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2,5 Millionen Euro zur Erforschung von Arthrose – Neue Forschergruppe an der Universität Regensburg

18.12.2015

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert eine neue Forschergruppe an der Universität Regensburg bis Anfang 2019 mit ca. 2,5 Millionen Euro. Der Verbund unter der Leitung von Prof. Dr. Susanne Grässel von der Fakultät für Medizin (am Lehrstuhl für Orthopädie) erforscht die zellbasierten De- und Regenerationsprozesse in Gelenken, um auf dieser Grundlage neue Therapien gegen Arthrose entwickeln zu können. Beteiligt sind Forscherinnen und Forscher der Universität Duisburg-Essen, der Universität Heidelberg, der LMU München, der TU München und der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in München.

Arthrose gilt weltweit als die häufigste Gelenkerkrankung bei erwachsenen Menschen. Von der degenerativen Gelenkerkrankung, die mit Schmerzen und Funktionseinschränkungen einhergeht, können alle Gelenke betroffen sein.


Röntgenbild: Verschmälerung des Gelenkspaltes bei einer typischen Gonarthrose (Kniegelenk)

Bildnachweis: Lehrstuhl für Orthopädie der Universität Regensburg, am Asklepios Klinikum Bad Abbach – Zur ausschließlichen Verwendung im Rahmen der Berichterstattung zu dieser Pressemitteilung.


Logo der neuen Forschergruppe

Bildnachweis: Prof. Dr. Susanne Grässel – Zur ausschließlichen Verwendung im Rahmen der Berichterstattung zu dieser Pressemitteilung.

Neben zunehmendem Alter sind Über- oder Unterbelastungen der Gelenke, Traumata, Übergewicht oder genetische Faktoren als Risikofaktoren für die Entstehung einer Arthrose bekannt.

Allerdings sind die Entstehungsprozesse unvollständig geklärt und nur Interventions- und Therapiemöglichkeiten bekannt, die die Symptome lindern, aber nicht die Ursachen beseitigen.

Hier setzt die neue DFG-Forschergruppe „Exploring Articular Cartilage and Subchondral Bone Degeneration and Regeneration in Osteoarthritis (ExCarBon)” an.

Durch Kombination von grundlagenwissenschaftlichen Ansätzen und präklinischen Modellen wollen die Forscher die prinzipiellen Ursachen von Knorpel- und Gelenkknochenzerstörung aufklären und Regenerationsprozesse optimieren.

Im Zentrum steht die Suche nach spezifischen Molekülen, die die Mechanosensivität – bzw. Empfindlichkeit auf mechanische Reize – der Knorpel und Gelenkknochenzellen vermitteln und deren Reaktionen auf zellulärer Ebene beeinflussen.

Die Zielsetzung der neuen Forschergruppe erfordert ein multidisziplinäres Vorgehen. Mit den Untersuchungen sind deshalb Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Zell- und Entwicklungsbiologie, Mausgenetik, Rheumatologie, Orthopädie, Unfallchirurgie und Nanotechnologie befasst.

Auf diese Weise verfügt der Verbund über ein großes Spektrum von experimenteller bis prä-klinischer Expertise und kann eine schnelle Übertragung der Forschungsergebnisse in die klinische Praxis ermöglichen.

Ansprechpartnerin für Medienvertreter:
Prof. Dr. Susanne Grässel
Universität Regensburg
Forschungslabor für Experimentelle Orthopädie
Am Lehrstuhl für Orthopädie
Tel.: 0941 943-5065
Susanne.Graessel@klinik.uni-regensburg.de

Alexander Schlaak | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.uni-regensburg.de/

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