Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Auszeichnung für Chemnitzer Forschung an der Fabrik der Zukunft

22.10.2013
Die neue »E3-Forschungsfabrik Ressourceneffiziente Produktion« des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU gehört zu den Preisträgern des bundesweiten Wettbewerbs »Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen 2013/14«.

Der Wettbewerb stand 2013 ganz im Zeichen des urbanen Zusammenlebens: Unter dem Motto »Ideen finden Stadt« konkurrierten bundesweit rund 1000 Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Vereine um die begehrte Auszeichnung. Die 100 kreativsten Innovationen und Ideen rund um die zukünftigen Herausforderungen der Städte und Regionen wurden jetzt von einer Fachjury prämiert.

Steigende Energiekosten, die demographische Entwicklung, das sich verändernde Mobilitätsbedürfnis, die Chancen und Risiken der Informationsgesellschaft oder auch die zunehmende Automatisierung in der Produktion sind nur einige der Herausforderungen, mit denen sich Wissenschaft, Forschung und Stadtplanung heute auseinandersetzen müssen. Am Chemnitzer Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU liegt der Fokus auf der Frage, wie in Zukunft ressourcen- und energieeffizient produziert werden kann. Schließlich ist die industrielle Produktion ein wichtiger Pfeiler für Wachstum und Wohlstand in urbanisierten Räumen.

Neue Innovationswelten schaffen

»Zukunftsfähige Stadtentwicklung muss an die Lebenswirklichkeiten in Deutschland anknüpfen«, ist sich Prof. Matthias Putz, Hauptabteilungsleiter für Produktionsmanagement am Fraunhofer IWU und Koordinator des E3-Leitprojekts innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft, sicher. »Die Stadt von morgen wird dann ein lebenswerter Ort sein, wenn es gelingt, neben attraktiven Freizeitmöglichkeiten auch neue ,Innovationswelten´ und damit Wachstum, Arbeitsplätze und Wohlstand zu schaffen.« Neben der Frage nach dem »Wie werden wir in Zukunft leben?« forschen die Wissenschaftler am Fraunhofer IWU daher intensiv an der Frage nach dem »Wovon werden wir in Zukunft leben?«. Um diese Herausforderungen möglichst ganzheitlich und praxisnah untersuchen zu können, entstand am Fraunhofer IWU das Forschungskonzept der jetzt ausgezeichneten E3-Fabrik.

Die Fabrik von morgen entsteht in Chemnitz

Der E³-Ansatz wurde vom Präsidenten der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Reimund Neugebauer, in seiner Zeit als Institutsleiter am Fraunhofer IWU entwickelt. »Mit dem E3-Konzept greifen wir wichtige Fragestellungen der Produktion von morgen auf«, erklärt Dr. Welf-Guntram Drossel, kommissarischer Institutsleiter des Fraunhofer IWU. »Jedes ,E´ steht hierbei für eine Vision, an deren Verwirklichung wir bereits heute aktiv forschen.« Neben der Energie- und Ressourceneinsparung in der Produktion durch Entwicklung neuer Maschinen und Technologien gehören hierzu insbesondere die Idee einer Energieautarken Fabrik sowie die neue Art der Einbindung des Menschen in die Fertigung.

Wie könnte also die Fabrik der Zukunft aussehen? Welche Maschinen werden hierfür benötigt und welche Rolle spielt der Mensch in der automatisierten Produktion? Im prämierten Konzept der »E3-Forschungsfabrik Ressourceneffiziente Produktion« können die Chemnitzer Wissenschaftler noch intensiver an der Entwicklung von Lösungen arbeiten und diese unter realen Bedingungen erproben. Die finale Inbetriebnahme ist im Frühjahr 2014.

Der Ideenwettbewerb wurde 2005 von der Bundesregierung, der Deutschen Bank sowie dem Bundesverband der Deutschen Industrie ins Leben gerufen und seitdem jährlich vergeben.

| Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.iwu.fraunhofer.de
http://www.land-der-ideen.de/ausgezeichnete-orte/preistraeger/forschungsfabrik-ressourceneffiziente-produktion

Weitere Berichte zu: IWU Umformtechnik Werkzeugmaschine

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG fördert für weitere drei Jahre Forschungen zu Kieselalgen
22.03.2017 | Technische Universität Dresden

nachricht Effiziente Tools für bildgebende Studien
21.03.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen