Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

1,6 Millionen für gemeinsame Forschungsprojekte

16.05.2012
Das Mercator Research Center Ruhr (MERCUR), eine Initiative der Stiftung Mercator und der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR), stellt weitere 1,6 Millionen Euro für neue kooperative Forschungsprojekte zwischen den Ruhrgebietsuniversitäten zur Verfügung.

Geforscht wird an Themen, die von alternativen Formen der Armutsbekämpfung bis hin zur Optimierung von Schneidewerkzeugen durch die Kopie von Nagetierzähnen reichen. In der vierten Ausschreibungsrunde wurden von 17 eingereichten Anträgen insgesamt sechs Projekte bewilligt, die den Forschern vielfältige Möglichkeiten zur Kooperation und Vernetzung bieten.

In den Forschungsvorhaben kommen herausragende wissenschaftliche Kompetenzen zusammen, und es entstehen neue inhaltliche Vernetzungen. Folgende Vorhaben zeigen beispielhaft die Vorteile kooperativen Forschens in der Ruhrregion.

Bei dem Projekt „Alternative Formen der Armutsbekämpfung“ arbeiten Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen und der Technischen Universität Dortmund auf dem Gebiet der Sozialarbeits- und Sozialpolitikforschung zusammen. Mit ihren disziplinären Hintergründen in der Erziehungswissenschaft, der Soziologie und der Politikwissenschaft bieten sie eine breite wissenschaftliche Basis zur Untersuchung eines neuen Phänomens, das erst wenig erforscht ist: „zivilgesellschaftliche“ Formen der Armenhilfe außerhalb der Sozialhilfe (am bekanntesten: die „Tafeln“). Durch die Wahl von Fallstudien im Ruhrgebiet leisten sie einen besonderen Beitrag zu regionalen Problemlagen und Lösungsformen.

Im Projekt „Datengetriebene Entwicklung neuer Materialien“ wird die gemeinsame Expertise von Materialwissenschaftlern und Informatikern der Universitäten Bochum, Duisburg-Essen und der Technischen Universität Dortmund gebündelt, um neue Erkenntnisse über Materialeigenschaften zu gewinnen und die Entwicklung neuer Materialien zu beschleunigen. In der systematischen Materialerforschung fallen sehr große und hochdimensionale Datenmengen an, die nur mit Hilfe von neuartigen Datenanalyseverfahren und entsprechenden Computerressourcen effizient analysiert werden können.

Die komplementären Kompetenzen von Wissenschaftlern an der Ruhr-Universität Bochum, der Universität Essen-Duisburg und der Technischen Universität Dortmund kommen bei dem Forschungsvorhaben „Bionische Werkzeugkonzepte“ zum Einsatz. Die Originalität dieses Projektes besteht darin, die Mechanismen natürlicher Schneidesysteme auf technisch relevante Problemfelder zu übertragen. So schärfen sich Nagetierzähne selbst nach, eine Eigenschaft, die für die industrielle Anwendung von Schneidewerkzeugen, insbesondere beim Schneiden von kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen, ein großes Potenzial bietet.

Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Marquardt, Vorsitzender des Wissenschaftsrats, der vor seiner Wahl dem Wissenschaftlichen Beirat von MERCUR angehörte, befürwortet die interdisziplinäre und institutionsübergreifende Zusammenarbeit der Wissenschaftler: „Die kooperative Forschung bietet viele Chancen. Sie trägt dazu bei, institutionelle Grenzen zu überwinden, Forschungsstärken zusammenzuführen und Infrastruktur gemeinsam zu nutzen. Das Aktivieren dieses Potenzials stärkt die nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit der Wissenschaftsregion Ruhr.“

Prof. Dr. Winfried Schulze, Direktor von MERCUR, erklärt: „Die UAMR-Universitäten und MERCUR können bereits auf zwei erfolgreiche Jahre der Zusammenarbeit zurückblicken, in denen 71 Projekte mit einem Volumen von über 8,6 Millionen Euro bewilligt worden sind. Somit ist es uns gelungen, die Kräfte zu bündeln, die komplementären Kompetenzen zu ergänzen und daraus neue Synergien für die Region zu schöpfen.“

Weitere Informationen zu den Projekten:
http://www.mercur-research.de
Mercator Research Center
Das Mercator Research Center Ruhr wurde Anfang März 2010 von der Stiftung Mercator gemeinsam mit der Universitätsallianz Metropole Ruhr gegründet. MERCUR will die strategische Kooperation der Ruhr-Universität Bochum, der Technischen Universität Dortmund und der Universität Duisburg-Essen stärken, die sich 2007 zur UAMR zusammengeschlossen haben. Mit seinem Förderprogramm unterstützt das Center sowohl die Zusammenarbeit als auch den Ausbau verteilter Forschungsschwerpunkte innerhalb der drei Universitäten. Den dort tätigen Wissenschaftlern/innen bietet MERCUR neue Möglichkeiten zur Entwicklung von Forschungsprojekten, die die Attraktivität des Ruhrgebiets als Wissenschaftsstandort nachhaltig erhöhen. Das Center ist das bislang größte Projekt privater Wissenschaftsförderung im Ruhrgebiet.

http://www.mercur-research.de

Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an:

Isabell Hilpert
Kommunikationsmanagerin
Mercator Research Center Ruhr
Tel.: +49 (0) 201 616 965 11
E-Mail: isabell.hilpert@mercur-research.de
Marisa Klasen
Kommunikationsmanagerin
Stiftung Mercator
Tel.: +49 (0) 201 245 22 53
E-Mail: marisa.klasen@stiftung-mercator.de
Dr. Hans Stallmann
Koordinator der Universitätsallianz
Metropole Ruhr (UAMR)
Tel.: +49 (0) 234 32-27892
Email: hans.stallmann@uamr.de

Isabell Hilpert | idw
Weitere Informationen:
http://www.mercur-research.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe
22.09.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Millionen für die Krebsforschung
20.09.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Legionellen? Nein danke!

25.09.2017 | Veranstaltungen

Posterblitz und neue Planeten

25.09.2017 | Veranstaltungen

Hochschule Karlsruhe richtet internationale Konferenz mit Schwerpunkt Informatik aus

25.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Legionellen? Nein danke!

25.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Hochvolt-Lösungen für die nächste Fahrzeuggeneration!

25.09.2017 | Seminare Workshops

Seminar zum 3D-Drucken am Direct Manufacturing Center am

25.09.2017 | Seminare Workshops