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700.000 Euro jährlich für herausragende Stipendiaten

13.11.2009
Mit einem großzügigen Betrag von bis zu jährlich 700.000 Euro finanziert die Max-Planck-Förderstiftung (MPF) Stipendien, um herausragende Nachwuchswissenschaftler frühzeitig für Deutschland zu gewinnen.

Durch dieses Engagement können pro Jahrgang bis zu 70 besonders begabte ausländische Studenten auf eine erstklassige Doktorandenausbildung an einer International Max Planck Research School (IMPRS) vorbereitet werden. Die Max-Planck-Förderstiftung setzt sich so für einen Brain Gain ein und unterstützt die Attraktivität und Konkurrenzfähigkeit Deutschlands als Wissenschaftsstandort.

Besonders talentierte und forschungsorientierte ausländische Nachwuchsforscher entscheiden sich häufig bereits nach dem Erwerb des Bachelor-Abschlusses - und nicht erst nach dem Master - für eine wissenschaftliche Laufbahn. Ihnen muss bereits zu diesem frühen Zeitpunkt ein Promotionsprogramm mit Stipendienmöglichkeit angeboten werden, um sie nicht an andere große Forschungseinrichtungen in aller Welt, insbesondere in den USA, zu verlieren. Bis zum Erreichen der Promotionsreife vergibt nun die Max-Planck-Förderstiftung aus privaten Mitteln ein Bachelor-Stipendium. Der Max-Planck-Gesellschaft selbst ist dies zurzeit aus öffentlichen Mitteln versagt.

Aufgrund der Veränderungen des deutschen Forschungs- und Universitätssystems infolge des Bologna-Prozesses, spielen die neuen Studienabschlüsse eine immer größere Rolle. Deshalb hofft die Max-Planck-Gesellschaft in Zukunft auf eine Änderung der Vergaberichtlinien, die es ihr ermöglicht, ausländische Bachelor-Absolventen auch mithilfe von öffentlichen Mitteln fördern zu können.

Bis dahin können die Bachelor-Studenten mit dem von der MPF gewährten Stipendium einen kombinierten Master-/PhD-Studiengang oder eine Orientierungsphase an einer International Max Planck Research School (IMPRS) absolvieren. Diese sind Zentren wissenschaftlicher Exzellenz auf innovativen und interdisziplinären Forschungsgebieten und bieten besonders begabten, in strengen Verfahren ausgewählten Nachwuchswissenschaftlern eine erstklassige Doktorandenausbildung an Max-Planck-Instituten und ihren Partneruniversitäten. Mindestens 50 Prozent der Doktoranden stammen aus dem Ausland und tragen mit ihren Ideen und Fähigkeiten zur Internationalisierung des Forschungsstandorts Deutschland bei. Die größten Gruppen junger Nachwuchsforscher kommen aus dynamisch aufstrebenden Wissenschaftsnationen wie Indien und China nach Deutschland. Weitere Herkunftsländer sind Italien, Polen, Russland und USA.

"Der Max-Planck-Förderstiftung liegt die Förderung exzellenter Wissenschaftler besonders am Herzen", sagt ihr Vorstandssprecher Reinhard Pöllath. "Insbesondere die Gewinnung der Spitzenwissenschaftler von Morgen ist von elementarer Bedeutung für den Forschungs- und Unternehmensstandort Deutschland." Der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, Peter Gruss, zeigte sich außerordentlich erfreut über die Möglichkeit, Bachelor-Stipendien für eine Übergangszeit aus privaten Mitteln zu finanzieren: "Die Berechnungen des Rostocker Zentrums zur Erforschung des demografischen Wandels belegen, dass in Deutschland im Jahr 2030 mit einem Rückgang von Hochschulabsolventen in den naturwissenschaftlich-technischen Bereichen von bis zu 24 Prozent zu rechnen ist. Um die Qualität von Forschung und Technologie aus Deutschland zu sichern, muss unser Ausbildungssystem international attraktiv gestaltet werden. Deshalb bin ich ganz besonders dankbar für die großzügige Unterstützung privater Mäzene."

Kontakt
Karin Wilde
Geschäftsführung der Max-Planck-Förderstiftung
Tel.: +49 89 242 40 - 610
E-Mail: kw@maxplanckfoerderstiftung.org
Nicola von Hammerstein
Max-Planck-Gesellschaft / International Max Planck Research Schools
Tel.: +49 89 2108 - 1216
E-Mail: vhammerstein@gv.mpg.de
Quelle: Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

| Max-Planck-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.mpg.de
http://www.kooperation-international.de

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