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Bayer-Stiftung vergibt renommierte Wissenschafts-Auszeichnung in Berlin

12.02.2010
Otto-Bayer-Preis für Pflanzen-Forscher Prof. Dr. Detlef Weigel
Anerkennung für Arbeiten auf dem Gebiet der Pflanzengenetik / Bayer-Chef Wenning fordert, gesamtes Spektrum an Innovationen zu nutzen, um Ernteerträge zu erhöhen / Mit 2,9 Milliarden Euro in 2010 weiterhin höchstes Forschungs- und Entwicklungsbudget der Branche in Deutschland

Prof. Dr. Detlef Weigel vom Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen ist mit dem Otto-Bayer-Preis 2010 ausgezeichnet worden. Der 48-jährige Forscher erhielt die renommierte Wissenschafts-Auszeichnung von der "Bayer Science and Education Foundation" für seine herausragenden Leistungen zum Verständnis der molekularbiologischen Grundlagen der Variabilität von Pflanzen.

Seine Forschungsergebnisse haben ein praktisches Ziel: voraussagen zu können, wie Wild- und Ackerpflanzen auf die sich zurzeit schnell verändernde Umwelt reagieren werden. Werner Wenning, Vorsitzender des Vorstands der Bayer AG, und Dr. Wolfgang Plischke, im Bayer-Vorstand verantwortlich für Innovation, Technologie und Umwelt, überreichten den mit 75.000 Euro dotierten Preis im Rahmen einer Festveranstaltung am 11. Februar 2010 in Berlin.

Wenning betonte, die Arbeiten von Prof. Weigel seien ein eindrucksvoller Beleg für den hohen Stand der naturwissenschaftlichen Forschung in Deutschland. Seine Ergebnisse seien vor allem für die Grundlagenforschung in dem wichtigen Bereich der Biotechnologie von großer Bedeutung: "Es gilt, das gesamte Spektrum der Möglichkeiten zu nutzen, um Ernten vor Krankheiten, Schädlingen, Unkraut und Umwelteinflüssen zu schützen, die Erträge zu erhöhen und die Eigenschaften der Pflanzen zu verbessern", so der Vorstandsvorsitzende.

In diesem Zusammenhang mahnte der Bayer-Chef eine Nutzung der Potenziale der grünen Gentechnik auch in Europa an: "Pflanzen stellen die Grundlage für die Ernährung der Menschen dar. Experten prognostizieren, dass bis 2050 mehr als neun Milliarden Menschen diesen Planeten bevölkern. Das bedeutet ein Wachstum von durchschnittlich 80 Millionen Menschen pro Jahr." Wenning forderte die Politik und die Gesellschaft auf, die benötigten technologischen Fortschritte, die die Folgen von Bevölkerungswachstum und Klimawandel mindern können, nicht abzulehnen.

Der Vorstandsvorsitzende kündigte zudem an, dass Bayer die Forschungs- und Entwicklungsausgaben auf Rekordniveau halten will: "Forschung ist bei Bayer seit jeher eine ganz wesentliche Triebkraft im Unternehmen". Für das Jahr 2010 soll sich das Forschungs- und Entwicklungsbudget auf rund 2,9 Milliarden Euro belaufen. "Dieser stolze Betrag steht für das größte Forschungs- und Entwicklungsbudget unserer Branche in Deutschland und für die dritthöchste Forschungsquote aller deutschen Unternehmen", sagte Wenning.

Bayer-Forschungsvorstand Plischke erläuterte bei der Preisvergabe die Entscheidung des Kuratoriums: "Professor Weigel ist ein exzellenter Entwicklungsbiologe, der sich immer wieder in die Tiefe neuer Arbeitsgebiete begibt und dabei im Neuland wissenschaftliche Maßstäbe setzt."

Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker, Generalsekretär der Human Frontier Science Program Organization und Vorsitzender des Stiftungskuratoriums, hob ebenfalls die Bedeutung des Forschungsgebietes des Preisträgers hervor: "Wie es die genetische Vielfalt allen Lebensformen erlaubt, sich an unterschiedlichste Umweltbedingungen anzupassen, ist eine zentrale Frage moderner Biologie. Die Antworten dazu werden viele Bereiche - von der Pflanzenzüchtung bis zur Humanmedizin - entscheidend voranbringen. Als Pionier auf diesem Gebiet nutzt Weigel in vorbildhafter Weise die beeindruckenden Fortschritte in der Genomforschung aus, um nützliche sowie auch scheinbar nachteilige Genvarianten aufzuspüren. Er erklärt uns, warum sich ein augenscheinlicher Nachteil unter geeigneten Umwelteinflüssen in einen großen Vorteil wandeln kann."

Der Otto-Bayer-Preisträger Prof. Dr. Detlef Weigel studierte Biologie und Chemie in Bielefeld und erhielt sein Diplom in Biologie an der Universität zu Köln. Auf die Promotion an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen im Jahr 1988 folgte ein Aufenthalt als Post-Doc am California Institute of Technology in Pasadena, wo er sich der Pflanzenbiologie zuwandte. Als Assistant und später Associate Professor leitete er von 1993 bis 2002 eine Arbeitsgruppe am Salk Institute for Biological Studies in La Jolla (Kalifornien). Im Jahr 2002 nahm er den Ruf zum Direktor der neu gegründeten Abteilung für Molekularbiologie am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen an. Neben weiteren Auszeichnungen erhielt Weigel im Jahr 2007 den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft und ist gewähltes Mitglied der Akademie der Naturforscher Leopoldina sowie der US National Academy of Sciences.

Mit dem Otto-Bayer-Preis werden Wissenschaftler geehrt, die wegweisende Forschungsbeiträge auf innovativen Gebieten der Biochemie und Chemie geleistet haben. Er wird bereits seit 1984 im Andenken an den Preisstifter und Erfinder der Polyurethan-Chemie, Prof. Dr. Otto Bayer, verliehen. Der 1982 verstorbene ehemalige Forschungsleiter der Bayer AG (nicht verwandt mit dem Firmengründer) förderte einen intensiven Kontakt zu den Hochschulen und unterstützte die universitäre Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Der Preis wird von der "Bayer Science & Education Foundation" vergeben. Diese Stiftung verfolgt als vorrangige Ziele die Ehrung herausragender Forschungsleistungen, die Förderung wissenschaftlicher Talente und die Unterstützung bedeutender, naturwissenschaftlicher Schulprojekte. Im inhaltlichen Fokus der Fördertätigkeiten stehen die Naturwissenschaften und die Medizin. Herausragende Forschungsleistungen honoriert die Stiftung im jährlichen Wechsel mit dem Otto-Bayer-Preis und dem Familie-Hansen-Preis, die mit jeweils 75.000 Euro dotiert sind. Im Jahr 2008 hat die Stiftung als dritten Wissenschaftspreis den - mit 50.000 Euro dotierten - "Bayer Climate Award" ins Leben gerufen. Mit dieser international einmaligen Auszeichnung werden herausragende Arbeiten auf dem interdisziplinären Gebiet der Klima- und Klimafolgenforschung ausgezeichnet. Im Jahr 2009 hat die Stiftung ihr Programm mit dem "Bayer Early Excellence in Science Award" ergänzt. Drei Auszeichnungen - jeweils mit 10.000 Euro dotiert - werden jährlich in den Kategorien Chemie, Biologie und Materialien vergeben, um talentierte Nachwuchswissenschaftler in der frühen Phase ihrer akademischen Laufbahn zu unterstützen.

Bayer: Science For A Better Life

Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Gebieten Gesundheit, Ernährung und hochwertige Materialien. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen den Menschen nützen und zur Verbesserung ihrer Lebensqualität beitragen. Gleichzeitig schafft Bayer Werte durch Innovation, Wachstum und eine hohe Ertragskraft. Der Konzern bekennt sich zu den Prinzipien des Sustainable Developments und zur Rolle eines sozial und ethisch verantwortlich handelnden "Corporate Citizen". Ökonomie, Ökologie und soziales Engagement sind gleichrangige Ziele innerhalb der Unternehmenspolitik. Im Geschäftsjahr 2008 erzielte Bayer mit 108.600 Beschäftigten einen Umsatz von 32,9 Milliarden Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 2,0 Milliarden Euro und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 2,7 Milliarden Euro. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter http://www.bayer.de.

Hinweis an die Redaktionen:
Bildmaterial kann per Download aus dem Internet unter http://www.presse.bayer.de abgerufen werden.
Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite http://www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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