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500.000 Euro zusätzliche Fördermittel für Forschung in Afrika

04.12.2012
Neville Alexander-Gedächtnisinitiative ermöglicht Förderung
Um die Zusammenarbeit zwischen herausragenden afrikanischen und deutschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu verstärken, hat die Alexander von Humboldt-Stiftung mit Fördermitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung die "Neville Alexander- Gedächtnisinitiative" ins Leben gerufen. Sie ist Teil des Deutsch-Südafrikanischen Jahres der Wissenschaft 2012/2013.

Fördermittel in Höhe von rund einer halben Million Euro stehen für folgende Maßnahmen zur Verfügung:

- Eine deutsch-afrikanische Institutspartnerschaft ermöglicht den zügigen Auf- und Ausbau des "African-German Network of Excellence in Science" (AGNES). AGNES soll zentraler Ansprechpartner für die Politik sein. Es unterstützt Forscher darin, Kontakte untereinander und mit deutschen Kooperationspartnern zu knüpfen und sich fachlich auszutauschen. Daneben möchte AGNES besonders vielversprechende afrikanische Nachwuchskräfte mit dem Forschungsstandort Deutschland vertraut machen.

- 15 afrikanische Postdoktoranden werden von AGNES für den "AGNES Grant for Junior Researchers" ausgewählt und können neben einer finanziellen Auszeichnung künftig auf den Rat erfahrener Mentoren aus der Wissenschaft zählen.

- Mit dem "Humboldt-Alumni-Preis zur Förderung des African-German Network of Excellence in Science" werden drei innovative Netzwerkideen von Humboldtianern aus Subsahara-Afrika mit jeweils 25.000 EUR ausgezeichnet.

- Eine Wissenschaftlerin und zwei Wissenschaftler erhalten den "Humboldt-Forschungspreis in Gedenken an Neville Alexander": die südafrikanische Psychologin Soraya Seedat, der südafrikanische Elementarteilchenphysiker Cesareo Augusto Dominguez und der kenianische Umwelttoxikologe Joseph Owuor Lalah. Sie alle haben mit ihrer wissenschaftlichen Leistung das eigene Fachgebiet nachhaltig geprägt und sollen auch künftig wichtige forschungsbasierte Impulse zur Lösung der großen Herausforderungen in Schwellen- und Entwicklungsländern geben. Der Humboldt-Forschungspreis ist mit 60.000 Euro dotiert. Die Preisträger sind eingeladen, in Deutschland zu forschen und hier mit Fachkollegen zu kooperieren.

Die Initiative ist dem renommierten südafrikanischen Sprachwissenschaftler Neville Alexander gewidmet, einem politischen Weggefährten Nelson Mandelas. Er war Deutschland bis zu seinem Tod im August 2012 mehr als ein halbes Jahrhundert besonders eng verbunden, durch mehrere von der Humboldt-Stiftung geförderte Forschungsaufenthalte sowie als Gesprächspartner und Impulsgeber für die Entwicklung von Bildung und Wissenschaft in Afrika.

Pressekontakt

Regine Laroche
Barbara Wieners-Horst
Tel: +49 228 833-455/257; Fax: -441
E-Mail: presse@avh.de

Leiter Referat Presse, Kommunikation und Marketing
Georg Scholl
Tel: +49 228 833-258

Die Alexander von Humboldt-Stiftung
Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 2.000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 25.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in

über 130 Ländern – unter ihnen 49 Nobelpreisträger.

Regine Laroche | idw
Weitere Informationen:
http://www.humboldt-foundation.de/

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