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Alwin-Mittasch-Preis 2009 für Jens Weitkamp und Jens Nørskov

26.01.2010
Den Alwin-Mittasch-Preis 2009 der DECHEMA teilen sich Prof. Dr.-Ing. Jens Weitkamp, Stuttgart, und Prof. Dr. Jens K. Nørskov, Lyngby.

Die mit 10.000 € dotierte Ehrung wird an Forscher verliehen, die sowohl die Grundlagen der Katalyse erweitert als auch beispielhafte Anwendung in der industriellen Praxis gefunden haben. Jens Weitkamp befasst sich unter anderem mit der Isomerisierung und dem Hydrocracken von Alkanen sowie der Aromatenhydrierung mit Hilfe von Zeolith-Katalysatoren.

Diese Prozesse gehören zu den wichtigsten bei der Raffination und Weiterverarbeitung von Erdöl. Jens Nørskov hat durch die Entwicklung von theoretischen Modellen entscheidend zur Aufklärung der Vorgänge am Katalysator beigetragen. Auf der Basis solcher Erkenntnisse können Katalysatoren für spezifische Anwendungen gezielt entwickelt werden. Der Alwin-Mittasch-Preis wird am 11. März 2010 im Rahmen des 43. Jahrestreffens Deutscher Katalytiker in Weimar verliehen, das von der Deutschen Gesellschaft für Katalyse ausgerichtet wird.

Der Alwin-Mittasch-Preis der DECHEMA wurde 1990 von der BASF gestiftet und wird in der Regel alle drei Jahre vergeben.

Jens Weitkamp, geboren 1942, studierte Chemie an der Universität Karlsruhe und der Freien Universität Berlin. Nach seiner Promotion 1971 und der Habilitation 1981 hatte er von 1986 bis 1988 eine Professur an der Universität Oldenburg inne, ehe er 1988 Leiter des Instituts für Chemische Technik an der Universität Stuttgart wurde. Im Oktober 2008 trat er in den Ruhestand.

Jens Weitkamp erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen, darunter eine Ehrenprofessur an der Jilin University (VR China) und die Carl-Engler-Medaille der DGMK. 2003 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften ernannt. Er engagiert sich in vielen Ehrenämter; so war er unter anderem Präsident der International Zeolite Association (IZA), Vorstandsmitglied der DGMK und stellvertretender Vorsitzender der DECHEMA e.V. Dem Vorstand der DECHEMA gehörte er ebenso an wie dem Kuratorium des Fonds der Chemischen Industrie und dem wissenschaftlichen Beirat des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung in Mülheim. Außerdem war er Gründungsrektor der German University in Kairo/Ägypten.

Jens Nørskov, geboren 1952, studierte Physik und Chemie an der Universität Aarhus, Dänemark. Nach seiner Promotion in theoretischer Physik hatte er verschiedene Positionen in der Industrie und am NORDITA (Nordic Institute for Theoretical Physics) in Kopenhagen inne, bevor er 1992 auf eine Professur für Theoretische Physik an der Technical University of Denmark in Lyngby berufen wurde. Er hat Gastprofessuren an der Universität Wisconsin und der University of California innegehabt und ist unter anderem Direktor des Lundbeck Foundations' Center for Atomic Scale Materials Design.

Jens Nørskov wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Richard A. Glenn Award, der Mulliken-Medaille und dem Grundfos-Preis. Er ist gewähltes Mitglied der Königlich-Dänischen Akademie der Wissenschaften, Elected Fellow der American Physical Society und hat einen Ehrendoktortitel der Technischen Universität Eindhoven. Außerdem hat er zahlreiche Ehrenämter inne, unter anderem als Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Zentrums für Nanotechnologie der Universität Duisburg-Essen und als Vizepräsident des US National Academies Committee zur Beurteilung des Katalyse-Programms des US-Energieministeriums. Zusätzlich ist er Mitherausgeber zahlreicher wissenschaftlicher Zeitschriften.

Die DECHEMA (Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.) ist eine gemeinnützige wissenschaftlich-technische Gesellschaft mit Sitz in Frankfurt/Main. Mehr als 5.500 Naturwissenschaftler, Ingenieure und Firmen, Organisationen und Institute gehören ihr heute als Mitglieder an. Ihr Ziel ist es, den technischen Fortschritt auf den Gebieten Chemische Technik, Biotechnologie und Umweltschutz zu fördern und mitzugestalten. Mit ihren vielfältigen Aufgaben ist die DECHEMA Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit.

Dr. Christine Dillmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.dechema.de/

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