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Vom Atom zur Turbinenschaufel: DFG fördert neuen SFB/Transregio 103

23.11.2011
RUB-Materialwissenschaft: Die Gasturbinen der Zukunft

Mit neuen Superlegierungen aus sogenannten Einkristallen arbeiten Materialwissenschaftler im Sonderforschungsbereich/Transregio (SFB/TR) 103 an den leistungsfähigen Turbinenschaufeln von morgen: Die Legierungen auf Nickelbasis sind Schlüsselwerkstoffe moderner Gasturbinen in der Luftfahrt und bei der Energieversorgung. Mit etwa 10 Millionen Euro für vier Jahre fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft den TR 103 „Vom Atom zur Turbinenschaufel – Wissenschaftliche Grundlagen für eine neue Generation einkristalliner Superlegierungen“ an den Universitäten Bochum (Sprecherhochschule) und Erlangen.

Materialwissenschaftlich leistungsstarke Standorte

Der Transregio startet am 1. Januar 2012; Sprecher ist Prof. Dr. Gunther Eggeler vom Institut für Werkstoffe (Fakultät für Maschinenbau der RUB). „Im neuen SFB/Transregio 103 vereinen die beiden materialwissenschaftlich leistungsstarken Standorte Bochum und Erlangen ihre Kompetenzen mit Partnern aus Düsseldorf, Jülich und Köln, um über ein besseres Verständnis von Elementarprozessen die Grundlagen für eine neue Einkristalltechnologie zu schaffen“, sagt Prof. Eggeler. Beteiligt am SFB/TR sind das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Forschungszentrum Jülich und das Max-Planck-Institut für Eisenforschung.

Höhere Wirkungsgrade bei höherer Nachhaltigkeit

Um die neue Generation von Legierungen zu erforschen und zu entwickeln, bringt der SFB/Transregio 103 erstmals Kompetenzfelder wie die Werkstoffwissenschaften, die Festkörperphysik und -chemie, die skalenübergreifende Materialmodellierung und die Fertigungstechnik miteinander in engen wissenschaftlichen Kontakt. „Mit diesem innovativen Ansatz wollen wir einen entscheidenden Beitrag zu einer materialwissenschaftlichen Schlüsseltechnologie liefern, die sowohl volkswirtschaftlich bedeutend als auch wissenschaftlich anspruchsvoll und reizvoll ist“, so Prof. Eggeler. „Höhere Wirkungsgrade bei höherer Nachhaltigkeit in Gasturbinen können nur über eine neue Einkristalltechnologie erreicht werden.“ Im Vordergrund steht daher, grundlegende Fragen zu klären – zum Beispiel welche Strukturbildungsprozesse bei der Bauteilherstellung ablaufen und ob sich die Mikrostruktur im Hochtemperatureinsatz zersetzt (Degradation).

Weitere Informationen
Prof. Dr. Gunther Eggeler, Werkstoffwissenschaft, Fakultät für Maschinenbau der RUB, Tel. 0234/32-25902, gunther.eggeler@rub.de

Redaktion: Jens Wylkop

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.dfg.de

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