Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Algorithmen für die Raumstation

22.09.2011
MATHEON und Berliner Schulen nehmen an einem Wettbewerb von NASA, MIT und ESA teil. Dabei geht es um die Programmierung von Bewegungsabläufen in 2D und 3D von Mini-Satelliten in annähernder Schwerelosigkeit.

Vielleicht dürfen Berliner Schülerinnen und Schüler bald kleine Roboter an Bord der Internationalen Raumstation ISS testen! Bis dahin ist zwar noch ein weiter Weg, aber die ersten Schritte in diese Richtung werden gerade vom DFG-Forschungszentrum MATHEON gemeinsam mit Katja Wundermann, Fachleiterin Informatik an der Käthe-Kollwitz-Oberschule und André Trotzke, Lehrkraft für Mathematik und Informatik am Heinrich-Hertz-Gymnasium unternommen.

Hintergrund ist der „ZERO-Robotics/SPHERES“-Wettbewerb, den das Massachusetts Institute of Technology (MIT), die NASA und die Europäische Weltraumorganisation ESA ausgeschrieben haben. Bei dem Wettbewerb für Schülerteams geht es um die Programmierung von Bewegungsabläufen in 2D und 3D von Mini-Satelliten in annähernder Schwerelosigkeit. SPHERES (Synchronized Position Hold, Engage, Reorient, Experimental Satellites) sind fußball-große kugelförmige Satelliten, die als Test-Infrastruktur für autonome Rendezvous- und Andock-Manöver für Raumfahrzeuge bzw. Raumflugkörper dienen. In den USA findet dieser Wettbewerb schon seit 2009 statt, ausgewählte europäische Teams können dieses Jahr erstmals teilnehmen.

Unter der wissenschaftlichen Begleitung des MATHEON wurden sechs Teams mit jeweils fünf Schülern ins Rennen geschickt. Sie haben jetzt die Aufgabe, sich gegen die beteiligten anderen Mannschaften durchzusetzen. Neben dem MATHEON sind aus Europa noch die RWTH Aachen und aus Italien das Politecnico di Torino und die Universität von Padua beteiligt. Insgesamt können sich bis zu 200 Teams beteiligen. Aus Europa werden knapp 20 Teams erwartet.

Startschuss für die Berliner Schülerinnen und Schüler ist am 26. September im Heinrich-Hertz-Gymnasium und an der Käthe-Kollwitz-Oberschule. Bei diesem ESA-Kick-Off-Event lernen alle europäischen Teilnehmer die diesjährigen Aufgabenszenarien kennen. In einem Lifestream stehen Mitarbeiter des MIT für Erklärungen und zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Das Finale des Wettbewerbs findet voraussichtlich am 20. Dezember statt. Dann wird sich herausstellen, wie weit die Berliner Jungforscher gekommen sind.

Bereits im August waren Katja Wundermann und André Trotzke in Boston am MIT, um an einem Trainingsprogramm teilzunehmen. Das MATHEON hat in den vergangenen Monaten für die Teams Vorlesungen zu einigen themenbezogenen Problemen mit Wissenschaftlern des Forschungszentrums und anderer Einrichtungen organisiert. „Wir sind daher überzeugt, dass unsere Schülerinnen und Schüler bestens auf die Aufgaben vorbereitet sind.“, sagt Dr. Theo Roelofs, der im MATHEON den Wettbewerb betreut.

Den Kick-Off-Event können Sie gerne live im Heinrich-Hertz-Gymnasium mitverfolgen. Dabei haben Sie auch Gelegenheit, die teilnehmenden Schüler sowie das Betreuerteam kennen zu lernen. Die Schule finden Sie in der Rigaer Straße 81-82, 10247 Berlin. Beginn ist um 11.00 Uhr im Raum 112.

Um Anmeldung vorab wird gebeten: Dr. Theo Roelofs, Tel.: 030 / 2147-7370.

Rudolf Kellermann | idw
Weitere Informationen:
http://www.matheon.de/
http://www.zerorobotics.org/web/zero-robotics/home-public

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe
22.09.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Millionen für die Krebsforschung
20.09.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie