Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

3 Mio. Euro für Regensburger Forschungsprojekt – Startschuss für Internetkompetenzzentrum Ostbayern

06.07.2015

Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie fördert ein Projekt zum Thema „Mobile Business und Social Media“ an der Universität Regensburg. Ziel ist die Erforschung der technischen und ökonomischen Chancen und Risiken der Technologien.

Das Projekt wird als Teil des Internetkompetenzzentrums Ostbayern bis Ende 2019 mit über 3 Millionen Euro gefördert. Der Regensburger Anteil an dem neuen Zentrum liegt damit bei über 50 %. Staatsministerin Ilse Aigner übergab heute die Förderurkunde an Prof. Dr. Udo Hebel, Präsident der Universität Regensburg, nach einer Tagung des Netzwerks „INDIGO – Netzwerk Internet und Digitalisierung Ostbayern“ in Neuburg am Inn.

„Wir freuen uns sehr über die umfangreiche Förderung durch das Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie“, betont Prof. Dr. Udo Hebel, Präsident der Universität Regensburg. „Das Regensburger Projekt bildet damit eine zentrale Säule des Internetkompetenzzentrums Ostbayern und stärkt die Kompetenzen der Universität Regensburg in den Bereichen Internet und Digitalisierung.“

Die Zukunftsfähigkeit Bayerns hängt entscheidend von der Fähigkeit zur zielorientierten Nutzung der vielfältigen Chancen ab, die ein intelligenter Einsatz von Internettechnologien und -anwendungen bieten. Die Voraussetzungen dafür sind ein breites Spektrum an Kompetenzen in der Auseinandersetzung mit den Phänomenen des Internets und ein funktionierendes Zusammenwirken von Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft.

An der Universität Regensburg werden die Themenfelder Internet und Digitalisierung seit Jahren unter verschiedensten Gesichtspunkten und in Kooperation mit anderen Forschungsstandorten bearbeitet. Im Rahmen des neuen Internetkompetenzzentrums Ostbayern sollen die Forschungsarbeiten zielgerichtet weitergeführt, um die Kompetenzen weiterer ostbayerischer Hochschulen ergänzt und in ökonomische Fragestellungen eingebettet werden.

Unter Federführung der Universität Regensburg sollen die Ergebnisse des Projekts „Mobile Business und Social Media“ deshalb direkte Anwendung in Unternehmen der Region Ost- und Nordbayern finden. Bereits zum Projektstart haben mehrere Unternehmen aus der Region und aus unterschiedlichen Branchen starkes Interesse bekundet und ihre Mitarbeit zugesagt. Die Projektleitung liegt bei Prof Dr. Bernd Heinrich und Prof. Dr. Mathias Klier (beide Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Regensburg).

Im Mittelpunkt stehen die Wissensgenerierung durch Analyse sozialer Medien (bspw. verbesserte Produktentwicklung), die Nutzung sozialer Medien und mobiler Technologien zur Verbesserung der unternehmerischen Wertschöpfung sowie intelligente mobile Applikationen (bspw. im Automobilbereich). An dem Projekt sind auch die Universität Passau, die Universität Bamberg (assoziiert) und die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Landshut beteiligt. Ziel ist die Entwicklung neuer wissenschaftlicher Ansätze und Technologien und die Unterstützung der bayerischen Wirtschaft auf dem Weg zu einer Führungsrolle in der Nutzung und Weiterentwicklung des Internets und der globalen Digitalisierung.

Das neue Internetkompetenzzentrum Ostbayern arbeitet eng mit dem Netzwerk Internet und Digitalisierung Ostbayern (INDIGO) zusammen, das die Universitäten Regensburg und Passau sowie die Hochschulen Amberg-Weiden, Deggendorf, Landshut und Regensburg gemeinsam aufbauen. Das Netzwerk soll die Integration und Stärkung der in der Region vorhandenen wissenschaftlichen Kompetenzen in den Bereichen Internet und Digitalisierung ermöglichen. Das Konzept umfasst unter anderem die Planung und Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten bzw. -aufträgen sowie eine Initiative für Gründungsförderung und Entrepreneurship. Die erste große INDIGO-Konferenz fand zeitgleich zur Urkundenübergabe ebenfalls in Passau statt.

Ansprechpartner für Medienvertreter:
Prof. Dr. Bernd Heinrich
Universität Regensburg
Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik II
Tel.: 0941 943-6100/6101
Bernd.Heinrich@wiwi.uni-regensburg.de

Alexander Schlaak | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.uni-regensburg.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Sechs innovative Projekte sind im Rennen um den begehrten European Health Award 2017
17.08.2017 | European Health Forum Gastein

nachricht ERC-Grants: Fünf neue Projekte an der LMU
11.08.2017 | Ludwig-Maximilians-Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Scharfe Röntgenblitze aus dem Atomkern

17.08.2017 | Physik Astronomie

Fake News finden und bekämpfen

17.08.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Effizienz steigern, Kosten senken!

17.08.2017 | Messenachrichten