Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Auszeichnung für jahrelange Forschungsarbeit

03.05.2013
Mineraloge der Uni Jena erhält Preis der renommierten Zeitschrift „The Canadian Mineralogist“
Prof. Dr. Juraj Majzlan ist gemeinsam mit Kollegen aus Deutschland und der Slowakei die Hawley-Medaille der Kanadischen Mineralogischen Gesellschaft (MAC) verliehen worden. Die Forschergruppe um den Mineralogen der Friedrich-Schiller-Universität Jena erhielt damit den Preis für die beste Publikation des Jahres 2012 in der Fachzeitschrift „The Canadian Mineralogist“, die von der MAC herausgegeben wird. „Als die Nachricht per E-Mail kam, war ich völlig überrascht“, erzählt Prof. Majzlan. „Ich freue mich sehr, denn die Zeitschrift ist eine der renommiertesten in meinem Fachgebiet“, so der Jenaer Mineraloge.

Seit 1995 zeichnet die MAC den besten Artikel eines Jahrgangs des „Canadian Mineralogist“ mit der Hawley-Medaille aus. 2012 erschienen insgesamt 115 Beiträge, aus denen eine dreiköpfige Kommission als diesjährigen Preisträger den Artikel ausgewählt hat, an dem Juraj Majzlan beteiligt war. Der Beitrag der insgesamt neun deutschen und slowakischen Autoren besteche durch die große Menge an umweltrelevanten Daten und Analysen, die ihm eine besonders hohe Aussagekraft verleihe, heißt es in der Begründung der Jury.

Der Artikel präsentiert die Ergebnisse von mehr als sechs Jahren Forschungsarbeit. Die Wissenschaftler um Juraj Majzlan haben Bergbauabfälle stillgelegter Gold- und Antimonminen in der Slowakei untersucht. Ihr Hauptinteresse galt hierbei den giftigen Elementen Arsen und Antimon und deren Auswirkungen auf die Umwelt. „In dem Artikel können wir zeigen, dass Arsen mobil ist und die Umwelt stark belastet, während Antimon eher in den Abfällen verbleibt und nur kaum freigesetzt wird“, erklärt Juraj Majzlan. Auch in Deutschland gibt es ähnliche Minen wie die von den Wissenschaftlern erforschten Bergwerke in der Slowakei. „Mithilfe unserer Ergebnisse kann man nun untersuchen, ob diese umweltgerecht saniert worden sind“, verweist Majzlan auf mögliche zukünftige Forschungsprojekte.

Die Preisverleihung erfolgt während der Jahrestagung der MAC Ende Mai im kanadischen Winnipeg. „Leider kann keiner von uns dort sein“, sagt Majzlan. „Doch die Urkunde bekommt auf jeden Fall einen Ehrenplatz!“, freut sich der Jenaer Mineraloge nun auf ganz besondere Post aus Kanada.

Original-Publikation:
Lalinská-Voleková B. et al. Mineralogy of weathering products of Fe-As-Sb mine wastes and soils at several Sb deposits in Slovakia. The Canadian Mineralogist 50(2) 2012, doi: 10.3749/canmin.50.2.481

Kontakt:
Prof. Dr. Juraj Majzlan
Institut für Geowissenschaften der Universität Jena
Burgweg 11, 07749 Jena
Tel.: 03641 / 948700
E-Mail: juraj.majzlan[at]uni-jena.de

Claudia Hilbert | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-jena.de

Weitere Berichte zu: Arsen Canadian Light Source Hawley-Medaille Mineraloge

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope
20.10.2017 | Freie Universität Berlin

nachricht Gitterdynamiken in ionischen Leitern
18.10.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise