Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Arnold-Eucken-Preis für UniCat-Forscher

14.10.2008
Ergebnisse des Preisträgers wichtig für chemische Industrie

Dr. Jens-Uwe Repke wurde auf der ProcessNet-Jahrestagung in Karlsruhe mit dem diesjährigen Arnold-Eucken-Preis der Gesellschaft für Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen des Verbandes der Deutschen Ingenieure (VDI-GVC) geehrt. Der wissenschaftliche Mitarbeiter der TU Berlin erhielt die Auszeichnung am 7. Oktober 2008 für seine Arbeiten zur Model-lierung und zur experimentellen Analyse mehrphasiger Systeme.

Im Exzellenzcluster "Unifying Concepts in Catalysis" ("UniCat") forscht er im Bereich "Komplexe Verfahrenstechnik" und untersucht den Wärme- und Stofftransport bei der Dreiphasendestillation. Seine Arbeiten tragen zu einem tiefgehenden Verständnis von Destillationsvorgängen bei und ermöglichen dadurch die Verbesserung von vielen Trennvorgängen in der chemischen Industrie. Beim Bau neuer Anlagen und bei der Aufbereitung von nachwachsenden Rohstoffen werden Repkes Erkenntnisse in Zukunft berücksichtigt.

In der Praxis kommt es häufig vor, dass Destillationsanlagen nicht die erwartete Trennleistung erbringen. Das kann daran liegen, dass sich in der Destillationskolonne eine dritte Phase bildet. Im Normalfall kommen bei der Destillation in einer Kolonne nur zwei Phasen vor: eine flüssige und eine gasförmige, das heißt die Stoffe liegen gleichzeitig flüssig und gasförmig vor. Dort, wo sich flüssige und gasförmige Stoffe berühren, liegt die Phasengrenze. "Eine zusätzliche dritte Phase kann entstehen, wenn sich zwei Stoffe nicht mehr mischen, zum Beispiel Öl und Wasser", sagt Repke.

Bei industriellen Destillationskolonnen ist häufig Wasser dafür verantwortlich. Aber auch bei der Gewinnung von chemischen Stoffen aus nachwachsenden Rohstoffen kann es zu einem Dreiphasenproblem kommen.

Systematisch untersuchte Jens-Uwe Repke die Destillation solcher Dreiphasensysteme. Mit seiner Forschung macht er destillative Trennverfahren verständlicher und trägt zu deren gesicherten Auslegung und Weiterentwicklung bei.

Dr. Jens-Uwe Repke arbeitet in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Günter Wozny am Institut für Prozess- und Anlagentechnik der TU Berlin und ist im Exzellenzcluster "UniCat" aktiv. "UniCat" ist der einzige Exzellenzcluster, der das volkswirtschaftlich wichtige Gebiet der Katalyse erforscht. In diesem interdisziplinären Forschungsverbund arbeiten 200 Chemiker, Physiker, Biologen und Verfahrenstechniker aus vier Universitäten und zwei Max-Planck-Instituten aus Berlin und Brandenburg zusammen. "UniCat" wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit Mitteln aus der Exzellenz-Initiative mit bis zu sieben Millionen Euro jährlich gefördert.

Seit 1956 vergibt die VDI-GVC den Arnold-Eucken-Preis für hervorragende technisch-wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Verfahrenstechnik.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Dr. Martin Penno, Technische Universität Berlin, Exzellenzcluster UniCat, Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: 030/ 314-28 592, E-Mail: martin.penno@tu-berlin.de

Dr. Kristina R. Zerges | idw
Weitere Informationen:
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/?id=4608

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten