Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Aller guten Dinge sind drei: Audi stellt erneut »Werkzeugbau des Jahres«

30.11.2011
Bereits zum dritten Mal stellt der interne Werkzeugbau der Audi AG den Gesamtsieger des Branchenwettbewerbs »Excellence in Production«: Die Ingolstädter, schon 2004 und 2006 als Gesamtsieger sowie 2008 in der Wettbewerbskategorie »interner Werkzeugbau über 100 Mitarbeiter« erfolgreich, tragen auch in diesem Jahr wieder den Titel »Werkzeugbau des Jahres« nach Hause.

Während einer feierlichen Abendveranstaltung des 11. Internationalen Kolloquiums »Werkzeugbau mit Zukunft« nahm Michael Breme als Leiter des Werkzeugbaus den Pokal entgegen. Überreicht wurde die Auszeichnung am Abend des 28. November im Kurhaus in Wiesbaden vor rund 200 Zuschauern durch den Vorjahressieger Dr. Christian Hinsel von der Hirschvogel Automotive Group in Denklingen.

Investitionen in Anlagentechnik zahlen sich aus

Dr. Wolfgang Sengebusch, Geschäftsführer des VDMA Fachverbands Präzisionswerkzeuge, bekräftigte als Laudator, die Audi AG Sparte Werkzeugbau habe in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich in neue Anlagentechnik investiert. So konnte der interne Werkzeugbau seine Wettbewerbsfähigkeit behaupten und sich im Hause Audi als Systemlieferant profilieren. Besonders lobte die Jury Audis konsequenten Weg zum komplett synchronen Werkzeugbau und das ambitionierte Ziel, große Umformwerkzeuge durch Simulation und methodische Unterstützung mit einer möglichst geringen Anzahl an Try-Out-Schleifen zu mustern. Der getaktete Try-Out an realitätsnahen Einarbeitungspressen helfe dabei, Liefertermine stets gewissenhaft einzuhalten. Vorbildlich arbeite in den Augen der Jury auch die Innovationsabteilung, in der Forschungsteams aus Studierenden und Absolventen gezielt an eigenen Forschungsthemen arbeiteten und so Innovationen vorantrieben.

Die Sparte Werkzeugbau der Audi AG in Ingolstadt produziert das gesamte Spektrum der Betriebsmittel für den Fahrzeugkarosseriebau. 1663 Mitarbeiter und 121 zusätzliche Auszubildende bauen im »Center of Excellence« des Volkswagen-Konzerns Presswerkzeuge, Anlagen und Vorrichtungen sowie exklusive Blechteile-Serien. Der Werkzeugbau arbeitet als eigenständiges Profit-Center und begegnet den Forderungen nach höchster Qualität und Präzision, kurzen Durchlaufzeiten und wettbewerbsfähigen Kosten seit 2010 mit einem synchronisierten Produktionssystem. In der Großserienproduktion ist der Werkzeugbau innerhalb des Konzerns bereits in die Entwicklung der neuen Fahrzeuge eingebunden.

Viel Lob für Sieger und Platzierte

Weitere Sieger und Finalisten gab die Jury in drei Einzelkategorien, je nach Unternehmensgröße und -einbindung, bekannt.

Neben dem Gesamtsieg gewann die Audi AG Sparte Werkzeugbau auch in der Kategorie »Interner Werkzeugbau über 100 Mitarbeiter«. Als zweiten Finalisten zeichnete die Jury die ZF Friedrichshafen AG aus Schweinfurt aus.

Der Sieger der Kategorie »Interner Werkzeugbau unter 100 Mitarbeiter« aus dem Jahr 2009, die Gerresheimer Werkzeug- und Automatisierungstechnik GmbH konnte sich auch in diesem Jahr wieder behaupten: Die Gerresheimer Gruppe produziert Spezialverpackungen aus Glas und Kunststoff für die Pharma- und Healthcare-Industrie. Zu den Stärken ihres internen Werkzeugbaus zählt die Jury das große Know-how im Umgang mit geringen Bauteiltoleranzen und höchster Präzision. Besonders hervorzuheben sei der hohe Automatisierungsgrad in der Fertigung mit einer hohen Anzahl an mannlosen Schichten im Bereich des Senkerodierens. Dies resultiere in einer ausgezeichneten Stundeneffizienz. Die Strategie speziell im Werkzeugbau sei den hervorragend qualifizierten Mitarbeitern darüber hinaus bis ins Detail bekannt.

Als weiterer Finalist in dieser Kategorie wurde außerdem die Keiper GmbH & Co. KG aus dem pfälzischen Rockenhausen ausgezeichnet.

In der Kategorie »Externer Werkzeugbau unter 100 Mitarbeiter« setzte sich die Opus Formenbau GmbH aus Heiligkreuzsteinach bei Heidelberg gegen ihre Mitbewerber durch. Anspruchsvolle Spritzgieß- und Vulkanisationswerkzeuge für Fahrzeugabdichtungen bilden den Schwerpunkt des Unternehmens. Opus Formenbau fertigt Werkzeuge für Karosseriedichtsysteme und Glasumspritzungen und betreut seine Kunden dabei von der Produktentstehung bis zum Serienanlauf im hauseigenen Technikum. Nach Ansicht der Jury zeichnet sich das Unternehmen vor allem durch das hervorragende Prozess-Know-how der Mitarbeiter und seinen leistungsfähigen Maschinenpark aus. Positiv fiel auch die hohe Zahl an Auszubildenden und ihre frühzeitige Integration in den Werkzeugbau ins Gewicht. Mit dem Geschäftsbereich Dichtsysteme habe Opus Formenbau eine erfolgreiche Nische erobert und beliefere heute nahezu alle namhaften Automobilhersteller.

Als weitere Finalisten in dieser Kategorie wurden die Pockauer Werkzeugbau Oertel GmbH aus Lengefeld im Erzgebirge und die Werkzeugbau Ruhla GmbH aus dem thüringischen Seebach ausgezeichnet.

Das Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen und das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT ermittelten die sieben Finalisten des Wettbewerbs anhand eines ausführlichen Vergleichs von mehr als 290 Werkzeug- und Formenbau-Betrieben. Zehn fachkundige Juroren aus Industrie, Politik und Wissenschaft bestimmten die Sieger in drei Kategorien und den Gesamtsieger. Der Wettbewerb »Excellence in Production« fand in diesem Jahr bereits zum achten Mal statt.

Neue Chance im nächsten Jahr

Im kommenden Jahr wartet eine neue Gelegenheit auf alle diejenigen, die in diesem Jahr nicht auf dem Siegertreppchen stehen konnten: Die nächste Runde des Wettbewerbs startet pünktlich zur Werkzeugbau-Fachmesse »EuroMold« am 29. November 2011. Interessenten können sich schon jetzt unter www.excellence-in-production.de registrieren. Alle Teilnehmer erhalten eine individuelle Auswertung über ihre Stärken und Verbesserungsmöglichkeiten.

Das Kolloquium »Werkzeugbau mit Zukunft« und der Wettbewerb »Excellence in Production« werden von der Böhler Deutschland, der HASCO Hasenclever GmbH + Co. KG, der Uddeholm AB und der Demat GmbH, Organisator der Branchenmesse EuroMold als Sponsoren unterstützt. Die Verbände VDMA sowie VDEh sowie die Fachzeitschriften VDI nachrichten und werkzeug & formenbau sind weitere Partner des Wettbewerbs.

Kontakt

Dipl.-Kfm. Martin Bock
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT
Steinbachstr. 17
52074 Aachen
Telefon +49 241 8904-159
Fax +49 241 8904-6159
martin.bock@ipt.fraunhofer.de

Susanne Krause | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.excellence-in-production.de
http://www.ipt.fraunhofer.de/Presse/Pressemitteilungen/20111128WerkzeugbaudesJahres2011.jsp

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht IVAM-Marketingpreis würdigt zum zehnten Mal überzeugendes Technologiemarketing
22.08.2017 | IVAM Fachverband für Mikrotechnik

nachricht UDE / UK: Verbundprojekt zur Bekämpfung Ras-abhängiger Tumore
22.08.2017 | Universität Duisburg-Essen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

22.08.2017 | Physik Astronomie

Forscher beschreiben neuartigen Antikörper als möglichen Wirkstoff gegen Alzheimer

22.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Virus mit Eierschale

22.08.2017 | Biowissenschaften Chemie