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Bakteriologie - Hochdotierter Preis vergeben

09.09.2013
FRANZÖSISCHE BAKTERIOLOGIN MIT 750.000 SCHWEIZER FRANKEN-PREIS GEEHRT

BEKANNTGABE DER BALZAN PREISTRÄGER 2013

Preisträger aus vier Fachgebieten erhalten je 750.000 Schweizer Franken (zirka EUR 610.000).

Die Preisträger müssen die Hälfte des Preisgeldes für die Finanzierung von Forschungsprojekten verwenden.

Heute wurden in Mailand die Namen der Balzan Preisträger 2013 bekannt gegeben:

Pascale Cossart (Frankreich), Institut Pasteur, Paris, für Infektionskrankheiten: Grundlagenforschung und klinische Aspekte

André Vauchez (Frankreich), Université de Paris Ouest Nanterre, für Geschichte des Mittelalters Manuel Castells (Spanien), University of Southern California (USA), für Soziologie Alain Aspect (Frankreich), École Polytechnique, Palaiseau, für Quanteninformatik:

Mechanismen und Kommunikation.

Das Profil der Preisträger und die Begründungen für die Auszeichnungen, die am 15. November in Bern verliehen werden, wurden von Mitgliedern des Preisverleihungskomitees der Internationalen Balzan Stiftung "Preis" am Sitz der Stiftung Corriere della Sera dargelegt:

Peter Suter (Emeritierter Professor für Medizin der Universität Genf; Vizepräsident der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften) begründete die Vergabe des Preises für Infektionskrankheiten: Grundlagenforschung und klinische Aspekte an Pascale Cossart wie folgt:

"Für ihre bahnbrechenden Entdeckungen auf dem Gebiet der Molekularbiologie pathogener Bakterien und deren Interaktionen mit Wirtszellen. Diese Forschungsergebnisse haben das Verständnis der grundlegenden Mechanismen von Infektionskrankheiten entscheidend verbessert und neue Wege zu ihrer Bekämpfung aufgezeigt".

Karlheinz Stierle (Emeritierter Professor für Romanische Literaturen und Allgemeine Literaturwissenschaft der Universität Konstanz; Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften) begründete die Vergabe des Preises für Geschichte des Mittelalters an André Vauchez folgendermaßen:

"Für seine wegweisenden Studien zur mittelalterlichen Spiritualität besonders in Frankreich und Italien und ihrer Verwurzelung in der mittelalterlichen Alltagswelt, für seine Studien zur Sakralisierung des Raums und der Zeit, für seine Beiträge zur Erforschung weiblicher Frömmigkeit, für seine aus souveräner Kenntnis hervorgegangene meisterhafte Darstellung von Leben, Werk und Wirkung des Franziscus von Assisi".

Dominique Schnapper (Forschungsdirektorin an der École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris; Ehrenmitglied des französischen Verfassungsrats) begründete die Vergabe des Preises für Soziologie an Manuel Castells wie folgt:

"Für seine weitgespannten und einfallsreichen Reflexionen über die Folgen der großen technologischen Umwälzungen unserer Zeit: der digitalen Revolution und der tiefgreifenden sozialen und politischen Herausforderungen, die aus den sich entwickelnden Kommunikations- und Informationstechnologien auf der Basis von Informatik, Mikrotechnik und Internet hervorgegangen sind, für seinen Entwurf einer allgemeinen Theorie der globalen Informationsgesellschaft, die auf der Grundlage dieser Technologien entstand".

Luciano Maiani (Ordentlicher Professor für Theoretische Physik an der Universität La Sapienza, Rom; Mitglied der Accademia Nazionale dei Lincei, Rom, und der Accademia Nazionale delle Scienze detta dei XL, Rom) begründete die Vergabe des Preises für Quanteninformatik: Mechanismen und Kommunikation an Alain Aspect folgendermaßen:

"Für seine wegweisenden Experimente, welche die Quantenmechanik eindrucksvoll gegenüber Theorien lokaler verborgener Variablen bestätigen. Seine Forschungen haben den Weg für die experimentelle Kontrolle verschränkter Quantenzustände geebnet, was für die Quanteninformatik von größter Bedeutung ist".

Der Präsident des Preisverleihungskomitees, Professor Salvatore Veca, gab die Themen für die Preisausschreibung 2014 bekannt:
- Klassische Archäologie
- Erkenntnistheorie
- Mathematik (reine oder angewandte)
- Pflanzen- und Waldökologie
Die Preissumme der vier Balzan Preise beträgt auch 2014 wieder je 750.000 Schweizer Franken (zirka EUR 610.000).

2014 wird auch der Balzan Preis für Humanität, Frieden und Brüderlichkeit unter den Völkern im Wert von einer Million Schweizer Franken verliehen werden.

Die Preisgebiete der Internationalen Balzan Stiftung variieren jedes Jahr, um besonders innovative Forschung auf den Gebieten der Geistes- und Sozialwissenschaften, der Kunst sowie den Naturwissenschaften, der Physik, Mathematik und Medizin zu würdigen, die im Gegensatz zu traditionellen Wissenschaftsgebieten oftmals spezieller und interdisziplinärer ausgerichtet sind. Die Preisträger müssen die Hälfte des Preisgeldes für die Finanzierung von Forschungsprojekten verwenden, die vorzugsweise von jungen Wissenschaftlern und Forschern durchgeführt werden.

Die Internationale Balzan Stiftung wurde im Jahr 1957 gegründet und hat ihre Sitze in zwei Städten. Die Internationale Balzan Stiftung "Preis" in Mailand, unter dem Vorsitz des Botschafters Bruno Bottai, bestimmt durch das Preisverleihungskomitee die Fachbereiche und wählt die Kandidaten aus. Die Internationale Balzan Stiftung "Fonds" in Zürich, unter dem Vorsitz von Achille Casanova, verwaltet den Nachlass von Eugenio Balzan, mit dem Zweck, der Internationalen Balzan Stiftung "Preis" die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen.

Hier können Sie Informationen und Fotografien der Preisträger downloaden: www.balzan.org

Medienkontakte:
Deutsche und französische Schweiz
Kathrin Ott:
Balzan Stiftung "Fonds" - Zürich
T +41 44 201 48 22
balzan@balzan.ch
Deutschland und Österreich
Till Jelitto:
PR&D - Public Relations für Forschung & Bildung - Wien T +43 1 505 70 44 jelitto@prd.at

Dr. Katharina Schnell | PR&D
Weitere Informationen:
http://www.balzan.org

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