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120 Millionen Euro für die Erforschung leichterer Automobile

25.09.2012
Niedersächsische „Forschungsfabrik“ ist Sieger im Bundeswettbewerb

Niedersachsen ist erfolgreich in der Förderinitiative „ForschungsCampus – öffentlich-private Partnerschaft für Innovationen“ des Bundes und erhält eine neue „Forschungsfabrik“. Das ist das Ergebnis des bundesweiten Wettbewerbes, der den Aufbau von mittel- bis langfristig angelegten öffentlich-privaten Partnerschaften unter einem gemeinsamen Dach zum Ziel hat.

Beworben hat sich ein Konsortium aus Wissenschaft und Wirtschaft unter der Führung des Niedersächsischen Forschungszentrums Fahrzeugtechnik (NFF), einer Einrichtung der TU Braunschweig. Bei dem aus Niedersachsen ausgewählten Projekt „Open Hybrid LabFactory - Materialentwicklung und Produktionstechnik für den wirtschaftlichen und multifunktionalen Leichtbau“ werden in einer am NFF zu errichtenden „Forschungsfabrik“ neue und kostengünstige Technologien im Automobilleichtbau entwickelt und in Fertigungstechnologien umgesetzt.

"Die neue „Forschungsfabrik“ ist ein großartiger Erfolg für Niedersachsen. Damit wird die Position einer der forschungsintensivsten Regionen Europas weiter gestärkt. Mobilitätsforschung sichert die Zukunft tausender Arbeitsplätze in der heimischen Automobilindustrie“, sagte der Niedersächsische Ministerpräsident David McAllister.

„Die heutige Entscheidung bestätigt unseren eingeschlagenen Weg, Forschungsergebnisse schneller zur Anwendung zu bringen und somit nutzbar zu machen. Die dafür notwendige enge Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist in Niedersachsen geübte Praxis“, sagt die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Professor. Dr. Johanna Wanka.

Professor Dr.-Ing. Jürgen Hesselbach, Präsident der Technischen Universität Braunschweig, unterstreicht, dass die heutige Entscheidung ein „grandioser Erfolg“ ist. „Nach der Grundsteinlegung des Niedersächsischen Forschungszentrums Fahrzeugtechnik am Standort Braunschweig ist dies ein weiteres Zeichen der Forschungsstärke unserer Region. So können wir exzellente Forschungsleistungen in das neue Projekt einbringen und unser Mobilitätsprofil weiter stärken.“

Die Erforschung von erheblich leichteren Fahrzeugen ist die Grundlage für eine bessere Energiebilanz. Zentrale Aufgabe der neuen „Forschungsfabrik“ ist es daher, gewichtsreduzierende hybride Werkstoffkonzepte zu entwickeln und diese in Produktionsketten bestehender Fertigungsstraßen und Fabriken einzubinden.
Zum Konsortium gehören über 30 Mitglieder, unter anderem die Volkswagen AG, BASF AG, Salzgitter AG, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Wolfsburg AG, CFK-Valley Stade e.V., Instituten der Mitgliedshochschulen der Niedersächsischen Technischen Hochschule (NTH) und klein- und mittelständische Unternehmen. Das niedersächsische Projekt konnte sich unter mehr als 80 bundesweiten Bewerbungen durchsetzen. Die „Open Hybrid LabFactory“ ist eine von insgesamt zehn geförderten Initiativen. Errichtet wird die neue „Forschungsfabrik“ in Wolfsburg in direkter Nähe zum MobileLifeCampus und damit zum NFF.

Das Gesamtvolumen beträgt etwa 120 Millionen Euro. Davon werden rund 60 Millionen Euro sowohl seitens des Landes als auch der industriellen Partner des Konsortiums der „Open Hybrid LabFactory“ für die Forschungsausstattung und die Infrastruktur eingesetzt. Mit weiteren 60 Millionen Euro werden Forschungsprojekte in der neuen „Forschungsfabrik“ realisiert.

Petra Wundenberg | idw
Weitere Informationen:
http://www.mwk.niedersachsen.de/

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