Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

25 Jahre Nationaler Latsis-Preis

12.01.2009
Franz Pfeiffer erhält den Latsis-Preis 2008

Franz Pfeiffer hat ein Verfahren entwickelt, mit dem sich mittels simpler Röntgenapparate, wie sie in Arztpraxen und Spitälern verwendet werden, gestochen scharfe Röntgenbilder erzeugen lassen. Am 15. Januar erhält der Physiker dafür den Nationalen Latsis-Preis, der dieses Jahr ein Jubiläum feiert: Er wird zum 25. Mal verliehen.

Röntgenbilder sind heute Standard im medizinischen Alltag. Sie geben zuverlässig Auskunft, ob beispielsweise ein Knochen gebrochen ist oder Zähne Löcher haben. Vor allem das Skelett und das Gebiss sind auf den Röntgenbildern deutlich zu erkennen, denn sie bestehen aus dichtem Material, das Röntgenstrahlen besonders gut absorbiert. Anders die Weichteile des Körpers: Muskeln, Fettgewebe oder Organe erscheinen auf den Röntgenfotografien oft unscharf, ähnlich wie verschwommene Wolken.

Mit neuem Verfahren Weichteilkrebse früher erkennen

Dieser Makel dürfte der Röntgentechnologie wohl nicht mehr lange anhaften. Franz Pfeiffer hat nämlich ein Verfahren entwickelt, das gestochen scharfe, auch in den Weichteilen kontrastreiche, Röntgenbilder ergibt. Der 35jährige Physiker - Forschungsgruppenleiter am Paul Scherrer Institut in Villingen und Assistenzprofessor an der ETH Lausanne - "frisiert" dafür das herkömmliche Röntgenverfahren, indem er die aus der Spitzenphysik stammende Methode der Phasenkontrast-Bildgebung verwendet. Anders als beim klassischen Röntgen steht dabei nicht die Intensität der austretenden Strahlung im Vordergrund, sondern die Art, wie ihre Wellenlänge im Körperinnern verschoben wird. Diese Phasenverschiebung liefert viele zusätzliche Informationen, mit denen sich die Bildqualität verbessern lässt. Dies lässt hoffen, dass künftig der Hausarzt zum Beispiel Weichteilkrebse mit einfachem Röntgen schon im Frühstadium erkennen kann.

Für sein röntgentechnologisches Verfahren, das er zurzeit noch perfektioniert, erhält Franz Pfeiffer am 15. Januar den Nationalen Latsis-Preis 2008.

Seit 25 Jahren Ansporn für brillante junge Köpfe
Pfeiffer wird der 25. junge Wissenschaftler sein, der den mit 100'000 Franken dotierten Preis entgegennimmt. Seit 1984 verleiht der Schweizerische Nationalfonds (SNF) diesen Preis an Forschende unter 40 Jahren für besondere, in der Schweiz erbrachte wissenschaftliche Leistungen. Er tut dies im Auftrag der in Genf ansässigen Fondation Latsis. Der Nationale Latsis-Preis gehört heute zu den angesehensten Wissenschaftspreisen in der Schweiz. Er honoriert konsequent junge Forschende aus allen Fachbereichen. Viele der bisher Ausgezeichneten, Männer wie Frauen, geniessen heute in ihren Forschungsgebieten ein internationales Renommee. Für den SNF hat sich der Nationale Latsis-Preis in den 25 Jahren seines Bestehens zu einem erfolgreichen Mittel zur Förderung des Forschungsnachwuchses entwickelt.

Die Preisverleihung vom 15. Januar findet um 9.45 Uhr im Berner Rathaus statt. Die Jubiläumsfeier wartet ferner mit einem Rückblick auf die Geschichte des Preises sowie Standortbestimmungen ehemaliger Preisträgerinnen und -träger auf. Es spricht unter anderen Bundesrat Pascal Couchepin, Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern.

Medienschaffende sind herzlich eingeladen, an der Jubiläumsfeier teilzunehmen. Bitte melden Sie sich beim Presse- und Informationsdienst des SNF an (pri@snf.ch, Tel. 031 308 23 85)

Kontakt Latsis-Preis 2008:
Prof. Dr. Franz Pfeiffer
Paul Scherrer Institut
CH-5232 Villigen PSI
Tel. +41 56 310 52 62 (Büro)
Tel. +41 56 310 31 78 (Sekretariat)
Fax +41 56 310 31 71
E-Mail: franz.pfeiffer@psi.ch
Kontakt Latsis-Jubiläum:
Philippe Trinchan
Leiter des Presse- und Informationsdienstes
Schweizerischer Nationalfonds
Wildhainweg 3
CH-3001 Bern
Tel. +41 31 308 23 85
E-Mail: ptrinchan@snf.ch

| idw
Weitere Informationen:
http://www.snf.ch

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus
23.02.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie