Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Auszeichnung für Prof. Klaus Gerwert in Hangzhou: ICCSB-Award erstmals an einen Ausländer

05.11.2010
Protonentransfer mit hoher Auflösung geklärt

Prof. Dr .Klaus Gerwert, Inhaber des Lehrstuhls Biophysik der RUB und Direktor am Max-Planck-Partner Institut in Shanghai, wurde für seinen Beitrag bei der International Conference on Computational and Systems Biology (ICCSB) Ende Oktober 2010 in Hangzhou (China) mit dem ICCSB Award ausgezeichnet. Gerwert ist der erste Ausländer, der diesen Preis erhalten hat.

In seinem Vortrag ging es um eine Studie, bei der es mittels spektroskopischen Methoden und Computersimulationen gelungen war, den Protonentransfer über proteingebundene Wassermoleküle aufzuklären.

Der Preis wurde überreicht durch den Präsidenten der Gesellschaft, Prof. Dongqing Wei, Shanghai.

Zukunft der Wissenschaft in Asien

Die Studie, über die Prof. Gerwert in Hangzhou referierte, war in „Angewandte Chemie“ erschienen und im Oktober im Journal Nature Chemical Biology als research highlight gewürdigt worden (siehe http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/pm2010/pm00260.html.de). Gerwert freute sich über die Würdigung seiner wissenschaftlichen Arbeiten: „Die Zukunft der Wissenschaft liegt in Asien. Das stark westlich geprägte Shanghai wird dabei eine Schlüsselrolle spielen“, sagt er, „die Aufbruchstimmung auf dem SIBS Campus in Shanghai ist ähnlich wie in den 1990er Jahren am biomedizinischen Scripps Institut in Kalifornien“.

Zur Person

Klaus Gerwert studierte Physik in Münster und wurde in Freiburg in der biophysikalischen Chemie promoviert. Nach kurzer Zeit am Max-Planck Institut in Dortmund war er visiting investigator und später Heisenberg-Stipendiat am Scripps Institut in Kalifornien und am Max Planck Institut in Dortmund. Nach seiner Habilitation in physikalischer Chemie wurde er Leiter des Lehrstuhls für Biophysik an der Ruhr-Universität Bochum. Er war an der Gründung mehrerer Sonderforschungsbereiche beteiligt und ist Sprecher des laufenden SFB 642 „GTP- und ATP-abhängige Membranprozesse“. Zudem koordiniert er das europäische Proteinforschungszentrum PURE. Im Nebenamt ist er Direktor am Max-Planck-CAS Partner Institut in Shanghai. Er ist Mitglied der nordrheinwestfälischen Akademie der Wissenschaften. Zu seinen Auszeichnungen gehören der Karl Arnold Jansen Preis der Akademie und der NRW-Innovationspreis des Ministerpräsidenten und der Kruppstiftung.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Klaus Gerwert, Lehrstuhl für Biophysik der Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, ND 04/596, Tel. 0234/32-24461, gerwert@bph.rub.de

Redaktion: Meike Drießen

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/

Weitere Berichte zu: Biophysik ICCSB ICCSB-Award synthetic biology

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus
23.02.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie