Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ausgezeichnet: Max-Planck-Forscher bekommt Otto Hahn-Medaille und eigene Forschungsgruppe

16.06.2014

Dr. Michael Römelt wurde am 04. Juni im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) mit der Otto Hahn-Medaille ausgezeichnet.

Diese besondere Auszeichnung bekam der junge Wissenschaftler für seine herausragende Doktorarbeit auf dem Gebiet der theoretischen Chemie.  Darüber hinaus eröffnete die Max-Planck-Gesellschaft mit dem Otto Hahn-Award Michael Römelt die Möglichkeit, eine eigene Forschungsgruppe zu leiten und somit seine Karriere in Deutschland fortzusetzen.


Michael Römelt, der im Arbeitskreis von MPI CEC Direktor Frank Neese mit summa cum laude promovierte, dann als Postdoktorand an der Princeton Universität-USA tätig war und jetzt an der Ruhr Universität Bochum seine eigene Forschungsgruppe leitet, entwickelte in seiner Promotion eine bahnbrechende Methode um Röntgenabsorptionsspektren zu berechnen.

Diese Erkenntnisse haben bereits sehr dazu beigetragen wichtige Probleme der Biochemie zu lösen und werden bereits auf Probleme der Energieforschung angewandt. 

Seine wohl bisher spektakulärste Leistung auf dem Gebiet der theoretischen Spektroskopie ist eine Studie über das aktive Zentrum des Enzyms Nitrogenase. Dieses Enzym ist in der Biochemie von zentraler Bedeutung, da es für die Stickstofffixierung, z.B. den Prozess, der atmosphärischen Stickstoff in Ammoniak umwandelt, verantwortlich ist. 

In Zusammenarbeit mit der experimentell orientierten Gruppe von Prof. Serena DeBeer im Max-Planck-Institut für chemische Energiekonversion hat Michael Römelt das Schlüsselatom im Enzym Nitrogenase identifiziert. Dieses Enzym wandelt atmosphärischen Stickstoff in eine Form um, die lebende Organismen verwenden können. Dieses spektakuläre Ergebnis wurde in Science,  einem der weltweit renommiertesten Wissenschaftsjournale publiziert.

Michael Römelt zeichnet sich durch seine Vielseitigkeit aus, denn er ist einer der wenigen theoretischen Chemiker, der sowohl im Bereich der Methodenentwicklung wie auch im Bereich der Computerchemieanwendungen erfolgreich arbeitet. Viele seiner wissenschaftlichen Arbeiten wurden schon während seiner Doktorarbeit in zahlreichen Wissenschaftsjournalen publiziert. Diese Leistung wurde nun mit der Otto Hahn-Medaille und der Möglichkeit eine eigene Forschungsgruppe zu leiten belohnt. 

Die MPG zeichnet seit 1978 jedes Jahr junge Wissenschaftler für herausragende Leistungen im Rahmen ihrer Doktorarbeit mit der Otto-Hahn-Medaille aus. Der Preis wird auf der jährlichen MPG Hauptversammlung verliehen. Durch die Medaille, die mit 7.500 Euro dotiert ist,  sollen die ausgezeichneten Nachwuchswissenschaftler zu einer Karriere in der Forschung motiviert werden. Darüber hinaus gibt die MPG einem der Preisträger die Möglichkeit mit seiner eigenen Forschungsgruppe die Karriere in Deutschland fortzusetzen. Der Preis ist nach Otto Hahn benannt, der 1944 für seine Arbeiten zur Kernspaltung den Nobelpreis für Chemie erhalten hat.

Weitere Informationen finden Sie auf:

http://www.cec.mpg.de/institut/preise/otto-hahn-medaille.html

http://www.mpg.de/213094/Otto-Hahn-Medaille

Das Max-Planck-Institut für chemische Energiekonversion (MPI CEC) in Mülheim a.d.R. beschäftigt sich mit grundlegenden chemischen Prozessen, die bei der Speicherung und Umwandlung von Energie eine Rolle spielen. Das Ziel besteht darin, Sonnenlicht in kleinen, energiereichen Molekülen zu speichern und Energie so orts- und zeitunabhängig nutzbar zu machen. In den drei Abteilungen Heterogene Reaktionen, Molekulare Theorie und Spektroskopie und Biophysikalische Chemie arbeiten ca. 75 Forscher aus über 20 Ländern, und tragen mit ihrem Expertenwissen zur Vorbereitung einer nachhaltigen Energiewende bei.

Julia Mayrhofer | Max-Planck-Institut

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Neues Helmholtz-Institut in Würzburg erforscht Infektionen auf genetischer Ebene
24.05.2017 | Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

nachricht CRTD erhält 1.56 Millionen Euro BMBF-Förderung für Forschung zu degenerativen Netzhauterkrankungen
24.05.2017 | DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien TU Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten