Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ars Legendi-Preis für Walter Grünzweig: Bedeutendster Hochschullehrer-Preis geht 2010 an Professor der TU Dortmund

23.04.2010
Der Dortmunder Amerikanist Walter Grünzweig erhält mit dem Ars Legendi-Preis dieses Jahr eine der wichtigsten Auszeichnungen für exzellente Hochschullehre.

Mit der Auszeichnung würdigen der Stifterverband und die Hochschulrektorenkonferenz die Leistungen des Professors für amerikanische Literatur und Kultur an der Technischen Universität Dortmund vor allem in der interkulturellen Lehre.

Walter Grünzweig sieht in der Internationalisierung der Universitäten eine große Chance - vor allem für die Lehre. Dabei geht es ihm nicht bloß um eine Intensivierung des Studierendenaustausches, sondern um die Internationalisierung der Seminare und Hörsäle als wichtiges Qualitätsmerkmal exzellenter Hochschullehre.

Vor fünfzehn Jahren begannen Walter Grünzweig und seine Mitarbeiterinnen mit Lehrveranstaltungen, in denen Dortmunder und ausländische Studierende in gemeinsamen Seminaren lernen. Inzwischen sind diese "Intercultural Classrooms" Markenzeichen für die Lehre in der Dortmunder Amerikanistik. In Veranstaltungen wie "Der Ethno-Krimi in der deutschen und der amerikanischen Literatur" oder "HipHop im transatlantischen Kontext" lernen Studierende mit und von einander und erarbeiten gemeinsame Projekte. "Wissenschaft ist eingebettet in kulturelle Kontexte", so Walter Grünzweig, "und unterschiedliche kulturelle Hintergründe der Studierenden sind wichtige Ressourcen für die universitäre Lehre." Er versteht den Preis als Auszeichnung für das gesamte Team der Amerikanistik, besonders aber für seine überdurchschnittlich engagierten Studierenden.

Vorgeschlagen wurde Walter Grünzweig von den Fachschaften Englisch und Sprachkultur seiner Fakultät. "Sein Enthusiasmus für die Amerikanistik, insbesondere aber für interkulturelle Konstellationen und Zusammenhänge, ist für viele von uns entscheidend gewesen, uns für das Fach zu begeistern und zu engagieren", heißt es in der Nominierung der Studierenden. Der Preis, gestiftet von der Hochschulrektorenkonferenz und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, wurde in diesem Jahr im Bereich der Geisteswissenschaften vergeben. Er wird am 10. Mai 2010 im Rahmen der Jahresversammlung der HRK in Berlin verliehen.

Walter Grünzweig ist seit 2008 Prorektor für Studium an der Technischen Universität Dortmund. In dieser Position versucht er, in Zusammenarbeit mit dem Hochschuldidaktischen Zentrum die an seiner Fakultät gewonnenen Erfahrungen für die Lehre an der Dortmunder Universität insgesamt zu nutzen - etwa in einem sprachpraktisch-kulturwissenschaftlichen Seminar für Studierende des Maschinenbau in englischer Sprache, in dem US-amerikanische Austauschstudierende als Tutorinnen und Tutoren arbeiten.

Rektorin Ursula Gather betont die Bedeutung des Preises für die TU Dortmund: "Die Technische Universität Dortmund hat mit ihren starken kultur- und sozialwissenschaftlichen Anteilen ein einzigartiges interdisziplinäres Profil. Internationale und interkulturelle Lehrkonzepte sind eine wesentliche Perspektive unserer Universität. Vor kurzem haben wir unser Internationales Begegnungszentrum eröffnet. Wir leben Internationalität."

Zur Person:

Walter Grünzweig erhielt seinen Bachelor of Arts von der Ohio University. Er promovierte und habilitierte an der Karl-Franzens-Universität Graz und lehrt seit 1994 in Dortmund. Gastprofessuren führten ihn nach Slowenien, Italien, in den Senegal und an verschiedene deutsche und U.S.-amerikanische Universitäten. Er ist seit 25 Jahren Adjunct Professor an der University of Pennsylvania sowie der State University of New York at Binghamton. Die Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit liegen in den transatlantischen Literatur- und Kulturbeziehungen und dem internationalen Bildungsaustausch. Kontakt: 0231-755 2912.

Ole Lünnemann | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-dortmund.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Mit Quantenmechanik zu neuen Solarzellen: Forschungspreis für Bayreuther Physikerin
12.12.2017 | Universität Bayreuth

nachricht Jenaer Wissenschaftler für Prostatakrebs-Forschung ausgezeichnet
11.12.2017 | Universitätsklinikum Jena

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rest-Spannung trotz Megabeben

13.12.2017 | Geowissenschaften

Computermodell weist den Weg zu effektiven Kombinationstherapien bei Darmkrebs

13.12.2017 | Medizin Gesundheit

Winzige Weltenbummler: In Arktis und Antarktis leben die gleichen Bakterien

13.12.2017 | Geowissenschaften