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16.02.2012
Gerd Bucerius-Förderpreise Freie Presse Osteuropas 2012 gehen an Journalisten und Medien in Russland, Belarus, der Ukraine und Aserbaidschan

Die Gerd Bucerius-Förderpreise Freie Presse Osteuropas 2012 zeichnen Journalisten und Medien aus, die für das Recht auf unabhängige Berichterstattung, für Meinungs- und Medienfreiheit eintreten. Die Auszeichnungen in Höhe von insgesamt 70.000 € gehen an

- die russische Journalistin Olga Romanowa (Moskau)
- das Magazin Dosh (Grozny/Moskau)
- den belarussischen Journalisten Waleri Karbalewitsch (Minsk)
- das Wochenmagazin Ukrainskiy Tyzhden (Kiew)
- und die aserbaidschanische Journalistin Khadija Ismayilova (Baku).
Olga Romanowa (*1966) ist eine der profiliertesten investigativen Journalistinnen in Moskau. Sie ist Bloggerin bei Echo Moskvy und Kolumnistin der New Times. Insbesondere beleuchtet sie die Situation in den russischen Gefängnissen. Romanowa engagiert sich derzeit maßgeblich für die „Liga der Wähler“ und im Organisationskomitee „Für ehrliche Wahlen“.

Olga Romanowa wurde vom Norwegian Helsinki Commitee vorgeschlagen.

Das Magazin Dosh – es bezeichnet sich selbst als „das erste kaukasische unabhängige Magazin“ – erscheint vierteljährlich, es hat eine Redaktion in Grozny und in Moskau. Menschenrechte bilden ein Schwerpunktthema des Magazins, ebenso wie die Situation im Kaukasus, die ständig präsente Gewalt und Instabilität in der Region.

Dosh wurde von Peter Normann Waage und der Norwegian PEN vorgeschlagen.

Waleri Karbalewitsch (*1955) ist Chefredakteur der Zeitschrift Gramadzjanskaja alternatiwa (Bürger-Alternative) und führender politischer Beobachter der Zeitung Swobodnyje nowosti plus. Karbalewitsch zählt zu den wichtigsten unabhängigen Kommentatoren in der belarussischen Medienlandschaft. Seine fundiert recherchierten Artikel analysieren innen- und außenpolitischen Themen.

Waleri Karbalewitsch wurde von der Deutschen Botschaft Minsk vorgeschlagen.

Das Wochenmagazin Ukainskiy Tyzhden erscheint seit 2007 in der ukrainischen Hauptstadt Kiew, hinzu kommt eine englischsprachige Monatsausgabe. Seine unabhängige, anspruchsvolle und mutige Berichterstattung beleuchtet die Entwicklung der Ukraine am Scheideweg zwischen Russland und der Europäischen Union.

Ukrainsky Tyzhden wurde vom Goethe Institut der Ukraine vorgeschlagen.

Die Journalistin Khadija Ismayilova (*1976) aus Baku gehört zu den wichtigsten investigativen Journalisten in Aserbaidschan. Sie schreibt für verschiedene Zeitungen und arbeitet für Rundfunkstationen, u.a. moderiert sie eine Sendung im RFE/RL Internetradio. Sie berichtet über Korruption, Machtmissbrauch und Menschenrechtsverletzungen in ihrem Land und beleuchtet auch die Lage der iranischen Aserbaidschaner.

Khadija Ismayilova wurde vom Norwegian Helsinki Commitee und dem Beauftragten der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe vorgeschlagen.

Die Preise werden am 24. Mai 2012 in Hamburg verliehen.

Die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius verleiht die Gerd Bucerius-Förderpreise Freie Presse Osteuropas jährlich seit dem Jahr 2000. Seit 2004 vergibt sie die Auszeichnungen zusammen mit ihrer norwegischen Partnerstiftung Institusjonen Fritt Ord.

Die Entscheidung traf eine unabhängige Jury, ihr gehören an: der Juryvorsitzende Dr. Theo Sommer, Hamburg; Dr. Falk Bomsdorf, Moskau; Prof. Dr. Jo Groebel, Berlin; Gro Holm, Oslo; Stefanie Schiffer, Berlin; Vibeke von Sperling, Oslo/Kopenhagen; Michael Thumann, Istanbul; Reinhard Veser, Frankfurt am Main.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die ZEIT-Stiftung, Frauke Hamann, Bereichsleiterin Kommunikation, Tel. 040 41336871, E-Mail: hamann@zeit-stiftung.de

Frauke Hamann | idw
Weitere Informationen:
http://www.zeit-stiftung.de

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