Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

1,5 Mio. Euro für neue DFG-Forschergruppe an der Universität Hamburg

09.10.2014

Wirkung sozialer Medien auf Konsumverhalten und Produktvermarktung

Die DFG hat eine neue Forschungsgruppe unter Federführung der Universität Hamburg bewilligt. In dem Projekt „Vermarktung hedonischer Medienprodukte im Kontext digitaler sozialer Medien“ wird erstmals eine rein betriebswirtschaftliche Forschergruppe von der DFG gefördert.

Beteiligt sind die Westfälische Wilhelms-Universität Münster, die Universität zu Köln sowie die Kühne Logistics University. Sprecher ist Prof. Dr. Henrik Sattler, Institut für Marketing der Universität Hamburg. Das Projekt ist auf sechs Jahre angelegt und wird in den kommenden drei Jahren mit ca. 1,5 Millionen Euro gefördert.

Universitätspräsident Prof. Dr. Dieter Lenzen sagte zu der Bewilligung: „Ich gratuliere Prof. Sattler und den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu diesem Erfolg und freue mich, dass die Universität Hamburg damit einmal mehr ihre Kompetenz und führende Rolle auf dem Gebiet des Marketing und Medienmanagements bewiesen hat.

Von den insgesamt 189 DFG-Forschergruppen in Deutschland sind sieben an der Universität Hamburg angesiedelt, an weiteren dreizehn ist die Universität beteiligt – damit gehört die Universität Hamburg zur Spitzengruppe in diesem Bereich.“

Soziale Medien wie Facebook, Twitter, Spotify oder YouTube beeinflussen in immer stärkerem Maße das Verhalten von Kundinnen und Kunden. Weil sich durch die digitalen sozialen Medien Informationen viel schneller und weiträumiger verbreiten, werden potentielle Käuferinnen und Käufer immer weniger durch klassische Werbespots und Anzeigen und stattdessen zunehmend durch Meinungsäußerungen in den sozialen Netzwerken beeinflusst.

Konsumentinnen und Konsumenten erlangen dadurch gegenüber Unternehmen in einer bislang ungeahnten Weise Macht. Dies gilt besonders bei sogenannten hedonischen Medienprodukten (also Produkten, deren Konsum durch Spaß und Vergnügen gekennzeichnet ist) wie Büchern, Computerspielen, Filmen oder Musik.

Die Forschergruppe untersucht z. B., wie Unternehmen zur Marketingkommunikation soziale Netzwerke aufbauen und gestalten können, wie Extremformen negativer Mundpropanda („Trash Talk“ und „Shitstorms“) den Wert von Marken beeinflussen oder wie Marken mittels virtueller Börsen und Crowdfunding-Mechanismen in sozialen Medien bewertet werden können.

Beteiligt sind an dem Projekt auch zahlreiche internationale Forschungspartnerinnen und -partner (International Fellows) - zum Beispiel von der Columbia Business School, der Penn State University, der Cornell University (alle USA) und der IDC Herzliya (Israel) sowie der London Business School.

Die DFG hat insgesamt neun neue Forschergruppen eingerichtet. DFG-Forschergruppen arbeiten orts- und fächerübergreifend und ermöglichen es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, sich aktuellen und drängenden Fragen ihrer Fachgebiete zu widmen sowie innovative Arbeitsrichtungen zu etablieren.

Für Rückfragen:

Prof. Dr. Henrik Sattler
Universität Hamburg
Fakultät für Betriebswirtschaft, Institut für Marketing
E-Mail: henrik.sattler@uni-hamburg.de
Tel.: 040 42838-8714

Birgit Kruse | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.uni-hamburg.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Innovationspreis 2017 der Deutschen Hochschulmedizin e.V.
24.04.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

nachricht EU-Förderung in Millionenhöhe für Regensburger Wissenschaftler
21.04.2017 | Universität Regensburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Akute Myeloische Leukämie: Ulmer erforschen bisher unbekannten Mechanismus der Blutkrebsentstehung

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden

26.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Zusammenhang zwischen Immunsystem, Hirnstruktur und Gedächtnis entdeckt

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie