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1,5 Millionen Euro: BMBF fördert Projekt von FH-Nachwuchsforschern

25.01.2013
In den nächsten vier Jahren wird eine Nachwuchsforschungsgruppe unter der Leitung von Dr. Torsten Wagner am Institut für Nano- und Biotechnologien (INB) der FH Aachen eine Licht-adressierbare „Lab-on-Chip“-basierte Analyseplattform entwickeln.

Das Projekt mit dem Namen „Opto-Switch“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Nachwuchswettbewerbs NanoMatFutur mit rund 1,5 Millionen Euro gefördert. Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel, MdB hat gestern (24. Januar) den Förderbescheid am Campus Jülich der FH Aachen übergeben.

In den nächsten vier Jahren wird eine Nachwuchsforschungsgruppe unter der Leitung von Dr. Torsten Wagner am Institut für Nano- und Biotechnologien (INB) der FH Aachen eine Licht-adressierbare „Lab-on-Chip“-basierte Analyseplattform entwickeln. Das Projekt mit dem Namen „Opto-Switch“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Nachwuchswettbewerbs NanoMatFutur mit rund 1,5 Millionen Euro gefördert. Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel, MdB hat gestern (24. Januar) den Förderbescheid am Campus Jülich der FH Aachen übergeben.

Ziel ist die Entwicklung eines Analysesystems, das verschiedene Sensor- und Aktorfunktionen auf einem wenige Quadratzentimeter großen Chip („Lab-on-Chip“) bündelt. Mittels eines Lichtstrahls können gezielt Funktionen auf dem Chip aktiviert werden. Durch die Verwendung von neuartigen Lichtquellen wie etwa organischen Leuchtdioden (OLED) ist dabei eine sehr präzise Ansteuerung möglich. Am Ende soll die Entwicklung eines Chips stehen, der dank seines Baukastensystems flexibel und preisgünstig hergestellt werden kann. Dies wäre nach derzeitigem Erkenntnisstand weltweit einzigartig.

Ein mögliches Anwendungsfeld ist die personalisierte Medizin. So ist in einer langfristigen Perspektive denkbar, dass bei einer Biopsie Tumorzellen entnommen und auf den Chip aufgebracht werden. Dank der Aktoren könnten verschiedene Chemotherapeutika an die Zellen herangeführt werden. Die Sensorik würde dann Rückschlüsse zulassen, welche Medikamente wirken und welche nicht – auf diese Weise könnte eine maßgeschneiderte Krebstherapie für die Patienten entwickelt werden.

„Hoch qualifizierter wissenschaftlicher Nachwuchs ist gerade in den Technologiefeldern mit großer Querschnitts- und Breitenwirkung eine Voraussetzung, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können“, sagte Thomas Rachel, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung. Das BMBF fördert das Projekt auf der Basis des Rahmenprogramms „Werkstoffinnovationen für die Industrie und Gesellschaft – WING“ im Rahmen der High-Tech-Strategie 2020.

Für Prof. Dr. Marcus Baumann, Rektor der FH Aachen, belegt das Projekt eindrucksvoll, „dass an einer Fachhochschule anspruchsvolle Forschungsprojekte durchgeführt werden können, insbesondere wenn Projekte verfolgt werden, die das enge Zusammenwirken verschiedener Disziplinen auf höchstem Niveau erfordern.“ Bei Opto-Switch seien dies Nanosensorik und Biotechnologie.

Die aus fünf Nachwuchsforschern bestehende Gruppe ist deutschlandweit eine der ersten ihrer Art, die an einer Fachhochschule angesiedelt sein wird. Auch der Leiter des INB, Prof. Dr. Michael J. Schöning, betont, es sei wichtig, dass die Gruppe interdisziplinär angelegt sei und dass die Forschungsergebnisse im Bereich der Nano- und Biotechnologien mit Erkenntnissen aus den Materialwissenschaften, der Chemie, der Biologie und der Pharmazie verknüpft würden. Neben dem Leiter, Dr. Torsten Wagner, sind ein Post-Doc, zwei Doktoranden und ein Ingenieur beteiligt.

Team Pressestelle | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-aachen.de

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