Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Auszeichnung für drei Heidelberger Nachwuchswissenschaftlerinnen

19.10.2011
Hengstberger-Preis für Tagungen in den Bereichen Infektiologie, Psychologie und Politikwissenschaft

Drei hochqualifizierte Nachwuchswissenschaftlerinnen der Universität Heidelberg werden mit dem diesjährigen Klaus-Georg und Sigrid Hengstberger-Preis ausgezeichnet. Die Preisträgerinnen sind Privatdozentin Dr. Isabelle Bekeredjian-Ding (Infektiologie), Dr. Stefanie Höhl (Psychologie) und Dr. Jivanta Schöttli (Politikwissenschaft).

Die drei Auszeichnungen sind mit jeweils 12.500 Euro dotiert. Das Preisgeld ist für die Durchführung eigener Symposien am Internationalen Wissenschaftsforum Heidelberg (IWH) vorgesehen. Die Preisverleihung findet im Rahmen der Jahresfeier der Universität Heidelberg am 22. Oktober 2011 statt.

Preisträgerin Isabelle Bekeredjian-Ding vom Department für Infektiologie plant ein Symposium, in dem es um die Erkennung und Abwehr von Infektionserregern durch Antikörper-produzierende Zellen gehen wird. Dabei spielen sogenannte Toll-like Rezeptoren (TLR) eine bislang ungeklärte Rolle. Über ihre Bedeutung für die Antikörperproduktion werden Forscherinnen und Forscher im Rahmen der Veranstaltung „Wiederentdeckung der Toll-like Rezeptoren in B-Lymphozyten“ diskutieren und neue Forschungsergebnisse präsentieren. Die Wissenschaftler befassen sich unter anderem mit der Frage, ob TLR eine pathophysiologische Rolle in der durch die B-Lymphozyten vermittelten Entstehung von Autoimmunerkrankungen sowie chronischer Infektionen und Krebs zukommt.

Mit den ersten Lebensjahren des Menschen, in denen wichtige Grundlagen für die spätere Entwicklung gelegt werden, befasst sich Stefanie Höhl vom Psychologischen Institut. Für das frühkindliche Lernen spielen dabei soziale Interaktionen eine besondere Rolle. In dem von Dr. Höhl geplanten Symposium mit Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland geht es um die Erforschung dieser Prozesse mit verschiedenen, teils neu entwickelten Methoden. Ziel der Tagung mit dem Titel „Universalien und interindividuelle Unterschiede in der sozial-kognitiven Entwicklung“ ist es, zukünftige Forschungsfragen zu entwickeln und ein Forschernetzwerk aufzubauen.

Jivanta Schöttli vom Südasien-Institut bereitet ein Symposium zum Thema „Machtpolitik und Regierungsführung im Indischen Ozean“ vor. Thematisiert werden dabei zentrale Handelsinteressen, unerschlossene Energieressourcen und wachsende Sicherheitsbedenken, die zu einer strategischen Neuverortung zahlreicher Länder in dieser Region führen. Dabei betrifft die sich entwickelnde Dynamik von Konkurrenz und Kooperation die angrenzenden Länder ebenso wie China, Japan, die Europäische Union und die USA. Wissenschaftler aus Asien, Europa und Amerika werden während der Tagung historische und kulturelle, den Indischen Ozean überspannende Netzwerke untersuchen sowie entstehende Strukturen maritimer Regierungsführung und Allianz-Bildung analysieren.

„Die Verleihung der Hengstberger-Preise verstehen wir als Anerkennung für die kreativen Ideen und die wissenschaftliche Kompetenz der jungen Forscher“, erklärt Dr. Klaus-Georg Hengstberger, der Ehrensenator der Universität Heidelberg ist. Die Preissumme beträgt in diesem Jahr insgesamt 37.500 Euro. Weitere Informationen können im Internet unter der Adresse http://www.iwh.uni-hd.de/hengstberger/hengstberger_2011.html abgerufen werden.

Kontakt:
Dr. Ellen Peerenboom
Internationales Wissenschaftsforum Heidelberg
Telefon (06221) 54-3690
iwh@uni-hd.de
Kommunikation und Marketing
Pressestelle, Telefon (06221) 54-2311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de

Marietta Fuhrmann-Koch | idw
Weitere Informationen:
http://www.iwh.uni-hd.de/hengstberger/hengstberger_2011.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope
20.10.2017 | Freie Universität Berlin

nachricht Gitterdynamiken in ionischen Leitern
18.10.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Salmonellen als Medikament gegen Tumore

HZI-Forscher entwickeln Bakterienstamm, der in der Krebstherapie eingesetzt werden kann

Salmonellen sind gefährliche Krankheitserreger, die über verdorbene Lebensmittel in den Körper gelangen und schwere Infektionen verursachen können. Jedoch ist...

Im Focus: Salmonella as a tumour medication

HZI researchers developed a bacterial strain that can be used in cancer therapy

Salmonellae are dangerous pathogens that enter the body via contaminated food and can cause severe infections. But these bacteria are also known to target...

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Konferenz IT-Security Community Xchange (IT-SECX) am 10. November 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Luftfracht

23.10.2017 | Veranstaltungen

Ehrung des Autors Herbert W. Franke mit dem Kurd-Laßwitz-Sonderpreis 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Magma sucht sich nach Flankenkollaps neue Wege

23.10.2017 | Geowissenschaften

Neues Sensorsystem sorgt für sichere Ernte

23.10.2017 | Informationstechnologie

Salmonellen als Medikament gegen Tumore

23.10.2017 | Biowissenschaften Chemie