Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Auszeichnung für EHEC-Nachwuchsforscher aus Münster

12.10.2011
Dr. Andreas Bauwens erhält Preis der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie

Dr. Andreas Bauwens ist mit dem diesjährigen bioMérieux-Diagnostikpreis der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) ausgezeichnet worden. Der junge Wissenschaftler wurde im September auf der 63. Jahrestagung der DGHM in Essen für seine Arbeiten zur Aufklärung der Wirkungsweise von Virulenzfaktoren des EHEC-Erregers ausgezeichnet.

Bauwens ist wissenschaftlicher Assistent und Nachwuchsgruppenleiter am Institut für Hygiene des Universitätsklinikums Münster (UKM). Das Team des Instituts hat während des bisher größten EHEC (enterohämorrhagische E. coli) Ausbruchs in Norddeutschland zwischen Mai bis Juni dieses Jahres entscheiden zu der schnellen Identifizierung des Ausbruchsstammes EHEC O104:H4 beigetragen.

Der Direktor des Instituts, Prof. Helge Karch, freute sich deshalb besonders über die Auszeichnung seines Mitarbeiters: „Diese hohe Auszeichung hat Dr. Bauwens verdient, weil er mit seinen zukunftsweisenden Arbeiten insbesondere auch eine Verbesserung der EHEC-Diagnostik geschaffen sowie einen wesentlichen Beitrag zum besseren Verständnis des Infektionsgeschehens geleistet hat. Ich freue mich, dass dieser hoffnungsvolle Nachwuchswissenschaftler jetzt eine eigene EHEC-Arbeitsgruppe an meinem Institut leitet.“

Bauwens hatte in seinen Forschungsarbeiten schwerpunktmäßig die zellschädigende Wirkung von Shiga Toxinen untersucht. Shiga Toxine zerstören die Endothelzellen der Blutgefäße, besonders die der Nieren, und werden für das Nierenversagen bei schwerwiegenden durch EHEC verursachte Komplikationen verantwortlich gemacht.

Für seine Arbeiten wählte Bauwens einen interdisziplinären Ansatz, der molekularbiologische, biochemische und zellbiologische Testsysteme sowie innovative zellkulturtechnische und neueste mikroskopische Technologien einbezog.

Andreas Bauwens: „Ich bin sehr glücklich über diesen Preis. Mir ist natürlich klar, dass die sehr guten Forschungsbedingungen an der Medizinischen Fakultät der Universität Münster und das exzellente Team des Instituts für Hygiene die Basis meiner Forschung sind. Daher gilt mein Dank meinen Kolleginnen und Kollegen sowie unseren Kooperationspartnern.“ Bauwens studierte Molekulare Biotechnologie und ist seit einem Jahr Postdoc am Institut für Hygiene des UKM.

Der bioMérieux-Diagnostikpreis der DGHM wird für herausragende wissenschaftliche Beiträge zu einem diagnostischen Thema vergeben und ist mit 2.500 Euro dotiert.

Stefan Dreising | Universitätsklinikum Münster
Weitere Informationen:
http://www.ukmuenster.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Von Agenten, Algorithmen und unbeliebten Wochentagen

28.03.2017 | Unternehmensmeldung

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit