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Arbeiten zur Luftqualität in Beijing und zu regionalen Energiekreisläufen ausgezeichnet

18.07.2013
Bei der Jahrestagung des KIT-Zentrums Klima und Umwelt am Donnerstag, 25. Juli, zeichnet die Umweltstiftung der Sparkasse Karlsruhe zwei herausragende Arbeiten von KIT-Nachwuchswissenschaftlern zur Umweltforschung aus: Dr. Nina Jasmin Schleicher erhält den Sparkassen-Umweltpreis für ihre Dissertation zur Luftqualität in der Megastadt Beijing.

Daniela Walz und Sebastian Selbmann bekommen den Preis für ihre Diplomarbeit über ein Nutzungs- und Energiekonzept für ein Gebäudeensemble im regionalen Kontext. Außerdem werden im Tulla-Hörsaal am KIT Campus Süd Highlights der Forschung am KIT-Zentrum Klima und Umwelt vorgestellt. Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen.

Der Sparkassen-Umweltpreis 2012 ist mit insgesamt 15 000 Euro dotiert. Mit dem Preis zeichnen die Umweltstiftung der Sparkasse Karlsruhe und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) herausragende Dissertationen, Diplomarbeiten, Masterarbeiten oder akademische Projektarbeiten zu umweltrelevanten Themen aus. Die Fakultäten des KIT können dazu jeweils Vorschläge einreichen. Für das Jahr 2012 geht der Preis an eine Dissertation und eine Diplomarbeit.

In ihrer Dissertation „Chemical, physical and mineralogical properties of atmospheric particulate matter in the megacity Beijing“ hat sich Dr. Nina Jasmin Schleicher mit der komplexen Luftqualitätssituation in der Megastadt Beijing befasst und dazu umfassende geochemische Untersuchungen an Aerosolpartikeln verschiedener Größe vorgenommen. Einzigartig sind der kombinierte Ansatz, gleichzeitig Massen-, Element-, Ruß- und wasserlösliche Ionenkonzentrationen zu bestimmen sowie die kontinuierliche Messung über mehrere Jahre an sechs Standorten und die Unterscheidung von Tag- und Nachtkonzentrationen. Die Erkenntnisse helfen dabei, künftige Luftreinhaltemaßnahmen effizienter zu planen; die Daten liefern eine wichtige Grundlage für weitere Luftqualitäts- und Gesundheitsstudien weltweit.

Daniela Walz und Sebastian Selbmann haben in ihrer gemeinsamen Diplomarbeit „Gut Walshausen im Innerstetal – (Wieder-)Entdeckung regionaler Energiekreisläufe?“ einen Vorschlag eines neuen Nutzungs- und Energiekonzepts für ein denkmalgeschütztes historisches Gebäudeensemble im ländlichen Raum in Niedersachsen erarbeitet. Das Konzept ist in ein Entwicklungsszenario der Region Innerstetal hin zu einer vermehrten lokalen Energieproduktion eingebunden. Die Arbeit zeigt, dass die Nutzung erneuerbarer Energieträger Impulse für die Entwicklung ländlicher Regionen liefern kann, wenn sie auf die gewachsene landschaftliche Struktur reagiert und dazu beiträgt, historische Nutzungmuster von Gebäuden und ihrer Umgebung in die Zukunft zu übersetzen.

Das KIT-Zentrum Klima und Umwelt stellt bei seiner Jahrestagung 2013 aktuelle Hightlights aus seiner Forschungstätigkeit vor. So berichtet Professor Friedemann Wenzel, Leiter des Geophysikalischen Instituts (GPI), über „Erdbebenschäden – globale Tendenzen“. Professor Franz Nestmann, Leiter des Bereichs Wasserwirtschaft und Kulturtechnik des Instituts für Wasser und Gewässerentwicklung (IWG), referiert über „Fließgewässer – Dynamik und Durchgängigkeit“.

Den Abschluss der Jahrestagung bildet die Überreichung der Zertifikate von GRACE, der Graduiertenschule des KIT-Zentrums Klima und Umwelt. Neben fachspezifischem Wissen rund um Klima und Umwelt und interdisziplinären Kenntnissen vermittelt GRACE den Doktoranden in Kooperation mit der Technischen Universität Darmstadt sowie der ESADE Business School Barcelona auch Schlüsselqualifikationen, um sie optimal auf eine Karriere in Wissenschaft oder Wirtschaft oder eine eventuelle Geschäftsausgründung vorzubereiten. Ein weiteres wichtiges Ziel von GRACE ist, den Doktoranden die Fähigkeit zur internationalen Vernetzung zu vermitteln. Dazu dienen beispielsweise ein mehrmonatiger Auslandsaufenthalt sowie der Austausch mit internationalen Experten in Ausbildungsmodulen und in den Promotionsprojekten. Die von der Helmholtz-Gemeinschaft geförderte Graduiertenschule besteht seit über zwei Jahren und verabschiedet nun erstmals mehrere Absolventen.

Programm der Jahrestagung 2013 des KIT-Zentrums Klima und Umwelt

Donnerstag, 25. Juli 2013, um 16:30 Uhr
im Tulla-Hörsaal (Gebäude 11.40) am KIT-Campus Süd
Musikalische Einleitung
Grußworte
KIT-Präsidium
(Dr. Peter Fritz, KIT-Vizepräsident Forschung und Innovation)
Stadt Karlsruhe
(Klaus Stapf, Umweltbürgermeister)
Umweltstiftung der Sparkasse
(Michael Huber, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Karlsruhe Ettlingen)
Verleihung des Sparkassen-Umweltpreises 2012 und
Kurzvorträge der Preisträger
Dr. Nina Jasmin Schleicher: Chemical, physical and mineralogical properties of atmospheric particulate matter in the megacity Beijing

Daniela Walz, Sebastian Selbmann: Gut Walshausen im Innerstetal – (Wieder-)Entdeckung regionaler Energiekreisläufe?

Musikalische Überleitung

Grußwort des KIT-Zentrums Klima und Umwelt
(Professor Johannes Orphal, Wissenschaftlicher Sprecher)
Aktuelle Forschungsergebnisse aus dem
KIT-Zentrum Klima und Umwelt
Professor Friedemann Wenzel, Geophysikalisches Institut:
Erdbebenschäden – globale Tendenzen
Professor Franz Nestmann,
Institut für Wasser und Gewässerentwicklung:
Fließgewässer – Dynamik und Durchgängigkeit
Überreichung der GRACE-Zertifikate
Ab ca. 18.30 Uhr
Empfang mit Imbiss und Musik sowie Posterausstellung von GRACE-Doktorarbeiten
Das KIT-Zentrum Klima und Umwelt entwickelt Strategien und Technologien zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen: Dafür erarbeiten 660 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 32 Instituten Grundlagen- und Anwendungswissen zum Klima- und Umweltwandel. Dabei geht es nicht nur um die Beseitigung der Ursachen von Umweltproblemen, sondern zunehmend um die Anpassung an veränderte Verhältnisse.

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts nach den Gesetzen des Landes Baden-Württemberg. Es nimmt sowohl die Mission einer Universität als auch die Mission eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr. Thematische Schwerpunkte der Forschung sind Energie, natürliche und gebaute Umwelt sowie Gesellschaft und Technik, von fundamentalen Fragen bis zur Anwendung. Mit rund 9000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, darunter knapp 6000 in Wissenschaft und Lehre, sowie 24 000 Studierenden ist das KIT eine der größten Forschungs- und Lehreinrichtungen Europas. Das KIT verfolgt seine Aufgaben im Wissensdreieck Forschung – Lehre – Innovation.

Monika Landgraf | idw
Weitere Informationen:
http://www.kit.edu

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