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Auszeichnung für zwölf internationale Nachwuchswissenschaftler

17.05.2011
John Templeton Award for Theological Promise auch für eine Heidelberger Doktorarbeit

Eine an der Ruperto Carola entstandene Dissertation gehört zu den zwölf Forschungsarbeiten, die in Heidelberg mit dem international ausgeschriebenen John Templeton Award for Theological Promise prämiert werden.

Die mit jeweils 10.000 US-Dollar dotierte Auszeichnung geht in diesem Jahr an Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus Europa und Nordamerika. Der Preis würdigt die Doktorarbeit oder die erste anschließende Buchveröffentlichung aus dem Themenbereich „Gott und Spiritualität“. Den Festvortrag bei der Preisverleihung am 20. Mai 2011 wird Prof. Dr. Wolfgang Huber halten, der frühere Bischof und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland. Nach der Veranstaltung stellen die Preisträger im Rahmen eines zweitägigen Kolloquiums neue Forschungsprojekte vor.

Aus Heidelberg wird Dr. Jörg Haustein mit dem John Templeton Award for Theological Promise ausgezeichnet. Er wurde mit einer Arbeit über „Writing Religious History. The Historiography of Ethiopian Pentecostalism“ an der Theologischen Fakultät der Ruperto Carola promoviert. Ihm geht es in seiner Dissertation neben der Erschließung der Geschichte der Pfingstbewegung in Äthiopien auch um die Frage, wie religionsgeschichtliche Forschung gerade die fiktionalen, politischen und ideologischen Aspekte historischer Erzählungen nutzen kann, um die Bildung und Aneignung religiöser Identitäten zu verstehen. Die weiteren Preisträger sind: Daniel Castelo (Seattle Pacific University), Jan Dietrich (Universität Leipzig), Jonathan Edelmann (Mississippi State University), Emiliano Fiori (Vrije Universiteit of Amsterdam), Benjamin King (University of the South, Sewanee), Donna Lazenby (Westcott House Theological College, Cambridge), Michael Legaspi (Phillips Academy, Andover), Nicholas Lombardo (Université de Fribourg), Candida Moss (University of Notre Dame), Andrew Radde-Gallwitz (Loyola University, Chicago) sowie Elisha Russ-Fishbane (Princeton University).

„Die John Templeton Foundation engagiert sich in der Forschungsförderung, besonders im Dialog zwischen Theologie, Religionswissenschaft und Naturwissenschaft“, betont Prof. Dr. Dr. Michael Welker, Geschäftsführender Direktor des Forschungszentrums für Internationale und Interdisziplinäre Theologie der Universität Heidelberg (FIIT). Den Preis vergibt das FIIT in Kooperation mit der amerikanischen Stiftung. Die Bewerbungen um die Auszeichnung kamen aus zwölf Ländern und zahlreichen Fachgebieten. Mit den ausgezeichneten Arbeiten sind die Fächer Altes Testament, Judaistik, Systematische Theologie, Kirchengeschichte, Religions- und Missionswissenschaften, Hermeneutik, Evolutionsbiologie und Literaturwissenschaft vertreten. 26 Gutachter aus 16 Ländern haben sie evaluiert. Zusätzlich zum Preisgeld stehen den Gewinnern in den kommenden zwei Jahren jeweils 10.000 Dollar zur Verfügung, die der Finanzierung von Einladungen zu wissenschaftlichen Vorträgen an Universitäten weltweit dienen.

Die öffentliche Preisverleihung in englischer Sprache findet am Freitag, 20. Mai 2011, in der Aula der Alten Universität, Grabengasse 1, statt und beginnt um 16.00 Uhr. Der Titel des Festvortrags von Prof. Dr. Wolfgang Huber lautet „The Dignity of the Different: Christian Ethics in a Pluralistic World“; Prof. Huber wirkte von 1993 bis 2009 als Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und war von 2003 bis 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland. Weitere Informationen zum John Templeton Award for Theological Promise können im Internet unter http://www.fiit.uni-heidelberg.de/award abgerufen werden.

Kontakt:
Prof. Dr. Dr. Michael Welker
Forschungszentrum für Internationale und Interdisziplinäre Theologie (FIIT)
Telefon (06221) 54-3356
mw@uni-hd.de
Kommunikation und Marketing
Pressestelle, Telefon (06221) 54-2311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de

Marietta Fuhrmann-Koch | idw
Weitere Informationen:
http://www.fiit.uni-heidelberg.de/award

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