Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

60.000 Euro für Immunologie-Forscher

22.04.2009
Prof. Dr. Falk Nimmerjahn, Inhaber der Professur für Experimentelle Immunologie und Immuntherapie an der Medizinischen Klinik 3 der Universität Erlangen-Nürnberg, ist mit dem Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Nachwuchspreis 2009 ausgezeichnet worden.

Prof. Nimmerjahn erhielt die Ehrung für seine "herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet der Immunologie". Der Preis ist mit 60.000 Euro dotiert und wurde gemeinsam mit dem renommierten Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis in der Frankfurter Paulskirche in Anwesenheit des Bundespräsidenten überreicht.

Forschungsschwerpunkt von Falk Nimmerjahn sind Antikörper und deren Bedeutung für die Entstehung von Autoimmunkrankheiten. Normalerweise erkennen Antikörper zerstörerische Mikroorganismen wie Bakterien und Viren und schützen den Körper so vor Krankheitserregern. Eine Fehlsteuerung im Immunsystem kann jedoch dazu führen, dass die Antikörper gesundes Gewebe angreifen. So werden sie zu so genannten Autoantikörpern, die im schlimmsten Fall Autoimmunerkrankungen wie Arthritis oder Multiple Sklerose auslösen.

Prof. Nimmerjahn und sein Team fanden heraus, dass die An- oder Abwesenheit bestimmter Zuckermoleküle über die zerstörerische Aktivität von Autoantikörpern entscheidet. Insbesondere Sialinsäurereste spielen bei der Entstehung von Autoimmunkrankheiten eine Schlüsselfunktion: Fehlen diese Zuckerreste an den Antikörpern, verstärkt dies ihr zerstörerisches Potenzial. Aus diesen Erkenntnissen ergeben sich neue Möglichkeiten für die Therapie von Autoimmunerkrankungen.

Falk Nimmerjahn ist seit Februar 2007 Inhaber der W2-Professur für Experimentelle Immunologie und Immuntherapie in Erlangen. Seitdem ist er auch Visiting Professor im Labor für Molekulare Genetik und Immunologie der Rockefeller-Universität in New York. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise, u. a. den Doktorandenpreis der GSF (2003) und den BD Prize for excellent research der European Macrophage and Dendritic Cell Society (2008). Zuletzt wurde ihm der PRO-SCIENTIA-Förderpreis der Eckhart-Buddecke-Stiftung verliehen.

WForschungsschwerpunkt von Falk Nimmerjahn sind Antikörper und deren Bedeutung für die Entstehung von Autoimmunkrankheiten. Normalerweise erkennen Antikörper zerstörerische Mikroorganismen wie Bakterien und Viren und schützen den Körper so vor Krankheitserregern. Eine Fehlsteuerung im Immunsystem kann jedoch dazu führen, dass die Antikörper gesundes Gewebe angreifen. So werden sie zu so genannten Autoantikörpern, die im schlimmsten Fall Autoimmunerkrankungen wie Arthritis oder Multiple Sklerose auslösen.

Prof. Nimmerjahn und sein Team fanden heraus, dass die An- oder Abwesenheit bestimmter Zuckermoleküle über die zerstörerische Aktivität von Autoantikörpern entscheidet. Insbesondere Sialinsäurereste spielen bei der Entstehung von Autoimmunkrankheiten eine Schlüsselfunktion: Fehlen diese Zuckerreste an den Antikörpern, verstärkt dies ihr zerstörerisches Potenzial. Aus diesen Erkenntnissen ergeben sich neue Möglichkeiten für die Therapie von Autoimmunerkrankungen.

Falk Nimmerjahn ist seit Februar 2007 Inhaber der W2-Professur für Experimentelle Immunologie und Immuntherapie in Erlangen. Seitdem ist er auch Visiting Professor im Labor für Molekulare Genetik und Immunologie der Rockefeller-Universität in New York. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise, u. a. den Doktorandenpreis der GSF (2003) und den BD Prize for excellent research der European Macrophage and Dendritic Cell Society (2008). Zuletzt wurde ihm der PRO-SCIENTIA-Förderpreis der Eckhart-Buddecke-Stiftung verliehen.

Weitere Informmationen für die Medien:

Prof. Dr. Falk Nimmerjahn
Tel.: 09131/85-39346
fnimmerj@molmed.uni-erlangen.de

Ute Missel | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-erlangen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Neues Helmholtz-Institut in Würzburg erforscht Infektionen auf genetischer Ebene
24.05.2017 | Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

nachricht CRTD erhält 1.56 Millionen Euro BMBF-Förderung für Forschung zu degenerativen Netzhauterkrankungen
24.05.2017 | DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien TU Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten