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4,4 Millionen Euro für weitere vier Jahre - Zentrum für Klinische Studien Köln erhält Förderung

18.04.2011
Seit seiner Gründung im Jahr 2002 und der Erweiterung 2007 hat sich das Zentrum für Klinische Studien Köln (ZKS) zu einem bundesweit gefragten Servicecenter für Forscherinnen und Forscher sowie zur aktiven Verbindungsstelle zwischen Wissenschaft, Politik und Industrie entwickelt.

Dies wird im Rahmen der erneuten, umfangreichen Begutachtung durch Experten im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bestätigt. Das BMBF erhöht damit die Förderung für das Zentrum auf insgesamt 8,4 Millionen Euro.

Medizin braucht klinische Studien. Denn die in der Grundlagenforschung entwickelten Wirkstoffe und Techniken benötigen die Bestätigung positiver Ergebnisse in der Praxis. Dafür müssen sie ein abgestuftes und sorgfältig überwachtes Verfahren durchlaufen, bevor sie zugelassen werden können. Dafür arbeiten im ZKS Köln rund 60 Mitarbeiter und Rotationsärzte. Sie garantieren mit der Verbindung von Methodik und Medizin innovative Studien auf höchstem Niveau.

Rund 300 klinische Studien laufen momentan an der Uniklinik Köln. Damit gehört sie zu den forschungsstärksten Einrichtungen in Deutschland. Das Spektrum reicht von Untersuchungen zur Vermeidung von Medikamenten-Nebenwirkungen bei Frühgeborenen und der Entwicklung neuer Therapieansätze in der Krebsbehandlung bis hin zur Prävention von Schizophrenie oder der Prüfung chirurgischer Verfahren. „Diese Studien mit zu entwickeln, zu unterstützen und die strengen Sicherheitsvorschriften zu gewährleisten, das sind die zentralen Aufgaben des Zentrums für Klinische Studien Köln“, so Prof. Oliver Cornely, Leiter des Medizinischen Bereichs des ZKS Köln. Dr. Ursula Paulus, Leiterin des Methodischen Bereichs, betont: „In der Uniklinik Köln wurde ein risikobasiertes System zur Überwachung von eigenen wissenschaftsgetriebenen Studien eingeführt, das in Deutschland beispielhaft ist.“

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Nun hat sich ein unabhängiges Gutachtergremium im Auftrag des BMBF erneut einstimmig für eine Verlängerung der Förderung des ZKS Köln ausgesprochen. Das engagierte Team kann seine erfolgreiche Arbeit in der patientenorientierten, klinischen Forschung damit fortsetzen. Prof. Michael Hallek, Stellvertretender Vorsitzender des ZKS Köln: "Die Forschungsideen der Uniklinik Köln haben bereits mehrfach weltweite Therapiestandards gesetzt. Damit unsere Patienten immer öfter frühzeitig vom medizinischen Fortschritt profitieren, setzen wir möglichst viele eigene Ideen in klinische Studien um." Prof. Walter Lehmacher, Vorstandsvorsitzender des ZKS Köln, ergänzt: „Die Stärken des Kölner Standortes liegen besonders in der Einbindung von Universität und Klinikum in ein abgestimmtes Qualitätsmanagement, das die Sicherheit der Patienten und die Validität der Daten gewährleistet.“

Mit den Mitteln des BMBF wurden vom ZKS unter anderem Studienzentren in der Orthopädie und Unfallchirurgie, der Kinderklinik und der Klinik für Palliativmedizin gegründet. Die Gutachter bewerteten die Aktivitäten im Rahmen der Ausbildung von Studienpersonal und der Fortbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses als besonders beeindruckend. So wurden während der bisherigen Förderung rund 900 Personen für ihre Arbeit in klinischen Studien weitergebildet, darunter über 700 Ärzte.

Der Fokus der nächsten vier Jahre wird – neben der planmäßigen Weiterentwicklung der bisherigen Schwerpunkte – vor allem auf der Gründung weiterer Studienzentren und der zügigen Übertragung von Entdeckungen der Grundlagenforscher der Uniklinik Köln in die klinische Entwicklung liegen.

Der Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende der Uniklinik Köln, Prof. Edgar Schömig, freut sich über den Erfolg und betont: „Die erneute Förderung ist eine Anerkennung der bisher erbrachten Leistungen im Rahmen der patientenorientierten klinischen Forschung. Diese durchweg gute Bewertung verdeutlicht erneut, dass wir die Schwerpunkte richtig gesetzt haben. Nur wer stetig Forschung betreibt, kann seinen Patienten auch innovative Untersuchungstechniken und neue Behandlungsverfahren zukommen lassen.“

BMBF-Förderkennzeichen: BMBF 01KN1106

Für Rückfragen:

Prof. Dr. med. Oliver Cornely
Medizinische Leitung ZKS
Tel: 0221 478-88794
E-Mail: oliver.cornely@zks-koeln.de
Dr. rer. nat. Ursula Paulus
Methodische Leitung ZKS
Tel: 0221 478-88120
E-Mail: ursula.paulus@zks-koeln.de
Christoph Wanko
Pressesprecher Uniklinik Köln
Stabsabteilung Kommunikation
Telefon: 0221 478-5548
E-Mail: pressestelle@uk-koeln.de

Christoph Wanko | idw
Weitere Informationen:
http://www.uk-koeln.de

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