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Aus dem Labor in den Alltag – Helmholtz fördert fünf Unternehmensgründungen

16.06.2015

Nachhaltige Fischzucht-Anlagen oder eine beschleunigte Medikamentenzulassung – Wissenschaft kann vielfältigen Nutzen im Alltag der Menschen haben. Doch Forscher, die aus einer exzellenten Idee ein Unternehmen auf die Beine stellen, stehen vor vielen Herausforderungen. Das Förderinstrument Helmholtz-Enterprise unterstützt sie bei ihren Vorhaben. In der ersten Ausschreibungsrunde des Jahres 2015 haben die externen Gutachter des Programms Ende Mai die Förderung von fünf neuen Projekten empfohlen.

Garnelen und Buntbarsche frisch aus einer garantiert nachhaltigen Produktion zu erhalten, wünschen sich viele Verbraucher. In der Region Bremen könnte dies schon bald möglich sein. Wissenschaftler vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) wollen eine entsprechende Produktionsanlage bauen.

Darin wollen sie die Tiere ökologisch, regional und ohne Zugabe von Antibiotika züchten. Seit einigen Jahren schon forschen sie an der speziellen Technik für eine in sich geschlossene Meerwasser-Kreislauf-Anlage, die es ermöglicht, polykulturelle Zucht zu betreiben.

Jetzt sind sie bereit für den Schritt auf den Markt. Als eines von insgesamt fünf Projekten erhalten die AWI-Forscher eine finanzielle Unterstützung durch die Helmholtz-Gemeinschaft: 80.000 Euro durch das Förderinstrument Helmholtz-Enterprise.

„Wir freuen uns, das Projekt Multronel auf seinem Weg voranbringen zu können“, sagt Rolf Zettl, der Geschäftsführer der Helmholtz-Gemeinschaft. „An diesem Beispiel sieht man sehr deutlich, dass die Arbeit unserer Wissenschaftler unmittelbaren Nutzen im Alltag der Menschen hat.“

Das sei auch bei den anderen vier Projekten gegeben, die vom Gutachterkreis Ende Mai für eine Förderung durch Helmholtz-Enterprise vorgeschlagen wurden. „Wir fördern zum Beispiel ein Chip-System, das menschliche Organe nachbildet und damit die Zulassung neuer Medikamente beschleunigt“, sagt Zettl, „oder einen Ultrakurzpulslaser, der eine neuartige und zugleich kostengünstige Bearbeitung von Materialien in der industriellen Produktion ermöglicht.“

Insgesamt waren in der jetzigen ersten Förderrunde des Jahres 2015 folgende Projekte erfolgreich:

- Hi-Pulse, Deutsches Elektronen-Synchrotron (DESY), 130.000 Euro Fördersumme
- Suna-precision GmbH, Deutsches Elektronen-Synchrotron (DESY), 100.000 Euro Fördersumme
- vasQlab, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), 130.000 Euro Fördersumme
- Multronel, Alfred-Wegener-Institut (AWI), 81.504 Euro Fördersumme
- Das Projekt Photonic-MCM vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) erhielt eine Förderung in Höhe von 30.000 Euro für die Unterstützung durch einen erfahrenen externen Manager.

Mit den aktuellen fünf Vorhaben sind seit der Einführung von Helmholtz-Enterprise im Jahr 2005 bereits 94 Ausgründungen aus Zentren der Forschungsgemeinschaft gefördert worden. Die Höhe der Unterstützung aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds beträgt dabei maximal 130.000 Euro.

Helmholtz-Enterprise hat zwei Ausschreibungsrunden pro Jahr. Die nächsten Förder-Empfehlungen wird es im Herbst geben. Anträge können bis zum 15. Oktober eingereicht werden.

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr.

Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit über 37.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 18 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 3,8 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

Ansprechpartner für die Medien:

Janine Tychsen
Stellvertretende Leiterin Kommunikation und Medien
Tel.: 030 206 329-24
janine.tychsen@helmholtz.de

Dr.-Ing. Jörn Krupa
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joern.krupa@helmholtz.de

Kommunikation und Medien
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Weitere Informationen:

http://www.helmholtz.de
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Jan-Martin Wiarda | Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

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