Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

15 Millionen für Genetik der Herz-Kreislauf-Erkrankungen

06.01.2014
Forscher des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK e.V.) haben den Zuschlag für drei große Förderprojekte erhalten, deren Gesamtsumme sich auf rund 15 Millionen Euro beläuft.

Für Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Genetik der Atherosklerose und des Herzinfarktes fließen nun rund 15 Millionen Euro an Konsortien, die von Prof. Jeanette Erdmann, Institut für Integrative und Experimentelle Genomik an der Universität zu Lübeck, und von Prof. Heribert Schunkert, Deutsches Herzzentrum München, geleitet werden. Beide Institutionen sind Partner im Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK).

„Weltweit gehören Herz-Kreislauferkrankungen zu den häufigsten Todesursachen. Die Fördermittel geben uns nun die einmalige Gelegenheit, über den Rahmen des DZHK hinaus gemeinsam mit vielen internationalen Partnern genetische Ursachenforschung zu betreiben und neue therapeutische Ansätze zu entwickeln“, sagt Jeanette Erdmann.

Heribert Schunkert ergänzt: „Das DZHK bietet uns zudem exzellente Möglichkeiten, neue Therapien in klinischen Studien zu testen, denn die Patienten sollen möglichst rasch von den Erkenntnissen profitieren.“

Das durch die französische Leducq-Stiftung geförderte europäisch-amerikanische Netzwerk CADgenomics erforscht Mechanismen, die sich aus genetischen Varianten ergeben, die zur koronaren Herzerkrankung führen. Das auf 5 Jahre angelegte Projekt fördert die Zusammenarbeit von Partnern aus Deutschland, Frankreich, Schweden, Großbritannien und den USA.

Im EU-Projekt CVgenes@target wollen die Forscher in den nächsten 3 Jahren gemeinsame neue therapeutisch relevante Zielmoleküle identifizieren, welche die genetischen Ursachen von Herzinfarkt und Schlaganfall neutralisieren könnten. Die Nähe zur start-up Firmen, die Hälfte der geförderten Partner sind nicht-akademisch, ist in diesem Projekt von großer Bedeutung für den Erfolg.

Welche biologischen Netzwerke führen zur Arteriosklerose und wie entwickeln sich hieraus Herzinfarkt und Schlaganfall? Um dieses komplexe Krankheitsgeschehen besser zu verstehen, ist vom BMBF im Rahmen des e:Med Programmes ein weiteres Konsortium, e:AtheroSysMed, gefördert worden. Die Erkenntnisse des Projektes sollen ein besseres Verständnis der komplexen Interaktionen aus Genen und Umwelt erarbeiten und so eine bessere Vorbeugung, Erkennung und Behandlung der Erkrankungen ermöglichen.

Das DZHK ist eines von sechs Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZG). Diese wurden zwischen 2009 und 2011 mit dem Ziel gegründet, die Forschungsaktivitäten zu den großen Volkskrankheiten in Deutschland zu bündeln und auszubauen. Am DZHK sind 27 Partnerinstitutionen an sieben Standorten beteiligt. Schwerpunkt der Forschung im DZHK ist die Translation von Ergebnissen der Grundlagenforschung im Bereich der Herz-Kreislauf-Erkrankungen in die klinische Praxis.

Geförderte Projekte:

Leducq Foundation:
CADgenomics: Understanding Coronary Artery Disease Genes
EU-Koordinator: H. Schunkert (DHM) / US-Koordinator: J. Lusis (UCLA)
2013-2017 | 6 Millionen Dollar für 7 Partner
EU, FP7:
CVgenes@target: Exploitation of genomic variants affecting coronary artery disease and stroke risk for therapeutic intervention
Koordinator: H. Schunkert
2013-2016 | 6 Millionen Euro für 12 Partner (50% SMEs)
Bundesministerium für Bildung und Forschung:
e:AtherSysMed: Systems medicine of myocardial infarction and stroke
Koordinatoren: H. Schunkert/ J. Erdmann
2013-2016 | 3,5 Millionen Euro für 14 PIs

Christine Vollgraf | idw
Weitere Informationen:
http://www.dzhk.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Millionen für die Virenforschung
13.01.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

nachricht International ausgezeichnet! Rittal gewinnt „Cooling Oscar“
20.10.2016 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie