichkeiten zur Analyse von Proteinen, unerlässlich z.B. in der pharmazeutischen Wirkstoffforschung.

Die Sheet Cast Technologies GmbH auf Platz 3 wendet sich an Automobilhersteller. Ihre Leichtbau-Verbundbremsscheibe ist besonders leistungsfähig, dabei aber einfach und kostengünstig auch in Großserien herzustellen. Das Team hat bereits vorher ein Unternehmen gegründet und will seinen Prototyp noch dieses Jahr bei einem Autobauer einsetzen.

Mit der Prämierung der Sieger endet die Wettbewerbssaison 2010. Ganzjährig bietet der MBPW innovativen Gründern und jungen Unternehmen in Südbayern eine intensive Begleitung an. Besonders beim Thema Kapitalsuche gibt es gerade im Moment großen Bedarf. „Viele Gründer haben zwar eine gute Idee, verstehen aber die Mechanismen des Kapitalmarkts noch nicht gut genug“, so Dr. Carsten Rudolph, Geschäftsführer des MBPW. „Wir helfen dabei, die richtige Art von Investoren zu finden und die gezielte Ansprache vorzubereiten.“ Im Finanzierungsnetzwerk des MBPW gibt es nicht nur Venture Capital Gesellschaften und öffentliche Kapitalgeber, sondern auch privat investierende Business Angels, zu denen der Zugang für Gründer ohne Kontakte besonders schwierig ist. Ziel des MBPW ist es, Start-ups zu ermöglichen, ihr Unternehmen schneller erfolgreich aufzubauen.

Der 15. Münchener Business Plan Wettbewerb MBPW 2011 startet am 28. Oktober 2010.

Die Sieger des MBPW 2010

Gerne stellen wir Hintergrundinformationen und Fotos zur Verfügung und vermitteln Kontakte zu Teams.

1. Platz, dotiert mit 15.000 Euro
MWM Maschinenwerk Misselhorn
Geschäftsidee: Die Maschinenwerk Misselhorn GmbH hat eine Antriebseinheit entwickelt, mit der es möglich wird, Wärmeenergie auf niedrigem Temperaturniveau (insbesondere unter 100°C) effizient zu verstromen. Dadurch kann bisher ungenutzt verpuffende Wärmeenergie aus Industrieprozessen oder geothermischen Anlagen wirtschaftlich rentabel verwertet werden. Möglich wird dies durch die Implementierung eines neuartigen, thermodynamischen Prozesses (Misselhorn-Prozess), der durch drei erteilte Patente geschützt ist und einen wesentlich höheren Wirkungsgrad als die bekannten Verfahren (ORC, Kalina) aufweist.
Team: Peter Dumitsch, Christian Freese, Ernst August Misselhorn, Jürgen Misselhorn,
Dr. Mark Misselhorn
Branche: Maschinenbau
Herkunft: Privatwirtschaftliches Unternehmen
2. Platz, dotiert mit 10.000 Euro
dynamic biosensors
Geschäftsidee: dynamic biosensors entwickelt eine neuartige Messmethode für die Proteinanalytik. Der Vorteil der Methode besteht darin, dass Proteine in einer Messung detektiert und zudem ihre Konformationen bestimmt werden können – und das labelfrei, parallel und in Echtzeit. Dies ermöglicht ein besseres Verständnis der Funktionsweise von Proteinen, beispielsweise in der pharmazeutischen Wirkstoffforschung.

dynamic biosensors bietet Dienstleistungen basierend auf dieser Messmethode an. Nach erreichter Produktreife wird in 2011 mit dem Vertrieb von Messgeräten und den zugehörigen Biochips begonnen.

Team: Kenji Arinaga, Dr. Jens Niemax, Dr. Ulrich Rant, Ralf Strasser
Branche: Chemie/Biologie/Life Science
Herkunft: TU München
3. Platz, dotiert mit 5.000 Euro
SHEET CAST TECHNOLOGIES GmbH
Geschäftsidee: Die SHEET CAST TECHNOLOGIES GmbH stellte sich der Herausforderung, die Gewichts- und Performancevorteile mehrteiliger Bremsscheiben mit einfacher und kostengünstiger Herstellbarkeit zu kombinieren. Durch den Einsatz von radialelastischen Stahleinlegern, welche als Bestandteile des Sandkerns in die Sandform eingelegt werden, konnte eine einzigartige aber auch großserientaugliche Leichtbau-Verbundbremsscheibe entwickelt werden. Die Produktionskosten konnten im Vergleich zu anderen, auf Verschiebung basierenden Metall-Verbundbremsscheiben, halbiert werden; der Gewichtsvorteil ist konkurrenzlos.
Team: Karlheinz Herzog, Holger Lathwesen
Branche: Maschinenbau
Herkunft: Privatwirtschaftliches Unternehmen

Über den MBPW
Der MBPW ist die zentrale regionale Plattform für Gründung und Finanzierung von innovativen Unternehmen im Raum München und Südbayern. Hinter der Initiative stehen Wirtschaft, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Der Münchener Business Plan Wettbewerb ist einer der erfolgreichsten Business Plan Wettbewerbe weltweit. www.mbpw.de
PR-Kontakt
Min Hae Larissa Kiesel • MBPW GmbH • Agnes-Pockels-Bogen 1 • 80992 München
Telefon: 089 – 388 38 38 – 14 • Mobil: 0172 820 6100
Email: minhae.kiesel@mbpw.de

Min Hae Larissa Kiesel | MBPW
Weitere Informationen:
http://www.mbpw.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Innovationspreis 2017 der Deutschen Hochschulmedizin e.V.
24.04.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

nachricht EU-Förderung in Millionenhöhe für Regensburger Wissenschaftler
21.04.2017 | Universität Regensburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

„Microbiology and Infection“ - deutschlandweit größte Fachkonferenz in Würzburg

25.04.2017 | Veranstaltungen

Berührungslose Schichtdickenmessung in der Qualitätskontrolle

25.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bestrahlung bei Hirntumoren? Eine neue, verlässlichere Einteilung erleichtert die Entscheidung

26.04.2017 | Medizin Gesundheit

Nose2Brain – Effizientere Therapie von Multipler Sklerose

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Bauübergabe der ALMA-Residencia

26.04.2017 | Architektur Bauwesen