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ACHEMA-Medienpreis: Herzen aus Spinat, Menschen auf Chips und kein Platz für Gülle

28.05.2018

Der ACHEMA-Medienpreis 2018 geht an Marlene Heckl für ihren Blogbeitrag „Ein Herz aus Spinat“, der bei DocCheck und auf Scilogs erschienen ist. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird am 14. Juni 2018 auf der ACHEMA, der weltgrößten Messe für die Prozessindustrie, in Frankfurt übergeben. Erstmals vergab die Jury außerdem zwei „Preise der Jury“ an Arndt Reuning für den Beitrag „Viel hilft Wenig“, der im Deutschlandfunk gesendet wurde, und an Dirk Gieselmann für den Beitrag „Der Mensch auf einem Chip“, erschienen im SZ Magazin.

Insgesamt waren 46 Beiträge aller Mediengattungen eingereicht worden, die Themen der chemischen Technik, Biotechnologie oder Verfahrenstechnik für eine breitere Öffentlichkeit interessant und verständlich aufbereiten.


ACHEMA-Medienpreis

Der Siegerbeitrag, in dem es um möglichen Einsatz pflanzlicher Gerüststrukturen als Basis für Organe geht, überzeugte besonders durch die spannende und anschauliche Vermittlung von Forschungsarbeiten, die einerseits enorme technische Möglichkeiten eröffnen; andererseits stehen sie noch ganz am Anfang, und die Autorin zeigt deutlich auf, wie weit der Weg zur Anwendung noch ist. Angesichts der Fülle überzeugender Einreichungen entschied die Jury aus Medienexperten und Wissenschaftlern, erstmals zusätzlich zwei mit je 1.000 Euro dotierte Sonderpreise zu vergeben.

Ein „Preis der Jury“ geht an Dr. Arndt Reuning. In seinem Radiobeitrag „Viel hilft wenig – Der Dünger wird zum Problem“ beschäftigt er sich mit anlässlich der Novellierung der Düngeverordnung mit der Stickstoffproblematik durch zu viel Gülle und stellt mögliche Lösungen dafür vor.

Den zweiten „Preis der Jury“ erhält Dirk Gieselmann, der unter dem Titel „Der Mensch auf einem Chip“ im SZ Magazin eindrücklich die Atmosphäre bei einem jungen Berliner Unternehmen beschreibt, das sich der Entwicklung von „Lab-on-a-Chip“-Systemen verschrieben hat. Sie sollen den menschlichen Organismus im Maßstab 1:100000 abbilden und könnten eines Tages Tierversuche überflüssig machen.

Die Qualität der Texte, Filme und Hörfunkbeiträge, die zum ACHEMA-Medienpreis 2018 eingereicht wurden, war fast durchgehend gut bis ausgezeichnet. Das Spektrum reichte vom Einsatz nachwachsender Rohstoffe über Biomaterialien und Pharmaforschung bis hin zur molekularen Küche.

Aber auch Beiträge zur Abwasserproblematik, zu Dieselemissionen und zu digitalen Methoden, um Menschen mit „Locked-In-Syndrom“ zu helfen, waren dabei. „Gerade in Zeiten, in denen es der Wissenschaftsjournalismus nicht leicht hat und mit knappen Budgets und Sendezeiten den „alternativen Fakten“ entgegentreten muss, ist uns diese Auszeichnung ein besonderes Anliegen“, sagt Prof. Dr. Kurt Wagemann, Geschäftsführer der DECHEMA.

„Wir möchten Autorinnen und Autoren ermutigen, sich auch weiter den komplexen Themen aus Wissenschaft und Technik zu widmen. Nur so ist ein vernünftiger gesellschaftlicher Dialog über Gentechnik, die Energiewende oder die Auswirkungen von Big Data möglich.“

Der ACHEMA-Medienpreis wird seit 1997 alle drei Jahre von der DECHEMA an den Autor, die Autorin oder das Autorenteam eines deutschsprachigen journalistischen Originalbeitrags verliehen, der Themen der chemischen Verfahrenstechnik, Biotechnologie, Chemie oder des Technischen Umweltschutzes einer breiten Öffentlichkeit in verständlicher Weise vermittelt.

Die Preisverleihung findet in diesem Jahr am Donnerstag, 14. Juni 2018, um 17.00 Uhr im Rahmen des DECHEMA-Tages auf der ACHEMA statt. Anmeldung unter presse@dechema.de.

Weitere Informationen:

https://www.achema.de/de/presse/achema-medienpreis.html

Dr. Kathrin Rübberdt | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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